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Samstag, 19. März 2011

AKW Grohnde jetzt abschalten!

BUND fordert: Vor den Toren der Region Hannover das AKW Grohnde jetzt abschalten! Nicht nur 7 deutsche Reaktoren bergen brisante Gefahr: Auch das AKW Grohnde gehört zu den unberechenbaren Atomkraftwerken

Hannover, den 19.03.2011: Der BUND fordert, dass das 1975 gebaute und seit 1985 ans Netz gegangene Atomkraftwerk Grohnde vor den Toren der Region Hannover jetzt abge-schaltet wird und nicht erst - wie geplant - in 2032! Das AKW Grohnde ist keinesfalls vor Katastrophen gesichert wie beispielsweise vor einem Flugzeugabsturz oder einem Terroran-schlag!
Ein ernsthafter Störfall, im schlimmsten Falle ein GAU, würde unmittelbar die Region Han-nover mit seinen rund 1,13 Millionen Einwohnern treffen. Die Region Hannover ist nur 20 km von Grohnde entfernt, das Zentrum Hannovers rund 50 km. In der Vergangenheit ist es in Grohnde bereits zu Störfällen gekommen. Die Behauptung von E.ON ihr AKW sei sicher, wird vom BUND angesichts der aktuellen Situation als völlig unglaubwürdig betrachtet: „Wenn das Atomkraftwerk Grohnde tatsächlich sicher sein sollte, warum findet sich dann weltweit kein einziges Versicherungsunternehmen, um es gegen Störfälle und einen Supergau zu versichern? Ist das `Restrisiko` vielleicht doch nicht so gering?“, fragt Silke Dahl, Statistikerin und Mitglied der Arbeitsgruppe Klima des BUND.
Grundversorger für 11 Städte in der Region Hannover – viele davon im Südwesten der Re-gion (siehe Anlage) ist E.ON. 10 Städte, einschließlich der Landeshauptstadt Hannover, werden durch enercity oder eigene Stadtwerke versorgt. Eigentümer des Atomkraftwerks Grohnde sind zu rund 83 Prozent E.ON und zu 17 Prozent die Stadtwerke Bielefeld.
BUND Arbeitsgruppenmitglied Brunhild Gödecke konstatiert dazu: „Wir wissen, dass eine Versorgung ohne Atomstrom schon heute möglich ist. Die Landeshauptstadt Hannover hat es bewiesen. Bereits 1986 als Konsequenz aus der Tschernobylkatastrophe hat der Rat der Stadt den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Heute werden alle Menschen aus Hannover und alle Wirtschaftsunternehmen atomstromfrei versorgt. Die übrigen Städte in der Region Hannover, die noch heute auf Atomstrom von E.ON setzen, könnten sich daran ein Beispiel nehmen.“
Aber auch jede Bürgerin und jeder Bürger, jedes Unternehmen kann jetzt Zeichen setzen: Der BUND empfiehlt deshalb, JETZT auf ökologisch sauberen Strom umzusteigen. Jeder Haushalt kann dies noch heute tun. Vom BUND besonders empfohlene Ökostromanbieter wie die Naturstrom AG sowie ein Formular zum Ausfüllen sind auf der BUND Website zu finden: http://region-hannover.bund.net/themen_und_projekte/klimaschutz/naturstrom_in_der_region_hannover/

Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.

Montag, 14. März 2011

Jod nicht ohne behördliche Anweisung einnehmen

Atomunfall in Japan:
Hannover, 14. März 2011 – Nach dem Atomunfall in Japan sollten deutsche Bundesbürger so genannte Jodtabletten – wenn überhaupt – nur nach ausdrücklicher behördlicher Aufforderung einnehmen. „Als Apotheker rate ich davon ab, Jodtabletten auf eigene Faust einzunehmen“, sagt Uwe Hansmann, stellvertretender Vorsitzender des Landesapothekerverbandes Niedersachsen e.V. Für die Blockade der Aufnahme radioaktiven Jods reicht im Regelfall eine einmalige Einnahme von Kaliumiodid als Notfallmedikament („Jodblockade“). Erwachsene über 45 Jahren sollten grundsätzlich keine hochdosierten Jodtabletten einnehmen, da diese das Risiko für schwerwiegende Schilddrüsenerkrankungen erhöhen. Auch wer zum Beispiel auf Jod überempfindlich reagiert (Jodallergie) oder eine Schilddrüsenüberfunktion hat, sollte auf die prophylaktische Jodeinnahme verzichten.
Der Katastrophenschutz ist Aufgabe der Bundesländer. Auch die Bevorratung mit Kaliumiodid und seine Ausgabe an die Bevölkerung werden von den Bundesländern geregelt. Als Vorsorgemaßnahme kann es nach einem Atomunfall an die Bevölkerung ausgegeben werden. Eingenommen werden sollten die Tabletten nur nach ausdrücklicher Aufforderung durch die Behörden. Die Dosierung richtet sich nach dem Alter.
Bei einem atomaren Unfall wird radioaktives Jod freigesetzt. Dieses wird vom Körper über die Luft, über Nahrung und Getränke oder über die Haut aufgenommen. Es reichert sich in der Schilddrüse an und kann dort zu Organschäden führen. Die Schilddrüse regelt selbst, wie viel Jod sie aufnimmt. Dabei wird nicht unterschieden zwischen radioaktiven oder stabilem, nicht-radioaktiven Jod. Eine mit Jod gesättigte Schilddrüse wird weniger oder kein radioaktives Jod aufnehmen. Deshalb kann durch die Einnahme von Jodtabletten die Speicherung von radioaktivem Jod verhindert werden. Der Schutz ist am wirksamsten, wenn die Jodtabletten praktisch gleichzeitig mit dem Einatmen des radioaktiven Jods eingenommen werden. Jodtabletten schützen aber nicht vor anderen radioaktiven Stoffen.
Der Landesapothekerverband Niedersachsen (LAV) e.V. vertritt die wirtschaftlichen und berufspolitischen Interessen der niedersächsischen Apothekenleiter in der Öffentlichkeit, gegenüber der Politik und den Partnern im Gesundheitswesen. Dem Verband sind mehr als 1.900 niedersächsische Apotheken angeschlossen – das entspricht einem landesweiten Organisationsgrad von rund 95 Prozent.

