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Samstag, 2. November 2019

Kulturhauptstadtbewerbung: Angedachtes Wahrzeichen schon verkauft!



Medienmitteilung
Das Projekt des hannoverschen Abfallwirtschaftsbetriebes #Aha, den ausrangierten litauischen Expo-Pavillon als Wahrzeichen der hannoverschen Kulturhauptstadtbewerbung auf dem sogenannten „Monte Müllo“ im hannoverschen Stadtteil Lahe zu platzieren, ist leider gescheitert. Eine Firma aus Sehnde bei Hannover hat den Pavillon bereits gekauft. Bei Aha stellt man jetzt Überlegungen an, den markanten ehemaligen Expo-Pavillon für den Mülldeponieberg nachzubauen.

Dazu der Fraktionsvorsitzende und baupolitische Sprecher der Linksfraktion Dirk Machentanz:“Grundsätzlich begrüße ich das Engagement und den Ideenreichtum von Aha, mit wenig finanziellen Mitteln eine kreative und ideenreiche Werbung für die Kulturhauptstadtbewerbung Hannovers in die Praxis umzusetzen, und dem Kulturbüro hilfreich zur Seite zu stehen. Ich würde mir für die Zukunft auch mehr solcher kreativen Ideen von Seiten des Kulturbüros wünschen. Außerdem sollte die soziale und kulturelle Teilhabe nach wie vor stärker in den Fokus der laufenden Kulturhauptstadtbewerbung gesetzt werden.“


Freitag, 8. April 2011

Hannover-Messi

Die Globalisierung schreitet mit Riesen-Schritten voran. Im Nebenhaus sind neben anderen Ethnien Bulgaren eingezogen, die ihren Müll auch mal aus dem Fenster zu entsorgen pflegen. Drei Messe-Gäste fragten mich nun irritiert, ob der zugemüllte Bürgersteig (auch vorm Haus daneben hat sich die ganze Straße offensichtlich entschlossen, ihre Reste abzustellen) in Hannover inzwischen üblich sei. Sie hätten hier nicht damit gerechnet.
Der Oberbürgermeister hat völlig Recht in seinem Podcast, diese Geschäftsleute interessieren sich auf der Hannover-Messi, so spricht sich das englisch aus (wie bei Nike), vor allem für regenerative Energien, was ja an sich sehr schön ist. Ich persönlich habe aber meine Öko-Bilanz schon übererfüllt.
Der städtische Abfallbetrieb "aha" hatte zwar generös Müll-Behälter vor das Haus gestellt, weil die Hauswirte offenbar alle auf Tauchstation sind, die aber nur gefüllt werden, wenn ich als über 60jährige die Zeit finde, Lebensmittelreste und Packen von gebrauchten Babywindeln sowie zerrissene Plastikbeutel mit ekelhaftem Inhalt vom Bürgersteig aufzuheben und dort hinein zu tun. Ich sehe das als meinen zupackenden Beitrag zur sozialen Stabilisierung rund ums Calenberger Loch an. Aber manchmal fühle ich mich wie Obama dabei, man weiß nicht mehr, an welcher Ecke man es noch stopfen soll. Oh what a mess! ip

Donnerstag, 30. Dezember 2010

‏السلام عليكم‎ as-salāmu ʿalaikum, „der Frieden auf euch!, Friede sei mit dir/euch!“




Muslimischer Verein unterstützt aha wieder beim Neujahrsputz in der City

Dafür sage ich den Muslimen Hannovers als wilder-müll-geplagte (den abgebildeten Riesenberg habe ich allein abgetragen, das andere Foto zeigt eine Familie am Neujahrstag nahe dem Üstra-Betriebshof an der Ihme Böller auflesend) Innenstadtbewohnerin und Herausgeberin der City-Zeitung ganz herzlich: شُكرًا جَزيلًا
Ingeburg Peters

