Mittwoch, 17. Januar 2018

„Immerhin, wir sind am Leben“


Musikalische Lesung mit Kersten Flenter und Lukas Rauchstein
Mit Texten, Tönen, Melancholie und Gelächter zum Thema „Immerhin, wir sind am Leben“ begrüßen Kersten Flenter und Lukas Rauchstein das neue Jahr. Das Kulturbüro lädt für Freitagabend (26. Januar) von 19 bis 21 Uhr in das Atelier LortzingART, Lortzingstraße 1, ein. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Zum Abend und den Protagonisten:
Auch im neuen Jahr wird ein wenig an der Oberfläche gekratzt, um sich zu besinnen, um was es eigentlich geht. Rauchstein (Rostock) und Flenter (Hannover) haben dafür die nötigen Krallen. Wenn sich die beiden auf der Bühne zum Slapstick prekär versammeln, bleibt nichts, wie es war. Die Beiden zündeten erstmals 2015 auf der Burg Ranis (Thüringen) ein fulminantes Feuerwerk aus Musik und Text – seitdem entsteht jeder Abend neu.
Lukas Rauchstein betritt die Bühne und er wird zum neuen Hans Albers mit einem Schluck Tom Waits. Die Lieder des Rostockers schmecken wie Erdbeeren mit Pfeffer, handeln von Liebe und vom Trinken, von Armut und Ausgrenzung und vom Leben als Leuchtturm. Lukas Rauchstein, jung, dynamisch, charmant, war nominiert für den Deutschen Chansonpreis 2012.
Kersten Flenters merkwürdig-komische Texte bewegen sich auf der Klippe zwischen Melancholie und Gelächter wie 25 Bücher mit Titeln wie „Bevor du mich schön trinkst“ oder „Wir sind nicht für die Wirklichkeit gemacht, sondern für die Liebe“ bezeugen können. Der Lindener ist mit seiner Lesebühne Nachtbarden Stammgast auf der TAK-Bühne.
Eine Veranstaltung des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover und dem Atelier LortzingArt.

Montag, 15. Januar 2018

An die EU - verbrieft uns in Europa unser Recht auf Wasser!

Im Oktober 2004 hat eine Volksabstimmung in Uruguay gesiegt und damit das Recht auf Wasser in der Verfassung verankert. Diese musste geändert werden und fortan eine Garantie enthalten, dass der Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ein grundlegendes Menschenrecht ist und vom Staat als öffentliche Dienstleistung gewährleistet werden muss. Uruguay ist damit das erste Land der Welt, in dem das Recht auf Wasser durch Plebiszit Verfassungsrang erhielt. (Wikipedia)



Sonntag, 14. Januar 2018

Identitäten und Identifikationen

#Hannover. Vortrag #Identitäten+ #Identifikation von Ingeburg Peters 20. Mai (Pfingsten) 16 Uhr im #PetersPointofPoetry,Hinterhaus Lenaustraße 12. Eintritt 10 € incl. Tee + Snacks. im Gartenhof oder in der ProduzentengaleriePeters (#Poesie ohne Worte). Anmeldung unter peters@regionalmedien.de



Gestern traf ich das alte Ehepaar, 52 Jahre verheiratet. Sein Schlaganfall kam zuerst, ihrer folgte bald darauf. Seit kurzem ist sie wieder raus aus dem Rollstuhl. Beide stocherten nun mit ihren Gehstöcken Richtung Spezialitäten-Lifestyle-LindenerMarkt.

Sollte er sterben, wird sie es innerhalb einiger Zeit auch, darauf wette ich. Dabei geht es weniger um Liebe als um Identifikation. So wie die Kinderehen in Indien zu lebenslanger Bindung führten (inzwischen zurecht verboten). Scheidung kam dort früher gar nicht vor.

Ich kenne auch den umgekehrten Fall: Seine Traute starb, er folgte. Sie hatte stets in den Läden die Einkäufe gemacht, er holte die Waren vor Geschäftsschluss mit dem Auto ab.