Samstag, 12. März 2011

Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!

Atomkatastrophe Japan –

Die vollständig außerparlamentarische Anti-AKW-Bewegung der 1970er Jahre hat dazu beigetragen, dass von 90 bis 600 (!) Atomkraftwerken, die Atomkapital und CDU/FDP sowie SPD/FDP-Regierungen in den 70ern ernsthaft planten, heute »nur« 17 Atomkraftwerke laufen.
Grüne und Sozialdemokraten zeigen heute heuchlerisch mit dem Finger nur auf die CDU/FDP statt auch auf sich selbst. Aber die SPD/Grüne Bundesregierung (1998-2005) hat mit ihrem sogenannten Atomkonsens von 2000 die Laufzeit von Atomkraftwerken verlängert und den AKW-Betreibern einen sicheren Betrieb garantiert! Der grüne Umweltminister Jürgen Trittin hat Anti-AKW-DemonstrantInnen in Gorleben 2001 sogar gedroht!
Rot/Grün hat darüberhinaus mit den konkreten Bedingungen ihres »Atomkonsenses« ermöglicht, dass die CDU/FDP-Bundesregierung die Laufzeit von Atomkraftwerken im Jahr 2010 weiter verlängern konnte (z.B. Übertragung von Reststrommengen).

Beispiel AKW Biblis:
Das störanfällige und mit 36 Jahren älteste deutsche AKW Biblis A (1974) sollte ursprünglich selbst nach dem Willen seiner Betreiber nur 20-25 Jahre lang laufen, also maximal bis 2000.

-- Der rot-grüne Atomkonsens ermöglichte aber eine Laufzeitverlängerung bis 2010.

-- Der schwarz-gelbe Atomvertrag von 2010 verlängerte den AKW-Betrieb bis 2020.

Im AKW Biblis kam es zu hunderten von Störfällen, mindestens einmal (1987) stand Biblis kurz vor einem GAU (größter anzunehmender Unfall)

SPD und Grüne versuchen die Menschen über ihre Kumpanei mit den Atomkonzernen hinwegzutäuschen. Aber man sehe sich nur einmal, neben den atomfreundlichen rot-grünen Gesetzen, die vielen sozialdemokratischen und grünen RepräsentantInnen in Atomkonzernen an (z.B. als Berater und Aufsichtsräte von Siemens, EnBW, RWE, Informationskreis Kernenergie usw. usf.).

Für die betroffenen Menschen in Japan sind die Kernschmelze, die Erdbeben, der Tsunami grauenhaft. In den Nachrichten hören wir nun, dass sich die Atomkatastrophe von Japan nur »regional« auswirken soll. Wer diesen Unsinn glaubt, möge sich diese Karte über die weltweite Verbreitung der Radioaktivität von Tschernobyl seit 1986 ansehen:

https://qed.princeton.edu/getfile.php?f=Radioactive_fall-out_from_the_Chernobyl_accident.jpg

Wer immer noch zögert, möge sich im Internet die Fotos der Kinder von Tschernobyl ansehen.

Es werden sehr viele Menschen sterben und die Zahl der Krebserkrankungen wird kurz- und langfristig steigen. Große Teile von Natur werden radioaktiv verseucht werden. Das ist bei kritischer Analyse der bisherigen Nachrichten jetzt schon Stand der Dinge.
Atomkraftwerke zerstören und Menschen und Natur. Schon im so genannten »ungestörten Normalbetrieb« erzeugen sie radioaktive Niedrigstrahlung und machen Menschen krebskrank. AKWs sind überflüssig, ihre Energie ist menschenfreundlich ersetzbar.
Aber es gibt harte Interessen an diesen mörderischen Anlagen: Auch sogenannte »friedliche/zivile« AKWs sind waffenfähig und für die Betreiber höchst profitabel.

