Montag, 17. April 2017

Gewalttätiges Sportumfeld

Gemeinsamer Kommentar der 1. Vorsitzenden der Piratenpartei Hannover und Piratenpartei Braunschweig zum Niedersachsen-Derby

Schön wäre es gewesen, wenn beim Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 solchen Lippenbekenntnissen auch Taten gefolgt wären. Statt in den Vereinsfarben erschienen viele Besucher beider Vereine teilweise vermummt und in schwarz: Democharakter statt Stadion-Feeling, Hubschraubereinsatz und Wasserwerfer beim Fanmarsch inklusive. Bereits am Vortag kam es beim Gästetraining zu einem gefährlichen Zwischenfall [1]. Weitere ereigneten sich am Derbytag in Form von versuchter Stadionerstürmung durch die Gästefans, sowie hannöversche Bengalos während des Spiels [2].
Lange im Vorfeld wurde die Begegnung als Hochrisikospiel  eingestuft - geschuldet einer Minderheit an "Fans", die ihre Aggressionen durch ein fanunwürdiges Verhalten ausleben. 

"Mit sportlichem Verhalten hat das alles nichts mehr zu tun, weder auf Seiten der Fans noch der Sicherheitsbehörden", kommentiert Carsten Sawosch, 1. Vorsitzender der Piratenpartei Hannover, das Niedersachsen-Derby. "Fair waren nur die Mannschaften Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. Unfair hingegen ist das Aushebeln der Fanrechte, wegen einiger Weniger, die ein solches Event für ihre eigenen Zwecke missbrauchen. Denn sobald man nur ein Stadion betritt wird jeder Besucher mit den Kontrollen und Durchsuchungen unter Generalverdacht gestellt, während die Unschuldsvermutung sowie die Rechtsstaatsprinzipien scheinbar nur auf der Ersatzbank Platz nehmen dürfen. Sitzt der Besucher dann auch noch zur falschen Zeit am falschen Ort,  landet er möglicherweise in der Datei "Gewalttäter Sport" und weiss nicht einmal davon. Darüber informiert werden sollte jeder betroffene Fan, unabhängig davon, ob er schon einmal im Zusammenhang mit Fußballspielen auffällig geworden ist oder nicht. Bürgerrechte gelten nämlich für Alle und enden nicht am Stadiontor", führt Sawosch, der auch stellvertretener Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland ist, weiter aus.
Geheime Datensammlungen
Die genannte, relativ wenig bekannte Datei (DGS) existiert bereits seit Jahren seitens der Polizeibehörden und erfasst Geschehnisse rund um Fussballspiele. Außerdem gibt es die "Arbeitsdatei Szenekundiger Beamter" (SKB-Datei). In ihr werden Informationen zu Vorkommnissen und Auffälligkeiten mit Personendaten zusammengeführt und bewertet, um das Gefahrenpotenzial und die zu ergreifenden Massnahmen im Vorfeld eines Fussballspieles ableiten zu können [3]. PIRATEN würden es "glaskugeln" nennen. Bis 2013 waren deutschlandweit ca. 18.000 Menschen  -  meist ohne ihr Wissen - registriert. [4]
Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung: In der Sache vereint
Gegen diese Praxis bei der SKB-Datei ist jetzt die Landtagsfraktion der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen erfolgreich vorgegangen. Demnach müssen zukünftig alle Fußballfans aus NRW benachrichtigt und über die Verwendung ihrer Daten informiert werden, sobald diese der Datei hinzugefügt werden. Dies gilt ebenfalls für bereits vorhandene Daten. Auch wurde die Speicherdauer auf fünf Jahre beschränkt. [5] Ein erster Schritt, um die Fanrechte zu stärken,  denn ohne die Information der Speicherung konnte sich bisher auch niemand zur Wehr setzen. 
Unterstützung erhielt die Landtagsfraktion der PIRATEN von der Arbeitsgemeinschaft Fananwälte [http://www.fananwaelte.de]. Sie fordern die sofortige Umsetzung der Benachrichtigungspflicht sowie eine Einführung der Regelung auch in den restlichen Bundesländern. [6]
Dialog auf Augenhöhe - Fankultur erhalten
"Nur im gemeinsamen Dialog, auf Augenhöhe zwischen Fußballfans und ihren Vereinen, sowie den Verbänden und der Politik,  kann ein verantwortungsvoller Rahmen geschaffen werden, der nicht auf  Kollektivstrafen, Vorverurteilung und Diskriminierung gegenüber Sportfans setzt", erklärt Stefan Zander, 1. Vorsitzender des Stadtverbandes der PIRATEN in Braunschweig.  "Das gilt auch für Bengalos und Pyrotechnik - so lang es keine geeigneten, sicheren Orte in Stadien für ein kontrolliertes Abbrennen gibt, werden diese aus Angst vor Repressalien immer wieder im Schutze der Massen gezündet werden und stellen somit eine viel größere Gefahr für Umstehende dar. Dass auch noch so ausgefeilte Kontrollinstanzen keine Abhilfe schaffen können, hat das Niedersachsen-Derby wieder eindrucksvoll bewiesen".
Die Piratenpartei setzt sich seit Jahren für die Stärkung der Bürger- und somit auch Fanrechte [7] und gegen Datensammelwut - wie die Vorratsdatenspeicherung ein. PIRATEN scheuen auch nicht den Weg vor das Bundesverfassungsgericht. 
Sie klagen - auch für Deine Bürgerrechte!