Die Hierarchien waren selbstredend klar: er hatte das Sagen/ Einkommen/die Macht, sie ordnete sich, schon wegen der Kinder, unter.

Solche Verhältnisse sterben nun aus, sind zur Nostalgie geworden. Etwas Neues kommt. Die Kraftquelle Frau stellt sich weder freiwillig noch gezwungen  zur Verfügung. Zu viel Zerstörung kommt vom Mann.



 

Sonntag, 7. Januar 2018

Frau Busse ist weg - Artensterben auch im menschlichen Bereich

requiem für einen schreibwarenladen
+die morgendlichen gespräche
#hannover.wir stehen alle unter schock. fast alle,denn einigen hat sie es angeblich gesagt. petra busse am goetheplatz ist nach 30 jahren weg. neue leute sind da, die aufräumen. erst dachte ich,sie sei umgebracht worden.aber dann fand ich ihre privatnummer.
ähnlich stickum machten sich gerhard vom art material service königsworther platz vom acker und der schuhmacher. diese fossilien des digitalen zeitalters ertragen es wohl nicht mehr, die tränen in den augen ihrer kundschaft zu sehen. weil sie dann selbst weinen müssen, wie die angestellte von rissmann schmiedestraße, wie die vom wiener café Lister meile, aber das ist schon lange her.
am friederikenstift wurde der patientengarten für hubschrauber geschliffen. teilweise kräftige bäume mitten in der Stadt: weg. eine information kam von diakoveres pr-abteilung erst, als ich drüber berichtet hatte, zuvor informieren hätte wohl zu viel protest hervorgerufen.
natur retten? zwei todeskreuze stecken in dem wort "retten". wo der scherge des ayatollahs sich in hannover behandeln lässt? ist das interessant, relevant?
frau busse ist weg. eine institution.ip


Mittwoch, 3. Januar 2018

proKlima startet ins Förderjahr 2018 - Wärmewende im Fokus


Mit Jahresbeginn gelten die Förderrichtlinien 2018 des enercity-Fonds proKlima. Viele der bewährten Förderbausteine aus dem Vorjahr bestehen fort. Neu ist, dass die Förderung von Passivhäusern mit Erneuerbarer Energieversorgung verknüpft wird. Modernisierer werden stärker belohnt, wenn sie hocheffizient komplett-modernisieren, Wärmepumpen mit erneuerbarem Strom einsetzen oder nachhaltige Dämmstoffe verwenden.
proKlima setzt weiterhin den Schwerpunkt auf das hocheffiziente und wirksame Modernisieren. Hochenergieeffiziente Modernisierung reduzieren nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern auch deutlich die Energiekosten. Komplett-Modernisierungen, die einen hocheffizienten Standard (EnerPHit*) erreichen, erhalten einen attraktiven Bonus. Mit den Förderungen belohnt proKlima auch den Einsatz nachhaltiger Dämmstoffe und fördert ab 2018 mit deutlich erhöhten Fördersätzen nur noch nachhaltige Dämmstoffe mit natureplus-Siegel(**). Mit erneuerbarem Strom betriebene Wärmepumpen bringen die Sektorkopplung von Strom- und Wärmeerzeugung voran. Sie sind ein praktikabler Ansatz im modernisierten Baubestand die Wärmeversorgung klimaschonender zu leisten. Hier setzt auch die veränderte Förderung des hydraulischen Abgleichs von Heizanlagen an, die nunmehr verstärkt auf Niedertemperatursysteme zielt.
Ebenso zeigt die veränderte proKlima-Neubau-Förderung ab 2018, dass die Energieeffizienz die Voraussetzung ist, um Erneuerbare Energien sinnvoll einzubinden. Die Passivhaus-Förderung wird um eine Förderstufe mit Anforderungen an Erneuerbare bzw. Solare Energieversorgung ergänzt.
Die Expertenberatungen durch die proKlima-Stromlotsen stehen auch 2018 wie gewohnt zur Verfügung. Denn Stromeffizienz ist gerade bei zunehmendem Ausbau von E-Mobilität und verstärktem Einsatz von Wärmepumpen ein wichtiger Schlüssel zur Energiewende. Jeder einzelne Bürger kann hier dezentral zum Gelingen beitragen und dabei auch noch Kosten sparen.
Zur Förderung dieser Schwerpunkte und Sonderprojekte stehen im enercity-Fonds proKlima für das Jahr 2018 rund 1,8 Mio. Euro zur Verfügung. Seit seiner Gründung 1998 bis Ende 2017 hat der enercity-Fonds über 31.000 Maßnahmen in der Breitenförderung sowie rund 790 Einzelförderungen begleitet. Seitdem wurden über 64 Millionen Euro Fördermittel bewilligt und mehr als 1,4 Mio. t CO2 vermieden.
Detaillierte Informationen zu den Förderangeboten von proKlima und Konditionen gibt es ab sofort unter http://www.proklima-hannover.de/foerderung/proklima/
Telefonische und persönliche Beratung erhalten Sie ab sofort in der Geschäftsstelle von proKlima unter der Telefonnummer 0511/430-1970, nach Absprache im enercity-KundenCenter am Kröpcke oder vom 31. Januar bis 4. Februar 2018 auch auf der B.I.G. auf dem Messegelände Hannover.




