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Mittwoch, 5. Juni 2019

73,9 Milliarden Euro Umsatz

Wirtschaftsfaktor Umweltschutz 2017: 

WIESBADEN – Maßnahmen für den Umweltschutz sind ein wichtiger
Wirtschaftsfaktor. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des
Tags der Umwelt am 5. Juni 2019 mitteilt, erwirtschafteten die Betriebe des
Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors im Jahr 2017 in
Deutschland 73,9 Milliarden Euro Umsatz mit Waren, Bau- und Dienstleistungen
für den Umweltschutz.

Dienstag, 31. August 2010

Giftschlamm-Lawine von Sigmundshall war absehbar.

BUND fordert unverzüglichen Stopp der Haldenabdeckung.

Hannover, den 31. August 2010: In der Nacht zum 27. August ergoss sich gegen 02:30 eine Schlamm-Lawine aus schwermetallhaltigem REKAL-Material über die Kreisstraße zwischen Mesmerode und Bokeloh. Der giftige Matsch ist nach längeren ergiebigen Regenfällen von der durchnässten Südflanke des „Kalimandscharo“, der Kalihalde des Werkes Sigmundshall, abgerutscht. Die Energie der abgehenden Schlammlawine reichte aus, den um die Kalihalde gezogenen Graben und den Schutzwall mühelos zu überwinden, auf 50 m Breite die Einzäunung und die gepflanzten Gehölze nieder zu walzen und anschließend die angrenzende Kreisstraße zu überqueren und noch knöchelhoch unter Schlamm zu begraben.

Da der Klimawandel auch vor der Region Hannover nicht Halt macht, ist auch in Zukunft zu erwarten, dass nicht vorhersehbare Starkregenereignisse stattfinden. So kam dieses Unglück nicht unerwartet: Der BUND hatte erstmals bereits Anfang 2005 in seiner Stellungnahme zur Erweiterung der Kalihalde Sigmundshall das Niedersächsische Landesbergamt (LBEG) auf die fehlerhaften Standsicherheitsberechnungen für die Haldenabdeckung hingewiesen. Auch in der Folgezeit hat der BUND immer wieder auf die mangelhafte und falsch berechnete Standsicherheit aufmerksam gemacht, zuletzt in seiner erfolgreichen Klage gegen die Abdeckung der Kalihalde mit REKAL-Material. Nur weil das beklagte LBEG in Berufung ging, ist das erstinstanzliche Urteil noch nicht rechtskräftig geworden. Andernfalls wäre uns die Schlamm-Lawine vermutlich erspart geblieben.

BUND-Experte Dr. Ralf Krupp: „In den Berechnungen hatte das verantwortliche Braun-schweiger Ingenieurbüro die bodenmechanischen Werte für trockenes Abdeckmaterial ver-wendet. Richtig wäre hingegen die Bestimmung und Verwendung der relevanten Parameter im wassergesättigten Zustand gewesen, denn die Abdeckung darf schließlich auch bei star-ker Durchnässung nicht abrutschen. Dann hätte jedoch der für die Genehmigung erforderli-che Standsicherheitsnachweis nicht erbracht werden können, und die für K+S lukrative Scheinverwertung des REKAL-Abfalls wäre vermutlich gescheitert.“

Dass die Scherfestigkeit des REKAL-Materials bei Durchnässung stark absinkt, war auch dem früheren Werksleiter auf Sigmundshall, Dr. Diekmann, bekannt, wie aus einer seiner Veröffentlichungen hervor geht. Wie es scheint, bestand aber zwischen der Bergbehörde, dem Ingenieurbüro und der Fa. Kali und Salz Einigkeit darüber, dass man die Hinweise des BUND ignorieren könne.

Das Giftschlamm-Unglück hat aber noch einen weiteren Planungsfehler zu Tage gefördert: Offenbar ist der um die Halde herum eingerichtete „Sicherheitsstreifen“ überhaupt nicht in der Lage, abrutschende Massen zurück zu halten. Auch in diesem Punkt ist die Kalihalde mit ihrer Abdeckung nicht sicher.

Der BUND fordert daher K+S und die Niedersächsische Bergbehörde auf, die Abdeckung der Kalihalde mit REKAL-Material unverzüglich zu beenden. Spätestens in der Berufungsinstanz zu dem genannten Klageverfahren wird das Thema jedoch ohnehin wieder erörtert werden müssen. Man darf dann auf die Würdigung des Vorfalls vom 27. August durch das OVG Lüneburg gespannt sein.

Mehr Informationen auf der website www.bund-hannover.de unter Themen: „Bergbaufolgen“. Der BUND hat die Region Hannover heute offiziell zu dem Vorfall befragt. Die Fragen an die Region Hannover sind auch auf der Website des BUND zu finden.
ViSdP.: Sibylle Maurer-Wohlatz  dienstlich (0511) 66 00 93, mobil:  (0176) 63 29 83 93
e-Mail: bund.hannover@bund.net

