als bundeskanzlerin merkel antrat, habe ich ihr gemailt (und in meiner zeitung geschrieben), sie sozusagen angefleht, sie solle unsere arbeitslosen jugendlichen nicht in den kriegsgebieten verheizen.
jetzt ist es soweit, die bundeswehr wirbt in den schulen um nachwuchs fürs sterben und entsendet kräftig nachschub in schürfgebiete.
merkel als modifizierter klon kohls ist das gegenteil von rosa luxemburg, der ging es um die menschen, merkel geht's ums kapital.
derweil steht meine tochter in heidelberg auf den barrikaden.
denn dort haben die studentinnen und studenten noch eine ahnung davon, was bildung ist.
nämlich vor allem die fragestellung: woher kommt all das, was ich als belästigung und schaden wahrnehme (zitat freerk huisken)
Der Song zum Bildungsstreik:
Free download (MP3) unter www.KritischeTheorie-hd.de - Bildungsstreik 2009 - Bildung als Menschenrecht! Text und Musik von Friedemann Vogel (Heidelberger Forum für kritische Theorie und Wissenschaft)
oder unter youtube: http://www.youtube.com/watch?v=6QQzhMULwX4&NR=1
siehe auch www.arbeiterkind.de
Posts mit dem Label heidelberg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label heidelberg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 20. Juni 2009
Samstag, 7. Februar 2009
ethik-umbau durch körperwelten
was ist ethik? umbau des schiffes auf hoher see, sagt der new yorker dewey-professor kitcher.
was ist ethik? jene schleie war fortan im gleichen becken vor dem hecht für immer geschützt, nachdem die glasscheibe entfernt worden war, an der sich der rasant angreifende hecht zuvor mehrmals das gierige maul eingeschlagen hatte.
was ist ethik? fragt gunther von hagens, der vor seiner ersten heirat noch mit nachnamen liebchen hieß und heute wie eine kopie von joseph beuys herumläuft, obwohl er sich dabei auf berühmte historische anatomen beruft, die den deckel für hochragende hirnschalenglatzen schon lange vor den beiden demokratischen künstlern trugen.
seine ausstellung "körperwelten" ist nach 5 jahren tour durch nordamerika in die heimat- und ursprungsstadt heidelberg zurückgekehrt, dorthin wo hagens, ähnlich wie steve jobbs in sachen apple-computer in amerika, in einer garage mit der hygienisch einwandfreien und dauerhaften ästhetischen plastination von leichen begann, die zuvor durch ihr widerliches aussehen stets nur die übelkeit von anatomie-stundenten erregten.
damit ist es nun vorbei. die präparate des genialen anatomen sind das schönste, was man sich überhaupt in einer ausstellung ansehen kann, ein wundersames feuerwerk des inneren der gattung mensch, unser aller inneres...
dabei stört es nicht, dass vor der ausstellungshalle 02 hinterm hässlichen heidelberger bahnhof ein rotfenstriger puff floriert und ein bmw-motorradladen den amerikanischen militärs die protzigsten modelle andient. im gegenteil, hagens war nie ein vertreter der real existierenden heidelberger romantik, hat immer unter dem hagel von beleidigungen viele aspekte der wahrheit ausgeleuchtet, da kommt ihm der standort jenseits der von scharfen winden umtosten autobahnbrücke gerade recht, hat frau den eindruck.
viele haben angst vorm besuch dieser ausstellung, absolut grundlos, denn designerinnen dürften danach noch schönere kleider entwerfen, musiker bessere kompositionen komponieren, dichter eindringlichere gedichte schreiben, studenten intelligentere hausarbeiten abgeben.
absolut empfehlenswert: bis april für 15 euro eintritt in heidelberg: www.körperwelten.de. schnell mit dem wochenendticket hin!