Beste Bilder bei Kälte


In der kalten Jahreszeit sind Wärmeverluste an Gebäude mit einer Infrarotkamera besonders gut sichtbar. Den Auftakt der enercity-Vortragsreihe 2018 im KundenCenter am Kröpcke macht die Thermografie. Mit ihr lässt der EnergieLotse Schwachstellen bei der Wärmedämmung erkennen.
Die Bausubstanz von Gebäuden lässt sich mit thermografischen Aufnahmen professionell überprüfen. Die Thermografie-Kamera zeigt, wo kostbare Energie buchstäblich zum Fenster hinausfliegt. Die Wärmebilder zeigen die Oberflächentemperaturen und machen somit die energetischen Schwachstellen der Gebäude deutlich. Mit Tipps, wie schon mit geringem Aufwand Wärmeverluste zu vermeiden sind, wird Energiesparen oft schon durch kleine Maßnahmen möglich.
Schwachstellen bei der Dämmung aufdecken
Mit Thermografie wird analysiert, ob Qualitätsstandards bei Neubauten eingehalten wurden, wo Handlungsbedarf bei nicht modernisierten Gebäuden besteht oder ob bei Modernisierungen Handwerkerleistungen ordnungsgemäß ausgeführt wurden. Mit den Wärmebilder entdeckt der EnergieLotse Schwachstellen an der Gebäudehülle, undichte Fenster und Türen, heizintensive Energielecks und weitere Baumängel.
Grundlegende Informationen zu dieser Energieeffizienzdienstleistung erhalten Interessierte beim Vortrag „Thermografie – diese Technik lokalisiert Wärmeverluste in Ihrem Zuhause“ am Dienstag, 9. Januar 2018, um 19:30 Uhr, im enercity-KundenCenter am Kröpcke, Ständehausstraße 6 (30159 Hannover).
Um Anmeldung unter energieberatung@enercity.de oder Telefon 0511/430-2366 wird gebeten.


