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Mittwoch, 24. September 2025

Rummelplätze, Feste, Märkte, Adventszauber, Silvester, Konzerte, Fußball 2025/26

Gravierende Mängel im Sicherheitskonzept wurden nach dem Anschlag in Magdeburg ergründet. Vor allem die unzureichende Risikoanalyse im Vorfeld steht dabei in der Kritik. „Eine Gefährdungsanalyse erfasst Faktoren wie Art, Größe, Ort und Besucherstruktur, bewertet daraus entstehende Gefahren und leitet Maßnahmen ab“, erläutert Gandhi Gabriel. „Knackpunkte sind oft eine unterschätzte Besucherdynamik, mangelnde Kommunikation sowie ein fehlendes Notfallmanagement mit klaren Zuständigkeiten.“ Immer mehr Kommunen führen daher verbindliche Leitlinien für Veranstaltungsplanung und -sicherheit ein, definieren eindeutige Verantwortlichkeiten und etablieren transparente Abläufe. Nur so lassen sich Sicherheitslücken, unklare Zuständigkeiten und Chaos im Krisenfall zuverlässig vermeiden.

Anpassungen im Waffengesetz

Seit dem 31. Oktober 2024 gilt auf öffentlichen Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkten, Kirmes und Stadtfesten ein generelles Messerverbot. „Verstöße können als Ordnungswidrigkeit mit empfindlichen Bußgeldern und in schweren Fällen mit Freiheitsstrafen geahndet werden“, weiß der Sicherheitsexperte. „Allerdings kann die Einhaltung der Verbotszonen lediglich durch Träger hoheitlicher Rechte wie Polizei und Ordnungsbehörden verdachtsunabhängig und stichprobenartig überprüft werden.“ Einige Veranstalter setzen daher auf komplette Umzäunungen, um an den Eingängen Taschen- und Personenkontrollen durchführen zu können.

Zugangskontrollen und moderne Absperrungen

Zum Schutz von Veranstaltungsflächen wird der Fokus verstärkt auf die Zufahrtsregelung, Verkehrslenkung und die Sicherung von An- und Abfahrten gelegt. „Viele Innenstadtbereiche werden 2025 noch stärker abgegrenzt. Statt am Boden fixierte Betonquader kommen dabei vermehrt mobile Polleranlagen, wassergefüllte Barrieren oder flexible Anti-Terror-Sperren zum Einsatz“, weiß Gabriel. „Diese Systeme ermöglichen es, Zufahrten für unbefugte Fahrzeuge zu verhindern, ohne Rettungswege zu blockieren.“ (aus einer Pressemitteilung von BorgmeierPR) 

Sonntag, 31. Dezember 2023

Yes - Wünsche mir und euch ein Frohes Neues Ja!


Von Ingeburg Peters

Der letzte Tag im Jahre 2023, Silvester. Still. Sein. Be. Thy love, my love.

Abschied vom Ahorn? Noch hat er nicht aufgegeben. Die Milch und das Backpulver, mit der Spielzeug-PumpGun versprüht, haben vielleicht genützt, den Mehltau zurückzudrängen. Eine private Baumpatenschaft sozusagen. Frauen neigen ja zur Pflege, während Männer lieber Bäume pflanzen, das macht sich doch viel eindrucksvoller.

So wie Wim Wenders nach seinen stämmigen Engels-Kerlen jetzt wieder ein Oscar-reifes Macho-Ei gelegt hat, zumal Japan als Preisträger gut für die derzeitige politische Lage ist: der Protagonist lebt mönchisch, putzt Toiletten und zieht Bäumchensetzlinge auf. „Perfect days“ würde das bei einer Hausfrau nie genannt, wie sie als eine von Millionen ruhig ihre Arbeit tut. Jim Jarmusch ist ja in seinen Filmen nicht viel besser. Es fehlt die weibliche Sicht. Bei Karin sah ich oft noch nach Mitternacht Licht, wenn sie Zeitungen oder Bücher las, während die Familie schlief. Oder auch mal einen aufmunternden Film mit Louis de Funes sah. 

Abschied vom Hund. Abschied vom Salat. Abschied vom Fleisch. Abschied von Eltern, Teufeln und Beelzebuben.

