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Mittwoch, 24. Mai 2023

Die Luftströme werden auch die Innenstadt erhitzen, Herr Onay - Straßenbau 2023: Hannover investiert rund 30 Millionen Euro

Minister Lies weigert sich, die Landesstraßenbaubehörde mit der Entwicklung alternativer Konzepte für eine Sanierung des Südschnellwegs im Bestand zu beauftragen. Stattdessen hat die Straßenbaubehörde in der "Expertenrunde" alle Alternativvorschläge blockiert." sagt Malte Müller vom Bündnis gegen den Ausbau des Südschnellwegs. Damit habe Lies seine eigenen Dialogangebote vollkommen unglaubwürdig gemacht.D ie Initiativen fordern dazu auf, auf den geplanten autobahnartigen Ausbau des Südschnellwegs und auf weitere Rodungen in der Leinemasch zu verzichten.

Stattdessen sollen Konzepte entwickelt werden, mit denen Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert und der Fuß- und Radverkehr attraktiver gemacht und überflüssiger Verkehr auch ganz vermieden wird. Um das Klima zu schützen, müssen als Sofortmaßnahmen endlich ein Tempolimit eingeführt, klimaschädliche Subventionen wie das Dienstwagenprivileg abgeschafft und ein Moratorium für den Neu- und Ausbau von Fernstraßen beschlossen werden.

"Wir können nicht mehr nur auf die politischen Abgeordneten warten - denn die Klimakrise ist jetzt. Wir machen deshalb Druck von unten für eine sozial gerechte Verkehrswende. Leinemasch bleibt - dafür sorgen wir!" erklärt Aktivistin Pheno. Bereits seit Oktober letzten Jahres ist ein Teil des von Rodung bedrohten Gebietes um den Südschnellweg besetzt.

Telefonische Erreichbarkeit: 01628573022

Kontakt Daten Grüne Jugend:
Leon Flores Monteiro: +49 162 2162039 /
leonfloresmonteiro@gj-hannover.de
Inga Bögershausen: +49 176 45825433 /inga.boegershausen@gj-hannover.de

Sonntag, 4. August 2019

Möchten Sie sich einmal so richtig live gruseln?

Dann gehen Sie sonntags durch Hannovers Innenstadt.
Am Steintor wickeln Sie die Henkel ihrer Tasche am besten dreimal um den Arm, ebenso unter dem Bahnhof und dahinter.
Grusel-Highlight ist die Drogenzone zwischen Rückseite Bahnhof und Amtsgericht. Es sind nicht die Junkies, die haben genug damit zu tun, sich selbst fertig zu machen. Es sind die Taschendiebe und andere Kriminelle. Da werden sie mit gierigen Augen abgescannt, was an Ihnen verwertbar sein könnte.
Selbst in der Renommier-Luisenstraße schließen die guten Geschäfte für immer. Schuld ist der Internethandel.
Nur noch das Granhotel Mussmann gegenüber vom Bahnhof hat Eleganz, vor allem deshalb, weil dort bewusst auf den Einbau einer Bar verzichtet wurde. ip

Mittwoch, 10. Juni 2009

Gelacht und rumgekaspert

der eintritt zu den gewaltpräventionstagen in hannover kostete über 40 euro (???), da kam natürlich keiner der unterprivilegierten (sollte wohl auch nicht), deren künftiges gewaltpotential von einer autorin dortselbst in den schwärzesten farben ausgemalt wurde:
besonders gefährlich werde es in den innenstädten.
also sah ich mich als innenstadtbewohnerin einmal diesbezüglich in meinem viertel um.

die punks grillten friedlich am grillplatz.

der knacki mit über 20 jahren knast auf dem buckel ruhte im schatten der bäume.

ein ehemals schwer drogenabhängiger saß gesund aussehend und locker, mit dem gesicht zum sonnenuntergang gewandt, am fluss und plauderte entspannt mit den neben ihm sitzenden (möglicherweise vertickte er ihnen danach auch noch was).

auf einer parkbank hatten geschlechtlich gemischte alkoholiker-gruppen wirklich spaß.
es wurde viel gelacht und gealbert und ausgetestet, wieviel leute auf ein fahrrad passen könnten.

irgendwie frustierte mich das szenarium. denn währenddessen zahle ich meine rechnungen, steuern, arbeite, putze, fühle mich inmitten meiner beziehungen einsam,
und da kamen mir plötzlich viele systemkritische gedanken, denn schließlich war heute auch noch die mündliche Verhandlung des Lehman-Brothers-Bank-Prozesses vorm hiesigen Landgericht, man einigte sich, zu korrespondieren, und sich vielleicht sogar zu einigen....

ich möchte diesen text nun weder politisch nach rechts oder links interpretiert wissen, es war einfach eine momentaufnahme, so ein gefühl, dass diese untersten schichten der gesellschaft sich vielleicht häufiger am richtigen platz in einer richtigen welt fühlen (um ein martin-neuffer-zitat zu verwenden, auf den ich morgen zu sprechen komme), als wir isolierten ordentlichen spießer.

ich jedenfalls habe lange nicht mehr so schallend gelacht, wie gestern die abgewrackten auf der parkbank.
und was stand noch auf dem shirt des punks? Sei schlau, bleib dumm!

Samstag, 28. Februar 2009

mein altes staubsaugergeschäft....

mein altes staubsaugergeschäft auf der calenberger straße schließt demnächst. ohne ersatzladen. für immer. ich konnte noch ein schnäppchen machen, aber die tüten fehlten und werden von hoover zugeschickt. dort kann ich sie künftig auch per internet bestellen.
am abend zuvor ging ich um 22 uhr richtung city. in die andere richtung aufs ihme-zentrum zuzugehen, das kann man ja eh seit jahrzehnten schon vergessen. es sei denn, man liebt die gefahr, den anblick von sich entblößenden exhibitionisten usw.
die trostlosigkeit des goetheplatzes und der goethestraße ist mir vertraut, aber als ich in der city nur ein paar betrunkene antraf, vor denen man auf der hut sein musste, das versetzte mich doch ins grübeln, denn es war ja schließlich nicht 2 uhr nachts.
von einem schaufensterbummel konnte keine rede sein, denn nicht nur schmorl hatte die auslagen abgeräumt, auch die vielen fress-geschäfte (hier notwendigerweise), bei den drogerie-märkten ebenfalls fehlanzeige.
ig von der linde und douglas und liebe und kaiser hatten natürlich treu dekoriert, viele andere aber einfach gar nicht mehr.
das abendliche window-shopping-bummel-feeling wollte durch die enorm großen schaufensterlücken nicht recht in gang kommen, vor allem bei den nichtssagenden telekommunikationsshops.
die vielgespriesene expo-beleuchtung strahlte ein eher fahles, spaciges licht in die runde. als würden wir gleich von ufos abgeholt. sogar der hund wollte wieder zurück nach hause.
mein nachbar hat schon immer gesagt, man hätte von vornherein die computer besteuern müssen. da hat er recht.