Dienstag, 2. Januar 2018

Frauen in Redaktionen Ende der 60er-Jahre



Traumberuf Journalistin

Ein biografischer Rückblick zum Jahreswechsel von IP

Die Freiheit. Wann verloren, wann wiedergewonnen? Redakteur J., der von seiner angeblich verrückten Frau zuhause erzählte, gab mir den ersten Auftrag bei der Provinz-Presse. Weiß nicht mehr, ob ich damals ein Honorar für den ersten Artikel bekam. Ging noch zur Schule und der Journalismus faszinierte mich derart, dass ich den Weg zum Abitur aufgab und gleich bei der Presse anheuerte. Kannte die Bezeichnung "Überflieger" damals noch nicht.
Interessant war die Freiheit, denn Liebe ist ein Kind der Freiheit. Sie entstand für mich auch in Person des versoffenen Redakteurs M.. Der ließ mich machen, was ich wollte, solange er seinen Amselfelder Spätburgunder hatte.
Es gab immer und stets und jeden Tag in der Redaktion Rotwein. Oft kam ich nachmittags nachhause und meine Mutter konstatierte eine Fahne bei mir, obwohl ich recht wenig davon mitgetrunken hatte.
Wenn ich keine Lust hatte, etwas am Fernschreiber zur Zentrale zu geben, setzte ich mich raus auf eine Bank in der Einkaufspassage. M. bat mich dann nach einer Weile, doch wieder hinein zu kommen.
Es war eine Bohème, wurde endgültig dazu, als ein ebenso trinkfreudiger Volontär hinzustieß, mit dem wir verrückte Feten feierten. Tanzte Ausdruckstanz vor den beiden, schrieb M.s  literarische Arbeitererotische Texte zur Veröffentlichung ins Reine, schlug vor, Gedichte in der Dose anzufertigen. Einige davon bewahrt der ehemalige Volontär wohl noch heute auf. Neidisch scheuerte er mir mal eine. Aber am nächsten Tag kamen die beiden zu meinen Eltern und entschuldigten sich.
Der Volontär äußerte die Absicht, Schriftsteller zu werden.
Fand den Gedanken so ungeheuer kühn, dass ich mich auf der Stelle in ihn verguckte. Dichter und Denker wollte auch ich werden, wagte es aber nicht einmal zu denken. Schriftsteller sein kam in meiner Kleinbürgerfamilie nicht vor. Die Eltern wünschten mich als Angestellte der Stadtverwaltung zu sehen.
Wir gingen zusammen zu Brecht-Aufführungen. Er erzählte von einem Flohmarkt und ich aktivierte meinen gesamten Freundeskreis, um auch in unserer Arbeiterstadt (Hüttenwerke) einen solchen ins Leben zu rufen. (Inge hat den Flohmarkt in S. begründet, erzählte mein Vater später meinen Geschwistern.)
Seine exaltierte Künstlerschwester nahm uns mit nach Berlin. Tanzte dort in einem Klub mit jemand, der mir Texte von Rilke ins Ohr raunte. Wie ich die fände? Fand sie wunderbar, sie begründeten meinen Hang zu Rilke, und ich wollte nicht mehr aufhören, mit dem Fremden zu tanzen, bis der Volontär und seine Schwester mich ermahnten, ob ich allein in Berlin zurückbleiben wolle.
Verfasste schon vor dieser Zeit ein erstes Theaterstück, inspiriert durch Fernando Arabal. Als dann ein freier Journalist aus Hamburg und zeitweiser Mitarbeiter der Redaktion das Stück lesen wollte, behielt er es einfach gleich ein, ich könne ja mal berühmt werden…
Und dann wurde M. wegen des Alkoholismus entlassen. Der neue Redaktionschef war auch musisch interessiert, ein Komponist, reagierte aber eifersüchtig, als ich einen Bericht über den Kunstverein geschrieben hatte. Er ließ mich zur Ordnung rufen, ich solle mich auf meine eigentlichen Aufgaben im Büro konzentrieren. Und fantasierte als ein mit seiner Mutter zusammen lebender von Amouren mit einer 13jaehrigen.
Heulte Rotz und Wasser - nicht das letzte Mal in einem solchen Zusammenhang  - machte mich aber umgehend auf in die Zentrale, um den neuen Chefredakteur H. aufzusuchen, der ein offenes Ohr für meine Wünsche hatte. Durfte trotz meiner Jugend in die Großstadt wechseln und war 100% glücklich.
Bald darauf verunglückte dieser Chefredakteur tödlich, der gute Ideen zur Presse-Popularisierung realisiert hatte. Er behielt für ewig einen Platz in meinem Herzen.