Es gibt nur eine Konsequenz:

-- Alle Atomanlagen weltweit sind sofort stillzulegen!

Mit atomfeindlichen Grüßen

Jutta Ditfurth

- ÖkoLinX-ARL -

P.S.: Die Quellen, Belege und weiterführende Informationen finden Sie u.a. in meinen Büchern »Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die Grünen« (2011), »Feuer in die Herzen«, »Lebe wild und gefährlich« usw.

Freitag, 24. September 2010

Atomkraft schadet Deutschland

Mit einer Projektion des Spruches "Atomkraft schadet Deutschland" an die drei niedersächsischen Atomkraftwerke Unterweser, Grohnde und Emsland wollen Greenpeace-Aktivisten am frühen Dienstagmorgen gegen die geplante Laufzeitverlängerung für deutsche Atommeiler protestieren.
Die Aktivisten demonstrieren damit gegen die von der Bundesregierung geplante Kehrtwende in der Energiepolitik.
Die schwarz-gelbe Koalition will in ihrer Kabinettsitzung am kommenden Dienstag, den 28.09., das so genannte "Energiekonzept" verabschieden und das Atomgesetz zu Gunsten der Kraftwerksbetreiber abschwächen.
Ein fataler Schritt: Schwarz-Gelb blockiert so den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland zu Gunsten der Atomkraft.
Die vier Energiekonzerne dürfen weiter massive Gewinne mit abgeschriebenen Atomkraftwerken einfahren.
Die gewaltigen Sicherheitsprobleme besonders der sieben ältesten AKW und des AKW Krümmel ignoriert die Bundesregierung.

Dazu auch ein nette Video auf Youtube:

Der kleine Gau-Ratgeber

http://www.youtube.com/watch?v=Pb8bmRIymCE&feature=player_embedded


Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.

Montag, 6. September 2010

Wir sind das Volk

Als Bruno Kreisky amtierender Bundeskanzler von Österreich war, musste er sich dem Volkswillen beugen, der gegen einen Atomkraftwerks-Neubau protestierte, unter den Demonstranten sein eigener Sohn und die Schwiegertochter, Professorin Eva Kreisky.

Kanzler Kreisky argumentierte seinerzeit, bei der Fülle von Atombomben, die es gäbe, wären Atomkraftwerke quasi harmlos.

Und zur Zeit geht es wieder um das Thema "Darf man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben?": nämlich bei der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke.

Die Welt ist weniger heil denn je.
Die US-Luftwaffe baut Einheiten für den Cyberwar auf, da erscheint so ein Atomkraftwerk manchen wie Kinderkram (vor allem denen, die einfach ignorieren, dass beispielsweise in Krümmel sich Leukämiefälle häuften).

Der berüchtigte Rüstungszulieferer Halliburton hat eine Deutschland-Filiale in Celle (in der Heide ist ja Militär stationiert, am Fliegerhorst Wesendorf zum Beispiel).
Die amerikanische Firma Honeywell, in Seelze am Kanal findet dort Halbleiterherstellung statt, produziert nicht nur nette Technik für die Küche der Hausfrau, Honeywell ist auch Drohnenhersteller. Nichts Neues für Hannover eigentlich, denn die Hanomag stellte früher auch Panzer her.

Das ist die tatsächliche Welt um uns herum: bedrohlich, unheimlich, Angst erregend.

Die Bundesregierung schielt nach den Milliarden der Atomindustrie, während die Bad Banker ungeschoren davonkommen.
Das Volk sollte dennoch Nein sagen.
Es gibt nur eine sinnvolle Investition: die in die Menschen, und nicht in tödliche Technik.

Samstag, 24. Januar 2009

atomkraftwerke und atomwaffen verhindern!



Atomwaffenfrei bis 2020, Save our childrens future, heißt eine kleine broschüre von akihiro takahashi, der den atomangriff auf hiroshima als kind überlebte und einen augenzeugenbericht gab. fragen sie im Agenda21-Büro bei Silvia Hesse nach diesem bewegenden, grausigen heft, vielleicht ist es dort noch vorrätig. es ist die ergreifende schilderung in wort und bild dessen, was uns passieren könnte, wenn die atomindustrie über stromversorger oder politik wieder auftrieb gewinnt, zum beispiel mit gelb-schwarz. auch wenn unsere nachbarländer uns unverantwortlich damit umzingeln, wir wenigstens sollten weiterhin in regenerierbare energien investieren und den abtransport der hier gelagerten atomsprengköpfe fordern sowie die immer kleiner werdenden transportablen atomwaffen ächten.