Quellen:

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

Am 6. Juni bietet CinemaxX Theaterfans mit dem Screening von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ ein besonderes Schmankerl. In der ausgezeichneten Inszenierung von Sonia Friedman Productions brillieren unter anderem Imelda Staunton („Harry Potter“) und Conleth Hill („Game Of Thrones“) in den Rollen von Martha und George. Karten für die aufgezeichnete Theaterdarbietung (in engl. Originalsprache mit engl. Untertiteln) gibt es ab sofort unter www.cinemaxx.de/meisterwerke.
1962 in New York uraufgeführt, sorgt Edward Albee’s bekanntestes Stück „Who’s afraid of Virginia Woolf“ auch heutzutage für volle Ränge. Die Neuinszenierung unter der Produktion von Sonia Friedman findet am 6. Juni einmalig ihren Weg aus dem Harold Pinter Theatre London auf die große CinemaxX Leinwand.
Karten für das aufgezeichnete Screening von „Who’s Afraid of Virginia Woolf“ gibt es an den Kinokassen der teilnehmenden CinemaxX Kinos, den dortigen Ticketautomaten, unter www.cinemaxx.de/meisterwerke oder per Smartphone-Apps, die unter www.cinemaxx.de/app kostenlos heruntergeladen werden können. Aufgrund der großen Nachfrage wird um Vorabreservierung gebeten. Teilnehmende CinemaxX Kinos: Augsburg, Berlin, Bremen, Dresden, Essen, Freiburg, Göttingen, Hamburg Dammtor, Hannover, Kiel, Magdeburg, Regensburg, Stuttgart-SI, Würzburg



