Freitag, 19. Februar 2010

wir rheintöchter wollen das gold zum spielen zurück!

hier die heutigen selbstanzeigen beim niedersächsischen finanzministerium mit bezug zu schweizer bankkonten, aber ihre veröffentlichung wird mir langsam langweilig, denn die 328 meldungen der nicht versteuerten einnahmen von 69,2 mio. und mehrsteuern von 23,5 mio. € sind ja nur ein winziger bruchteil dessen, was unsere rund 4000-euro-altersrenten-finanzbeamten längst bei den superreichen eingetrieben haben könnten, hätten sie nicht schiss in der hose vor sanktionen oder psychiatrie-einweisung, und wären sie nicht ständig angewiesen worden, die lohnsteuerzahler, oder micro-betriebe wie mich, auch gern döner-buden usw., mit unnachvollziehbaren nachschätzungen finanziell zu erleichtern.
der vatikan hingegen soll neulich noch schnell eine tonne gold erworben haben.
verflixt noch eins, wir rheintöchter wollen das gold zum spielen zurück!!!!!!!!!!!!!

Montag, 15. Februar 2010

die gier nach geld und die negation der frau

ein freund hat mir metropolis auf dvd aufgenommen (danke, lieber michael).
ich konnte nun die einzelnen szenen nochmal in ruhe betrachten und da fällt auf, über was thea von harbou hier eigentlich geschrieben hat:
die heldin heißt maria, das erinnert an die vergewaltigte, nunmehr auf bonsai-format (ausdruck von wisselinck/daly) geschrumpfte göttin, die die katholische kirche und ihre transvestiten in rom notgedrungen im dom zur domestizierung ihrer sonst den dienst verweigernden gläubigen als anbetungsobjekt belassen musste.
sie redet zu den arbeitern in den katakomben, tief unter babylon (manhattan) verborgen, das heißt, sie redet aufgrund des uralten wissensschatzes der vorpatriarchalen weisen frauen, der heilenden hexen.
es geht in dem film auch um ausbeutung der bodenschätze, der gesamten natur, um gynozid und genozid.
das finden die kritiker von harbous nun enorm kitschig, schwülstig.
was sagen die denn dann zu wagners "ring der nibelungen" in stabreimen?
vermutlich großartig, weltbewegend, nicht wahr?
sogar der jude claude lévi-strauss liebte wagners als antisemitisch kritisierten ring (selbst der jude karl marx war ja in teilen "antisemit"?) über die gier nach geld, wodurch die welt untergeht und laut wagner höchstpersönlich, ich zitiere "nur noch durch die träne einer frau gerettet" werden könnte.
mann, schwülstig, wie?
auch der pariser soziologe lévi-strauss verstand es ebenso gut wie fritz lang bei metropolis, die weibliche inspiration seiner berühmten tropen-reisen zu vertuschen.
wikipedia schreibt:
"Seine erste Frau Dina, eine ausgebildete Ethnologin, hielt zur selben Zeit die ersten Ethnologie-Vorlesungen Brasiliens. Zwischen 1935 bis 1939 unternahmen Dina und Claude mehrere ethnographische Forschungsreisen in den Mato Grosso und ins Amazonasgebiet.
Die ertauschten Sammlungsgegenstände wurden zwischen Brasilien und Frankreich geteilt.
Die erste Ausstellung im Pariser Musée de l'Homme stand unter dem Titel „Expédition Dina et Claude Lévi-Strauss“.
Später geriet der Beitrag Dinas fast vollständig in Vergessenheit, wozu Claude, der sich in der Folge zweimal neu verheiratete, aktiv beitrug: In seinem Reisebericht „Tristes Tropiques“ erwähnte er seine Ehefrau, Kollegin und Reisegefährtin nur an einer einzigen Stelle."
erinnert Sie das an was?
wie diese vorgänge der abdrängung der autorenschaft von frauen zu laufen pflegen, kann man großartig in den werken von klaus theweleit nachlesen. der wiederum kommt ende des monats nach hannover: nichts wie hin!


Veranstaltung der Gedenkstätte Ahlem

Vortrag und Diskussion: Klaus Theweleit über „Der Körperpanzer des faschistischen Mannes“.

