Posts mit dem Label medizin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label medizin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 18. August 2017

Meine Fragen dazu: Und wenn diese Geräte nun für Attacken missbraucht werden? Und gibt es denn so häufig Herzstillstand?ip

DRK-Landesverband Niedersachsen hat Defibrillatoren-Suche als Gewinnspiel gestartet

Im Vorfeld des Welt-Erst-Hilfe-Tages, der dieses Jahr am 9. September stattfindet, hat der DRK-Landesverband Niedersachsen ein Gewinnspiel gestartet, um die Bevölkerung für die Nutzung von AED-Geräten zu sensibilisieren.
AED ist die Abkürzung für „Automatisierter Externer Defibrillator“. Es ist ein Gerät, das im Notfall Leben rettet. Defibrillatoren hängen an vielen öffentlich zugänglichen Plätzen und können von jedem im Notfall benutzt werden, um bei Herz-Kreislauf-Stillstand den „Schock für's Leben“ abzugeben. Die Bedienung ist ganz einfach, denn das Gerät sagt an, was zu tun ist.
Wer ein solches Gerät z. B. in einem Einkaufszentrum, einer Behörde, an einem öffentlichen Platz oder einer Haltestelle findet, bitte
  1. Foto von dem AED-Gerät machen.
  2. Genauen Standort ermitteln.
  3. Foto vom AED, Standortangabe und Kontaktdaten per WhatsApp oder E-Mail senden an:
    0162 6657517 oder aed-suche@drklvnds.de
Einsendeschluss ist der 10. September 2017.
Unter allen Einsendern (mit vollständigen und korrekten Angaben) verlosen wir u. a. ein Wellness-Wochenende für zwei Personen in Bad Pyrmont, ADAC-Fahrsicherheitstrainings, freien Eintritt für die Autostadt Wolfsburg, Powerbank und Erste-Hilfe-Taschen für unterwegs.
Gleichzeitig tragen die Teilnehmer dazu bei, dass die Geräte im Notfall schneller zu finden sind. Denn wir können mit den Angaben die bundesweite Erfassung von Defibrillatoren z. B. über definetz.de unterstützen.
Um die Hemmschwelle abzubauen, einen AED im Notfall anzuwenden, wird das DRK auch am Welt-Erste-Hilfe-Tag und am Entdeckertag, also am 9. und 10. September 2017, in Hannover auf dem Ernst-August-Platz von 10 bis 18 Uhr mit vielfältigen Angeboten und Aktionen rund um das Thema Erste Hilfe u. a. die Nutzung von Defibrillatoren zeigen.

Anmerkung Redaktion: Als meinem mitreisenden im kalten Keller des Vatikans schwummerig wurde, hat er sich in eine Ecke gesetzt und abgewartet. Haengt da heute ein defillibrator? Nee, defibrillator,tschuldigung...

Dienstag, 18. Oktober 2011

KRH Psychiatrie Wunstorf eröffnet Tagesklinik in Hannover-Linden

16 teilstationäre Behandlungsplätze für Alkohol- und Medikamentenabhängige

Für Alkohol- oder Medikamentenabhängige sowie für Patienten, die neben ihrer Sucht an psychischen Störungen wie zum Beispiel Depressionen und Psychosen leiden, gibt es in Hannover-Linden ein neues teilstationäres Therapieangebot. In der Deisterstraße 17 B, unweit des Schwarzen Bären, wird am 19. Oktober 2011 die Tagesklinik Deisterstraße mit zunächst 16 Behandlungsplätzen eröffnet, die vom psychiatrischen Fachkrankenhaus KRH Psychiatrie Wunstorf betrieben wird. „Patienten aus Hannover, die bislang in Wunstorf behandelt wurden, können nun wohnortnah versorgt werden“, betont KRH Geschäftsführer Norbert Ohnesorg.

Die Tagesklinik ergänzt das breit gefächerte Therapiespektrum der mit 440 Betten größten Psychiatrieklinik in der Region Hannover. Die Einrichtung in der Deisterstraße ist die erste Tagesklinik der KRH Psychiatrie Wunstorf im hannoverschen Stadtgebiet. Drei weitere Tageskliniken (Allgemeinpsychiatrie, Gerontopsychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie)  betreibt das psychiatrische Fachkrankenhaus in Wunstorf.  Die südlichen Stadteile Hannovers gehören zum Versorgungssektor der KRH Psychiatrie Wunstorf.

Ein  multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen, Pflegekräften und Sozialarbeitern kümmert sich in der Tagesklinik Deisterstraße um die Patienten. Entzugsbehandlung,  Motivation zur Suchtmittelabstinenz und Behandlung begleitender psychischer Erkrankungen stehen im Mittelpunkt der Therapie. Neben Gruppentherapie unter Einbeziehung der Alltagsrealität der Patienten zählen u. a. Bewegungstherapie und Entspannungstraining zum Behandlungsprogramm.