Lesung „Gerächter Zorn“ von Barbara Schlüter


im Küchengartenpavillon am Sonntag, 23.4.2017 um 17 Uhr „Gerächter Zorn“
Der dritte historische Roman von Hannoveraner Autorin Barbara Schlüter stellt Linden ins Zentrum des Geschehens
Die Verhältnisse in der Arbeiterstadt Linden sind katastrophal – arm, dreckig und im Wohnraum völlig beengt geht es in Hannovers benachbarter Industriestadt zu. Es prallen Welten aufeinander, als die Zwillinge Elsa und Emilie aus dem behüteten Hause der von Elßtorffs beschließen, die Arbeit der Diakonisse zu unterstützen, denn die scheint selbst am Ende ihrer Kräfte. Medizinstudent Heinrich von Elßtorff und der „rote Fuchs“ Cord Breuer sind ebenfalls entsetzt über die gesundheitsgefährdenden Bedingungen in den Fabriken. Was können die jungen Leute tun, die die Menschen nicht einfach ihrem Schicksal überlassen wollen? Zunächst verhindern einige glückliche Fügungen Schlimmeres. Ganz zuletzt ist es jedoch einmal mehr an Elsa, beherzt einzugreifen …
„Lindener Blut ist keine Buttermilch!“
Nach „Vergiftete Liebe“ (2012) und „Verheimlichte Liebe“ (2014) blickt Barbara Schlüter im dritten Roman um die Hannoveraner Architektenfamilie gen Linden und erzählt vor allem vom Leben der Arbeiterinnen in den 1890er Jahren.
Barbara Schlüter ist seit 35 Jahren selbstständige Kommunikationstrainerin, Coach und Managementberaterin. Als wissenschaftliche Assistentin (damals Barbara Kroemer) am Historischen Seminar der Universität Hannover bot sie als Erste Veranstaltungen zum Thema „Frauen in der Geschichte“ an. Mit ihrem Sachbuch „Rhetorik für Frauen“ (1987) hat sie Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet. Sie lebt nach Stationen auf den Kanarischen Inseln und im Rheinland wieder in ihrer Heimatstadt Hannover. Mehr Infos: www.dr.b-schlueter.de
Der Eintritt ist frei.
Quartier e.V. wird institutionell durch die Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Bildung und Qualifizierung gefördert. Jonny Peter, Vorstand Quartier e.V.Küchengartenpavillon, Am Lindener Berge 44

Neue Facebook-Seite: Wir Leute aus der LenauStraße

Alle grossen Anarchisten starben am 23.
#Hannover . Lenaustr.7 wohnte der aus dem Kinofilm "#23" bekannte Hacker, Mann der ersten Stunde beim CCC (Chaos-Computer-Club) - und Sohn eines #HAZ-Lokalchefs - #KarlKoch; immer auch ein paar 68er; in Lenau 8 der hannoversche Ratsherr, Mercedesfahrer und Kurden-Kämpfer Luk List mit ihn unterstützender Frau und Sohn; sowie Lenaustr.12 regelmäßig Künstler, z.B. Dietmar Möws (im Historischen Museum zeugen Gemälde weiterer Maler vom schönen Blick aus dem einstigen Westinghouse-Komplex Nr.12 auf Goetheplatz und Innenstadt). Auch der Herausgeber des Asphaltmagazins, #Armutsforscher Prof. Heiko Geiling wohnte dort lange Zeit mit Familie im 4.Stock, wegen des kurzen ArbeitsWeges seiner als Krankenschwester im Friederikenstift das Geld verdienenden Ehefrau; sowie #Sinti #Roma-Forscher Dr. Boris Erchenbrecher mit der Künstlerin Kathrin Beumelburg, außerdem einer der ersten Programmierer von Spracherkennung im Internet.
Karl Koch wurde in dem Film "23" von August Diehl dargestellt. Diehl aeusserte sich im Literarischen Salon Hannover sehr negativ über den despotischen, nur scheinbar nach außen hin freundlichen Vater von Karl Koch.
Die rote Fahne, die stets aus dem Fenster Lenau 11, 4. Stock, hing, ist seit heute verschwunden. Schade. Soviel Feigheit vorm Parteien-Proporz tut weh.ip

Samstag, 15. April 2017

Oberbürgermeister dankt der Polizei für ihren umsichtigen Einsatz

„Ich danke der Polizei für ihren deeskalierenden, umsichtigen und souveränen Einsatz zum Derby“, lobte Oberbürgermeister Stefan Schostok die Arbeit der Sicherheitskräfte zum so genannten Risikospiel von Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig am heutigen Karsonnabend (15. April) in Hannover. Abgesehen von einem Zwischenfall vor Beginn des Fußballspiels, als rund 180 Personen das Stadion stürmten, blieb es friedlich.

Cybersong

https://youtu.be/WENkquBHchM heute wollten wir wandern. Aber dann wurde trotz #Cloud der Laptop immer langsamer...#Brecht:Ja mach dir einen Plan