Hannover – Auf Einladung der Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover referiert und diskutiert der Literaturschriftsteller, Kulturtheoretiker und Schriftsteller Klaus Theweleit

am Donnerstag, 25. Februar 2010, Beginn: 19.00 Uhr,

Regionshaus, Galerie, Eingang Hildesheimer Str. 18

über das Thema „Der Körperpanzer des faschistischen Mannes“.

Eintritt ist frei.

zum thema der phantastischen wiederauferstehung der jüdischen gedenkstätte in ahlem füge ich einen artikel vom dezember 2002 in meiner city-zeitung von mir an, der durch das aufmerksam-machen auf die dortigen miss-stände erst diese wiederbelebung einer zerstörten jüdischen bau-leiche der nekrophilen deutschen gesellschaft möglich machte.
siehe ab absatz 3 nach conti-techart über die wunstorfer landstraße 3, dort wurde erst daraufhin das mädchenhaus der gartenbauschule vor der restlosen zerstörung als asylbewerberheim gerettet und restauriert.
aber bekam ich dafür ein bundesverdienstkreuz?
nein, mir ging es genauso wie den oben genannten damen, die angeblich so "däm-lich" schreiben.

Sonntag, 14. Februar 2010

wichtiger termin, nicht zu versäumen!!!

So. 28.2.2010, 18:30 Uhr (Einlass: 17:30 Uhr), HANNOVER, Szenische
Lesung, Ermittlungen über Ulrike Meinhof (mit Bildern und
Fundsachen), tak (theater am küchengarten) die kabarett-bühne,
Am Küchengarten 3-5, 30449 Hannover, www.tak-hannover.de, Eintritt: 17
Euro, ermÃssigt: 14 Euro. Kartenvorverkauf: nur telefonisch über das
tak (Mo. bis Sa. 13-18 Uhr) Tel. 0511 - 44 55 62 oder online:
http://www.ticketonline.com/de/de/all/

Samstag, 13. Februar 2010

sexismus

gestern metropolis, der hellsichtige film von thea von harbou über die behandlung von humankapital (erinnerte bedrückend an haiti und die herz-maschine sowie der klon-vorgang gemahnten an tesla-technik).
ach nein, stopp, ein film von dem genialen fritz lang?

wenn man den film über dan browns "sakrileg" (viele sagen, das sei ein kitschroman) bezeichnet hätte mit dem untertitel "ein film von ron howard", so hieß der regisseur, da hätte sich dan brown aber dagegen verwahrt, nicht wahr?

aber dan brown ist ja auch ein mann, einer, der qua geschlecht zum patriarchalen regime gehört.
der geniale feminist rainer werner fassbinder hat für seinen unglaublich ins mark der frauenunterdrückung treffenden film "martha" einfach ein buch als vorlage genommen, dessen autor er komplett verschwieg, was dazu führte, dass "martha" nach urheberrechtlichen streitigkeiten erst 30 jahre später gezeigt werden durfte.
die sache mit dem unterdrückten ursprungstext als vorlage für einen film und dessen artifizielle realisierung ist also nicht gerade unbekannt in der filmbranche.

alte leute und kinder, so heißt es, sollen manchmal die wahrheit reden...
dass der faschismus deutschland nach wie vor tief in den knochen sitzt, ist unbestreitbar und kommt immer wieder unter der decke hervor:
der sehr alte johannes heesters, einst ein deutscher volks-star, äußerte im fernsehen, hitler sei ein guter kerl gewesen und entschuldigte sich später dafür.
auch thea von harbou bedauerte zu spät ihre begeisterung für den nationalsozialismus, als sie die schrecklichen folgen sah.


merten lagatz von der berlinale ließ mich wissen, er habe keinen bedarf an nachrichten von mir. laut myspace hat er affinität zu dolly parton's left boob, barbie, party animals, alkohol, sadie lune usw.. und vermutlich angst vor alten hexen wie mir.

und noch etwas: cornelius meister hat mit seinem heidelberger orchester vor zwei jahren eine ungleich genialere musikalische begleitung von metropolis zustande gebracht als gestern die kraftlose vorsichtige musikalische begleitung eines "metropolis-kenners" der klassik-szene.