Bereits in S. mobbten mich freie Mitarbeiter und andere wiederholt, meine Artikel hätte ich sicher irgendwo abgeschrieben.So ging das dann auf höherer Ebene weiter. Landete mit meiner Hoppla-Jetzt komm ich-Attitüde erstmal kräftig auf der Nase. Jedenfalls was die Kollegen betraf. Die obersten Chefs lobten meine Arbeit in den Konferenzen und gaben mir außergewöhnliche Aufgaben. Aber der aus der Konferenz kommende Redakteur giftete mich angewidert an: Für Sie habe ich soeben ein Lob bekommen…
Ich wusste nicht, was los war, verstand es nicht. Heute, viele Jahrzehnte später, wird einiges klarer. Was mir damals vor allem abging, war das von Volontärinnen erwartete auf dem Schoß sitzen bei den Redakteuren, das Flirten, der ganze erotische Kram. Überhaupt Unterwürfigkeit jeder Art. War bis zum 8. Lebensjahr Einzelkind, lebenslang ohne Brüder, viel auf Reisen, und der Star meiner Eltern. Flirten habe ich bis heute nicht gelernt. Das führte dazu, dass, wenn die Redakteure und Redakteurinnen feiern wollten, sie so lange warteten, bis ich verstanden hatte, dass ich den Raum zu verlassen habe. Auch der für seine menschenschinderische Art bekannte Bezirke-Chef traktierte mich. Eine damals politisch links gerichtete promiske Kollegin kritisierte, dass ich jeden Tag die Zeitung mit trivialem Zeug vollschriebe. Mir war’s halt langweilig, aber manche Texte gelangen wirklich gut. Hatte ein Ideen-Büchlein, über das sich eine andere Kollegin schier totlachte. Zu Volontärsseminaren meldete mich eine weitere nicht an, weil sie eigentlich auf meinen Platz im Feuilleton spekuliert hatte. Ein Rundfunkreporter erklärte mir später, bei seinem Sender sei es noch viel schlimmer mit den Intrigen. Er habe sich seine Tür polstern lassen, damit die Nachbarn nicht hören, wie er am Boden liege und jammere.
Fragte zu wenig dumme Fragen, war nicht devot genug. Ganze Seiten, für die ich aus dem Stand ohne jegliche Unterweisung verantwortlich war, gab ich einfach so in Satz. Die Metteure mochten mich, und erklärten mir nach der ersten Seite Übersatz, wie ich das besser machen könne.
Der Verlobte war mir gefolgt, konnte aber bei den beruflichen Mobbing-Schwierigkeiten nicht helfen. Meine Elternfamilie war seit längerem im fernen Indien, die Familie des mir vor Abreise der Angehoerigen schnell An-Verlobten mochte ich nicht.

Und da kam dann der Punkt, wo ich mich selbst verließ. Da meine Art so schlecht ankam, begann ich mich anzupassen bis zur Selbstaufgabe. Blieb nun zu den Partys länger in der Redaktion, wo schließlich jemand mir vorschlug, mit in seine sogenannte Selbstständigkeit einzutreten. Er flog dann aufgrund dieser Abwerbung hochkantig raus. Die Zeitung war sein Hauptauftraggeber. Und ich hatte nun seine samt Hausständen zurückgelassenen Familien mit zu verkraften. Es begann eine permanente Gehirnwäsche: Wie toll ich sei, was für eine tolle Unternehmerin usw..
War verloren, für die Kunst jedenfalls, für Partnerschaft und Glück. Das hielt über viele Jahrzehnte an, bis dieser Mann schließlich verstarb.
Erst da tauchte ich plötzlich wieder auf. Zwar ohne Geld und Ansehen, keiner Würdigung meiner zwischenzeitlichen gigantischen Leistungen in Sachen publizistischer Einmischung, aber das Selbstwertgefühl war immer noch nicht abgestorben nach all der Zeit. Ich konnte wieder bei mir selbst bleiben, wenn auch geächtet und isoliert.
Frohes Neues!