Mittwoch, 5. Mai 2010

der bürger wird verdummt

wir werden täglich schlechter informiert durch die medien.
jetzt sind geheime mitschnitte aus kopenhagen aufgetaucht, die zeigen sollen, dass china die klimaziele blockiert.
so einfach ist das problem aber nicht, und die öffentlichkeit wird hier definitiv wissentlich falsch informiert.
ist denn tatsächlich china der gewinner des freihandels?
ein großteil der profite chinas geht an die global player, die teilweise in südostasien sitzen, in hongkong, singapur, thailand, taiwan.
es heißt zwar "made in china", aber es ist keinesfalls "made by china".
china lebt von einer geliehenen stärke.
was passiert, wenn die schübe der ausländischen direktinvestitionen wieder abgezogen werden?
wenn jetzt china den westen an seine historische klimaschuld erinnert, tun die dezenten chinesen dies nie vor laufender kamera.
erst durch ein versehen kam jetzt dieses kopenhagen-band ans licht, und sofort wird es einseitig gegen china verwendet.
es ist effektiv so, dass die chinesen pro kopf noch einiges an umweltverschmutzung gegenüber dem westen gut haben, selbst wenn sie viel stahl produzieren.
der nämlich ist für die erste welt und reduziert die emissionen im westen.
das heißt im klartext, wenn der himmel über dem ruhrgebiet wieder klar wird, dann liegt das nur an den nach china augelagerten stahlproduktions-emissionen, die nun dort den himmel verdunkeln.
insbesondere die usa und china sind völlig von einander abhängig.
und wenn die usa darauf hinweisen, dass china seine militärischen seewege aufrüstet, dann sollten sie auch erwähnen, dass an diesem punkt der seewege (insbesondere bei singapur) china äußerst verletzlich ist.
china ist das kleinste land der welt, wenn es nach ressourcen pro kopf geht.
deshalb ist das land in afrika und lateinamerika auf ressourcensuche.

Samstag, 24. April 2010

Maut und Öko-Steuer

Der hannoversche Umweltmediziner Dr. Klaus Borcherding (www.praxis-borcherding.de) schreibt in seinem neuesten Newsletter:
Vielleicht haben Sie in den Medien gelesen, dass das Umweltbundesamt eine Maut für Pkw in Deutschland befürwortet.
Natürlich möchte niemand für das Fahren mit dem Auto noch mehr bezahlen.
Wer allerdings fundiert mitreden möchte, sollte einmal in das entsprechende Hintergrundpapier des Umweltbundesamtes werfen, das knapp und übersichtlich gestaltet ist.

Das Umweltbundesamt fast seine Position zusammen mit: "Rund 47 Milliarden Euro der vom Pkw-Verkehr verursachten Kosten sind zurzeit nicht durch die erbrachten Steuern und Abgaben gedeckt.
Eine fahrleistungsabhängige Pkw-Maut für das gesamte Straßennetz könnte diese Lücke schließen und umweltfreundlichere Mobilität fördern."

Broschüre des Umweltbundesamtes
Leitfaden "Effizienter Fuhrpark - kostengünstig, umweltschonend, zukunftssicher"
Link: http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3929.pdf

Ohnehin hat es die Seite des Umweltbundesamtes verdient, lobend erwähnt zu werden. Neben vielen Fachartikeln gibt es dort viele interessante Informationen für den Verbraucher, die man sich herunterladen kann, z. B. über Batterien, Drucker, Farben und Reinigungsmittel.
Auf meine Nachfrage hin plädiert Borcherding doch mehr für eine Erhöhung der Öko-Steuer, da diese leichter zu erheben sei und sich sehr gut als Steuerung zur "Bestrafung" der energiefressenden Autos einsetzen lässt.
"Eine Maut würde eigentlich viel zu viel administrativen Aufwand erfordern. Ich halte die Kosten für den Transport für zu gering, da sie nicht alle Folgekosten decken.
Da alle vom Warenverkehr profitieren, auch die, die kein Auto besitzen, sollte ein Teil der Kosten für den Verkehr schon die Allgemeinheit tragen, aber weniger als derzeit.
Der ADAC postuliert hier gerne das Recht auf Mobilität.
Aber der Staat hat nur darauf zu achten, dass jemand seine Rechte wahrnehmen kann, ist aber nicht verpflichtet, die Kosten dafür zu übernehmen.
So kann zwar jeder seine Meinung frei äußern, die Kosten jedoch diese zu publizieren, müssen selber aufgebracht werden.
Natürlich fühlen sich Menschen in ländlichen Regionen durch höhere Kosten für das Autofahren benachteiligt, aber einerseit ist die weitere Zersiedelung der Landschaft nicht sinnvoll, andererseits würde dann mehr Bürger auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen wollen, so dass sich ein engmaschigeres Bus- oder Bahnnetz wieder lohnen würde."

Montag, 10. August 2009

damned adam

respekt vor der schöpfung?
heute morgen lief wieder ein bediensteter des grünflächenamtes mit ohrenbetäubendem lärm umher, der aus seiner handlichen umhänge-pustemaschine dröhnte, um etwas staub vorm ujz glocksee mit viel treibstoff wegzublasen. billiger als fegen, würde das gartenamt auf eine kritische anfrage wohl antworten.
tja, als gott starb, rief er noch: Adam, mach kein' scheiß. aber adam war schon unterwegs zur dönerbude und hörte nur noch: adam, machs schön scharf (zitat hagen rether).
dann hörte ich noch das gespräch zweier männer, die durch meine straße gingen, festplatten könnten jetzt per internet zugeschaltet werden, das spare erheblich arbeitskräfte...
nächstenliebe?