Freitag, 12. Februar 2010

selbstanzeigen

und hier die neuesten selbstanzeigen mit bezug auf schweizer bankkonten im bereich des finanzministeriums niedersachsen:

174 selbstanzeigen
nicht versteuerte einnahmen rund 32,6 mio. €
mehrsteuern rund 11,3 mio. €

tanz der moleküle

heute ist der große tag: die längste lang-fassung metropolis auf arte im fernsehen.
meine tochter wird es wohl am brandenburger tor erleben, sie hält sich gerade bei der berlinale auf.
vor zwei jahren schon hatte ich meine familie nach heidelberg zu der kurzfassung des films mit live-film-musik in der stadthalle durch den sohn cornelius der hannoverschen pianistin anne meister geschleift, der mit nach hinten ge-gel-tem haar eine dem film würdige statur abgab und brillant dirigierte (gratuliere, anne, das verweilen des kindes unter deinem flügel, statt in den kindergarten zu gehen, hat sich gelohnt).
ich habe in den letzten tagen e-mails an relevante meinungsbildner geschickt, und bin heute mit einem bericht auf telepolis gekrönt, der auch die rolle von thea von harbou bei dem film würdigt, und diese typisch faschistische alberne unterteilung des guten metropolis von fritz lang und des schlechten der möglichst ganz in den medien verschwiegenen autorin thea von harbou kritisiert.

Lost and found:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32047/1.html


mir reicht das zwar noch nicht, aber besser als nichts.

Einerseits schreibt Telepolis vom Harbou-typischen bombast des ersten Satzes ihres romans Metropolis "Jetzt schwoll das Brausen der großen Orgel zu einem Dröhnen an, das sich wie ein aufstehender Riese gegen die Wölbung des hohen Raumes stemmte, um sie zu zersprengen", argumentiert dann aber recht widersprüchlich am schluss des Artikels, ein film müsse mit einem erdbeben beginnen, metropolis käme dem schon sehr nahe.

und auf (ausgedruckter) seite 14 ist von dem 'dämlichen' sinnspruch die rede
"Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz" sein.
bitte, was soll an diesem spruch dämlich sein?

mein herz jedenfalls tanzt...uhuhu... und die ganze welt bewegt sich.

jutta ditfurth betitelte eins ihrer bücher "feuer in die herzen".
und sogar kinderschänder woody allen wird von einer hannoverschen Psychotherapiepraxis zitiert mit: "Das Schwierigste im Leben ist, Kopf und Herz dazu zu bringen,zusammenzuarbeiten."

egal ob wir frauen scheiße schreiben oder gold, werden wir ignoriert, weil wir als berührbare unterste kaste (formulierung von Mary Daly,im Januar dieses Jahres verstorben, schluchz, hier ein interview mit ihr: http://www.stickam.com/viewMedia.do?mId=182900840) gar nicht für schuldfähig gehalten werden.
wir müssen schon geschickt werbung treiben, um vielleicht mal eine notiz wert zu sein. nicht jedoch in der süddeutschen zeitung, ich mag die frankfurter allgemeine ohnehin lieber.

geschätzt

hier die aktuelle selbstanzeige mit bezug zu schweizer konten von gestern,
heute sind noch keine neuen meldungen vom niedersächsischen finanzministerium
da:

143 selbstanzeigen
nicht versteuerte einnahmen rund 28.500 000
mehrsteuern 9 900 000 €

ich selbst habe keinen euphorischen euro in der schweiz, oder in südamerika oder sonstwo auf diesem planeten (keine müde mark kann man ja nicht mehr sagen heutzutage), ja nicht mal nen zittrigen cent.


das museum für textile kunst in Hannover, der liebe herr plumhoff, teilte neue öffnungszeiten mit: di - fr 11 - 18 uhr, samstag und sonntag nach telefonischer vereinbarung. gehen Sie hin!!!!!!!!! es steckt das herzblut der modeschöpferin erika knoop in dieser verzaubernden sammlung.

http://www.museum-fuer-textile-kunst.de/

MUSEUM FÜR TEXTILE KUNST

Borchersstr. 23 · 30559 Hannver-Kirchrode
Tel. +49 511 5295517
Fax +49 511 5295518
E-Mail: museum-fuer-textile-kunst@web.de
Internet: www.museum-fuer-textile-kunst.de



Geöffnet: Di. – Fr. 11:00 - 18:00 Uhr

Samstag und Sonntag nach tel. oder Email Voranmeldung geöffnet.

Montag geschlossen