Die Rauschgoldengel hat eine solch elegante Schönheit und passt in ihrer Leichtigkeit so wunderbar zu Karins genialer Papierskulptur, die jeden Tag anders wirkt; einmal sticht ein Erker hervor, den sie exakt in ihr Vieleck eingefaltet hat, ein anderes Mal viel Blaues. Jeden Tag, in jedem Licht überraschend wie, wie alle echte Kunst.

Abschied von Karin. Von ihrem Mann. „Ich habe Tote“, sagt Rilke, ich auch. Immer mehr Tote, R. I. P. Petra Kelly, Werner, Dr. S., Gerd J., Kurt, Enno, Claus, Sandor M, Renate; und was gibt es als Neuzugang? Einer in Fidschi/Ostfriesland, zwei bei den Zuwanderern östlicherseits, zwei norwegische Deutschtürkinnen, zwei Multikulti-Schwedinnen, zwei Professorenkinder, zwei Enkelchen für den Schwager, ein Lehrerinnenkind, eins im Kibbuz, Enkel bei den Nachbarn, bei R.‘s sogar vier, je zwei Jungen und Mädchen, dochdoch, es leppert sich; bei Freundinnen schon Schuljunge ein Mats-Arjen, ostfriesischer Name, und ein weiterer Brocken. In England Elia und Leni. Zwei Philharmoniker-Babys in Berlin. Es toddeln zudem schon ne ganze Menge Toddler als Nachfolgerinnen der Verstorbenen herum.

Die Kinderlosen lästern über die anderen mit ihrer Brut. Sitzen in ihrem Bungalow und sind krank. Andere spielen mit dem Gedanken der Inanspruchnahme von Leihmutterschaft.

 totototot, ototototo, und dann und dann fängt alles wieder von vorne an: Januar, Februar, März, April, die Jahresuhr steht niemals still. Mai, Juni, Juli, August, weckt in uns allen die Lebenslust.  September, Oktober, November, Dezember, und dann, und dann - fängt alles wieder von vorne an (Kinderlied von Detlev Jöcker). Tut es das? Nee, du steigst niemals zweimal in denselben Fluß. Panta Rhei. Alles fließt und teilt sich und macht Wellen, und ab und zu einen Quantensprung.

Tage habe ich damit verbracht, Quittengelee nach Nostradamus herzustellen. Diese mittelalterlichen Rezepte gehen mit der verwendeten Zeit verschwenderisch um. Dennoch gelang es mir nicht, ein festes Gelee zu erzeugen. Vermutlich hat er das auf offenem Herdfeuer brutzeln lassen, während bei mir die Stromkosten ausufern. Nun nehme ich es als Sirup, schmeckt auch.

Kann den Text als Neujahrsgedanken, die ja nicht nur Kanzlern und Bundespräsidenten vorbehalten sind, ins Netz stellen, also eine weitere Flaschenpost werfen, Inhalt Neujahrsgruß. Feliz ano nuevo. A shot in the dark sozusagen. Das ist die neue Form der Einsamkeit, diese Kommunikation ins Nichts. Manche haben zehntausende oder Millionen Follower. Andere bekommen nur ein paar Likes oder Verwarnungen. Das ist immer noch besser als die anstrengenden, weil oft missverständlichen Chats mit, oder Emails an, Angehörige(n). Es ist ein echter Monolog, während Molly’s Monolog ja von Joyce verfasst wurde: Yes, Yes, Yes. Künstlerin Yoko Ono ließ ihren John Lennon auf eine Leiter steigen, und ganz oben angekommen, bekam er das Wort zu lesen: Yes.
Trotz allem: Wünsche mir und euch ein Frohes Neues Ja! PEACE AND LOVE 

youtu.be/wvym4rS1oBk?si wir werden den Herrn Dr. Müller einfach nicht los


Donnerstag, 31. Dezember 2020

Kalender 2021: No Concept

Januar: No Art

Februar: No Show

März: No Expectations

April: No Surprises

Mai: No Pain

Juni: No Space

Juli: No Ice-Cream 

August: No Work

September: No Time

Oktober: No Business

November: No Words

Dezember: Just Life



(Konkrete Poesie aus dem Archiv einer Angehörigen, von mir entdeckt und auf 2021 umgewidmet)