was ist ethik? jene schleie war fortan im gleichen becken vor dem hecht für immer geschützt, nachdem die glasscheibe entfernt worden war, an der sich der rasant angreifende hecht zuvor mehrmals das gierige maul eingeschlagen hatte.
was ist ethik? fragt gunther von hagens, der vor seiner ersten heirat noch mit nachnamen liebchen hieß und heute wie eine kopie von joseph beuys herumläuft, obwohl er sich dabei auf berühmte historische anatomen beruft, die den deckel für hochragende hirnschalenglatzen schon lange vor den beiden demokratischen künstlern trugen.
seine ausstellung "körperwelten" ist nach 5 jahren tour durch nordamerika in die heimat- und ursprungsstadt heidelberg zurückgekehrt, dorthin wo hagens, ähnlich wie steve jobbs in sachen apple-computer in amerika, in einer garage mit der hygienisch einwandfreien und dauerhaften ästhetischen plastination von leichen begann, die zuvor durch ihr widerliches aussehen stets nur die übelkeit von anatomie-stundenten erregten.
damit ist es nun vorbei. die präparate des genialen anatomen sind das schönste, was man sich überhaupt in einer ausstellung ansehen kann, ein wundersames feuerwerk des inneren der gattung mensch, unser aller inneres...
dabei stört es nicht, dass vor der ausstellungshalle 02 hinterm hässlichen heidelberger bahnhof ein rotfenstriger puff floriert und ein bmw-motorradladen den amerikanischen militärs die protzigsten modelle andient. im gegenteil, hagens war nie ein vertreter der real existierenden heidelberger romantik, hat immer unter dem hagel von beleidigungen viele aspekte der wahrheit ausgeleuchtet, da kommt ihm der standort jenseits der von scharfen winden umtosten autobahnbrücke gerade recht, hat frau den eindruck.
viele haben angst vorm besuch dieser ausstellung, absolut grundlos, denn designerinnen dürften danach noch schönere kleider entwerfen, musiker bessere kompositionen komponieren, dichter eindringlichere gedichte schreiben, studenten intelligentere hausarbeiten abgeben.
absolut empfehlenswert: bis april für 15 euro eintritt in heidelberg: www.körperwelten.de. schnell mit dem wochenendticket hin!
Samstag, 31. Januar 2009
la grande machine docteur

wehwörter, störungs-wörter und lebens-wörter für ihr ddoppel-lleben (ddouble-vvie) erfand constance schwartzlin-berberat 1884 in der irrenanstalt waldau. man denkt sofort an den wissenschaftler derrida dabei und ich erfinde jetzt mal dazu: vive la differ@nce. denn das künstlerleben der normalen und das der hospitalisierten ist so unterschiedlich nicht. schwartzlin-berberat sah die ärzte als große maschine: la grande machine docteur. sie schrieb ununterbrochen unleserliche dinge auf, die sich erst mit zeitlicher distanz entschlüsselten.
zu sehen sind ihre arbeiten in der sammlung prinzhorn in heidelberg noch bis zum 22. februar, gemeinsam mit anderen künstlerarbeiten der sammlung morgenthaler, insbesondere natürlich denen des bekanntesten schweizer künstlers überhaupt: adolf (doufi -im diminuitiv) wölfli, der die höchste erdenkliche zahl "zorn" nannte. parallelen zum lebensausdruck der savants (inselbegabungen, autisten) finden sich hier, und natürlich parallelen zum sogenannten normalen leben. wie sagte schon dr. wilkening, der chef der verrücktenanstalt (seine ausdrucksweise) wahrendorff in ilten anlässlich unseres gründungsgespräches seiner zeitung "is' ja ilten" beim pasta-mittagessen zu mir: Wir sind doch alle ein wenig verrückt, nicht wahr?
wer noch schnell eine gruppenführung anmelden möchte, maile an: liane.wendt@uni-heidelberg.de. ich hab mir das poster "irre ist weiblich" mitgenommen.
Abonnieren
Posts (Atom)