Wenn in der Morgendämmerung am Neujahrstag die letzten Feiernden durch die Innenstadt ziehen, beginnt für aha das große Aufräumen.
Wie auch in den vergangenen Jahren werden die Männer in Orange nunmehr zum 17. Mal in Folge tatkräftig vom muslimischen Verein „Majlis Khuddam-ul-Ahmadiyya Deutschland“ unterstützt. Die rund 50 Mitglieder des Vereins, meist Väter mit ihren Söhnen, sehen ihren freiwilligen Einsatz als Bürgerengagement für die Stadt, in der
sie leben. Was in Hannover bereits zu einer Erfolgsgeschichte geworden ist, findet mittlerweile auch in anderen Städten in der Bundesrepublik großen Anklang. „Das Engagement der Gruppe ist für Hannover einmalig“, freut sich Reinhard Hesselink, Leiter der aha-Betriebsstätte, die für die Reinigung von Hannovers City verantwortlich ist.
Um sieben Uhr dreißig treffen sich die freiwilligen Helfer am Kröpcke.
Professionell ausgestattet mit Arbeitshandschuhen, Besen, Kehrblech und großen blauen Säcken fegen sie sich vom Kröpcke durch die Georgstraße Richtung Steintor. Die Putzaktion dauert ca. vier Stunden.
Hesselink rechnet, dass seine muslimischen Neujahrsreiniger in der Zeit rund 40 blaue Säcke füllen: „Die Menge, alles in allem vier Kubikmeter, entspricht unseren Erfahrungen aus den vergangenen Jahren.“ Insgesamt kehren die aha-Reiniger am Neujahrstag bis zu 30 Kubikmeter Feiermüll in der City von den Straßen und Plätzen. Im normalen Alltag kommen in der City maximal zehn Kubikmeter zusammen.
30 Kubikmeter entsprechen dem Kehricht und der Menge Abfall aus den öffentlichen Abfallbehältern von zwei Wochen Reinigung im gesamten Stadtgebiet Hannover. ip-fotos

Sonntag, 12. Oktober 2008

Elysium aus gammelfleisch

die stundenglocke läutet wieder und betont den kleinstädtisch-ruhigen Charakter des stadtteils. mrs. dalloway aus der bondstreet wohnt hier nicht, dies ist eher das viertel der desorientierung der drogennehmenden scheidungskinder.
die blonde gurrt im hof, ein balzer balzt zurück. das ist ein gegurre und gebalze. „ich muss arbeiten“, sagt die blonde zu frau angelika und braust mit ihrem motorrad los. sommers arbeitet sie als rettungsschwimmerin, bestimmt hat sie dabei einen roten badeanzug an wie pamela anderson, obwohl sie mehr heidi klum ähnlich sieht. winters pflegt sie in südindien oder asien in hütten am strand zu leben.
wenn frau angelika nicht ständig den müll in der straße entfernen würde, sähe es aus wie in der bronx. ein hund lebt hier im döner-wunderland, an jeder straßenecke das elysium aus gammelfleisch.
überall zieht es in diesem ansonsten so schönen hinterhaus. jemand überlegt sich ständig, warum etwas heute nicht passt, heute nicht sein könnte und gestern nicht war, so wie die tanten in swanns welt nicht dazu kommen, einfach für den asti zu danken.
das täglich brot droht, die notwendigen tätigkeiten drängen sich als schätzungen herein. lasst mich in ruhe, ihr finanzamtstypen. lasst mich in ruhe! lasst mir das geschenk der ruhe. bei den kleinen holt ihr das geld zusammen, um die globalen zocker zu stützen. heutzutage nährt ein versklavtes volk verantwortungslose juristische personen, die keine lebenden personen sind, für fehlverhalten nicht haftbar gemacht werden und keines natürlichen todes sterben können.
bei der angeblich auskunftsunterstützenden finanzamtshotline anzurufen ist in wirklichkeit fast gleichbedeutend mit selbstanzeige. da notiert dann so'n finanzamtsbürokrat als erstes die steuernummer, statt auskunft zu geben und gibt die tatsache der einfachen anfrage möglicherweise an die fahndung weiter, wer weiß...
die vögel zwitschern, das fenster ist geöffnet. tüditt, tüditt, tüditt, welcher vogel ist das?