Autor, Filmemacher, Intellektueller Alexander Kluge ist im Alter von 94 Jahren verstorben. Kluge ging bei Theodor W. Adorno in die Lehre. Gemeinsam mit Oskar Negt verfasste er den Wälzer "Geschichte und Eigensinn".
Kluge gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Neuen Deutschen Films in den 1960er- und 1970er-Jahren und forderte mit dem „Oberhausener Manifest“ die Unabhängigkeit für junge deutsche Filmemacher und eine Abkehr vom traditionellen deutschen Film.
Als Autor schrieb er auch politische Schriften, vor allem aber Kurzgeschichten. Alexander Kluge gehörte zum Kreis der „Gruppe 47“, die in der Bundesrepublik Deutschland die Literaturlandschaft entscheidend mitprägte.
Ab 1973 war Kluge Honorarprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und blieb der Stadt auch in der Lehre eng verbunden. Im Sommersemester 2012 übernahm er dort die Poetikdozentur. Parallel dazu entstand ein umfangreiches literarisches Werk, das Erzählung, Theorie und dokumentarische Formen miteinander verbindet. Mit seinen Fernsehformaten und publizistischen Arbeiten blieb er bis ins hohe Alter eine prägende Stimme im intellektuellen Leben Deutschlands.

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