Therapiezeit ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, die Behandlung dauert in der Regel zwischen drei und sechs Wochen.  Die Tagesklinik kooperiert mit einer Praxis für Ergotherapie, die ebenfalls in der Deisterstraße 17 B neu eröffnet wird. Die Ergotherapiepraxis ist eine neue Betriebsstätte der KRH Psychiatrie Langenhagen, die neben Ergotherapie auch praktisches Training zur Wiedereingliederung in den sozialen und beruflichen Alltag der Patienten bietet. Die KRH Psychiatrie Langenhagen und die KRH Psychiatrie Wunstorf gehören zur kommunalen Gruppe Klinikum Region Hannover (KRH).

Dies ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.

Dienstag, 12. Juli 2011

Diabetes: Männer und Frauen ticken anders

Studie der Klinik Niederrhein in Bad Neuenahr und der MHH zeigt, dass unterschiedliche Rehamaßnahmen sinnvoll sind

Ist Diabetes gleich Diabetes? Welche Rolle spielen Genderaspekte in der medizinischen Rehabilitation? Diese Fragen untersuchte Dr. Gundula Ernst, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Medizinischen Psychologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in einer Studie mit 411 zuckerkranken Patienten. Gemeinsam mit dem Diabetologen Dr. Peter Hübner, Oberarzt an der Klinik Niederrhein, verglich sie die körperliche, psychische und soziale Situation der Betroffenen, zu 75 Prozent Männer, zu 25 Prozent Frauen. Alle waren in der Rehaklinik in Bad Neuenahr-Ahrweiler behandelt worden, einem Haus der Deutschen Rentenversicherung, die das Projekt fördert. Untersucht wurden die Patienten bei Rehabeginn, bei Entlassung und ein Jahr später.
 
Das Ergebnis: In allen Bereichen zeigten sich deutliche Unterschiede. "Danach sollten sich auch Therapien und Trainings in der Rehabilitation richten", fordert Dr. Ernst. So kämpften die 105 beteiligten Diabetikerinnen etwa deutlich stärker mit krankhaftem Übergewicht, dessen Verringerung die Stoffwechsellage in der Regel verbessert. 40 Prozent der Frauen gaben zudem an, keinen Sport zu treiben. Bei den Männern waren es immerhin "nur" 34 Prozent. Bei Fragen zur Krankheitsbewältigung, zur Lebensqualität, zu Ängsten und Depressivität zeigten sich die Diabetikerinnen wesentlich stärker belastet als ihre Mitpatienten. Sie fühlten sich durch die nötige Ernährungsumstellung überfordert und mit der Krankheit allein gelassen. "Die Patientinnen beklagten immer wieder die Mehrfachbelastung durch Arbeit, Haushalt und Familie, zum Teil mit pflegebedürftigen Angehörigen", berichtet Dr. Ernst. Viele Frauen fühlten sich "völlig erschöpft". 
"Beeindruckt hat uns vor allem die soziale Kluft in Ausbildung und Beruf", erklärt die Wissenschaftlerin. Rund Dreiviertel der Männer waren als Facharbeiter oder für Angestelltentätigkeiten qualifiziert und vollzeitig berufstätig. Etwa der gleiche Anteil bei den Frauen hatte keine Berufsausbildung, sondern war an- oder ungelernt und häufig ihn Teilzeitjobs tätig. Dabei lebt jede dritte Diabetikerin allein. "Eine bedrückende sozialmedizinische Situation", fasst Dr. Hübner zusammen. "Es leuchtet ein, dass die Diabetikerinnen daher mit großer Besorgnis in ihre berufliche Zukunft blickten", sagt der Klinikarzt. Reha-Teams sollten sich deshalb nicht dazu verleiten lassen, den ohnehin schwachen Berufsbereich zu vernachlässigen, sondern umso konsequenter sozialmedizinische Beratung und Unterstützung anbieten.

Die psychosozialen Belastungen müssten insgesamt bei den Frauen stärker in den Mittelpunkt der Behandlung rücken, raten die Forscher. Typische geschlechtsspezifische Stressfaktoren sollten in den Seminaren zur Stressbewältigung - vielleicht sogar in gesonderten Gruppen - vermehrt einbezogen werden. Sportabstinente Frauen könnten durch spezifische Themen wie Problemzonen, Osteoporose, Beckenbodentraining oder Entspannung motiviert werden. In der Ernährungsberatung wären vorrangig praktische Angebote wie die Lehrküche sinnvoll, da die Patientinnen meist genügend Grundlagenwissen über Nahrung mitbrächten.
 
Auch bei Nachsorgeangeboten müsste die geschlechtstypische Lebenssituation einfließen. So befürchteten die befragten Diabetikerinnen häufig, dass Nachsorgetermine sie noch mehr belasten würden. Eine "Intervallrehabilitation" mit Nachsorgewoche in der Klinik wurde eher als Zusatzbelastung eingestuft. "Besser eignen sich wohnortnahe Angebote zu passenden Zeiten", betont Dr. Ernst. Auch für nachsorgende Telefongespräche konnten sich Frauen wenig erwärmen. Männer waren dagegen stärker interessiert, Nachsorgeangebote der Klinik zu nutzen und sogar auch bereit, über sensible Themen wie sexuelle Probleme als Folge von Diabetes mit einer Fachkraft am Telefon zu sprechen. "Eine intensivierte Nachsorge mit Zusatzwoche und Telefonaten trifft den Bedarf und das Interesse von Männern mit klassischer Erwerbsbiografie", hält Dr. Ernst fest. Für Frauen sollten die Nachsorgeangebote abgewandelt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.forschung.deutsche-rentenversicherung.de > Rehawissenschaftliches Kolloquium >Tagungsband S. 432-433 und >Präsentationen>Sessions>Gastroentereologische Rehabilitation oder per mail bei ernst.gundula@mh-hannover.de.
 
Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt

Montag, 6. Juni 2011

Neuer Förderpreis Depression bei Kindern und Jugendlichen

Schirmherr Harald Schmidt:
Unser Schirmherr - Herr Harald Schmidt

Vier Millionen Depressive in Deutschland - das kann nicht nur am Fernsehprogramm liegen!

Zu unseriöser Einstieg in ein ernstes Thema? Genau darum geht es.
Um den Unterschied zwischen total depri sein, wenn der neue SUV mit den falschen Fußmatten ausgeliefert wird,
und einer ernst zu nehmenden Volkskrankheit.

Das Erkennen der Symptome und die mögliche Behandlung der Krankheit soll einer großen Öffentlichkeit
vermittelt werden. Aus diesem Grund engagiere ich mich in der Stiftung.

Ausschreibung:
Carlsson Wedemeyer-Förderpreis der Stiftung DeutscheDepressionshilfe 2011
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe fördert versorgungsnahe Forschung zu Depression bei Kindern und Jugendlichen mit einem Preis
Der Carlsson Wedemeyer-Förderpreis der Stiftung Deutsche Depressionshilfe (Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Ulrich Hegerl) wird im Jahr 2011 zum ersten Mal vergeben. Ausgezeichnet werden wegweisende wissenschaftliche Anträge aus klinischer und psychosozialer Forschung zu depressiven Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe möchte mit diesem Preis Forschungsvorhaben zur optimierten Behandlung und Versorgung depressiv erkrankter Kinder und Jugendlicher fördern, auszeichnen und hervorheben. Der Preis soll als Anschubfinanzierung für das vorgeschlagene Projekt dienen.
Der Carlsson Wedemeyer-Förderpreis der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist mit 10.000 Euro dotiert
Der Preis wird am 2. Oktober 2011 in Leipzig im Rahmen des von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe veranstalteten „1. Patientenkongresses Depression“ verliehen.
Das Preisgeld ist gebunden an die Erforschung der Krankheit Depression bei Kindern und Jugendlichen. Teilnahme- und vorschlagsberechtigt sind Wissenschaftler aller interessierten Disziplinen sowie Mitglieder von wissenschaftlichen Institutionen und Fachgesellschaften.
Über die Zuerkennung des Preises entscheidet ein fünfköpfiger Ausschuss aus Mitgliedern der Stifter, des Vorstandes und der Geschäftsführung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe; sie erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.
Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 15. August 2011 in elektronischer Form (pdf-Datei) an die Stiftung Deutsche Depressionshilfe mit folgenden Unterlagen: Kurzfassung des geplanten wissenschaftlichen Projektes (max. 10 Seiten), die den Forschungsansatz, die Behandlungsziele und den Projektplan skizziert, wissenschaftlicher Lebenslauf und Publikationsverzeichnis optional).

Kontakt:
Frau PD Dr. Christine Rummel-Kluge Geschäftsführerin der Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Semmelweisstraße 10, 04103 Leipzig Tel.: 0341/972 44 93, Fax: 0341/972 45 99
info@deutsche-depressionshilfe.de http://www.deutsche-depressionhilfe.de/
Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Depression erforschen – Betroffenen helfen – Wissen weitergeben
Ziel der Stiftung Deutsche Depressionshilfe (Nachfolge des Kompetenznetzes Depression, Suizidalität) ist es, einen wesentlichen Beitrag zur besseren Versorgung depressiv erkrankter Menschen und zur Reduktion der Zahl der Suizide in Deutschland zu leisten.
Forschungsförderung und Aufklärungsaktivitäten zum Thema Depression sollen dazu beitragen, Betroffenen zu einer optimalen Behandlung sowie mehr Akzeptanz in der Gesellschaft zu verhelfen.

Sonntag, 30. Januar 2011

Warum gerade ich?


Eine Krebserkrankung wirft viele Fragen auf und neue Probleme entstehen –
5. Krebsinformationstag in Hannover liefert Antworten

Warum gerade ich? Was kann ich tun? Wie entlaste ich meine Beziehung? Hilft mir die neue Therapie? Was hilft gegen die Nebenwirkungen? Bekomme ich wirklich die beste Therapie ? …
Viele Antworten, individuelle Gesprächsmöglichkeiten und jede Menge Informationen und Kontakte bietet der Krebsinformationstag am 12. Februar 2011 im Hannover Congress Centrum (HCC), für den Aygül Özkan, Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit, Integration die Schirmherrschaft übernommen hat. Mit dem inzwischen fünften Kebsinformationstag seit 2003 in Hannover wird erneut die größte Informationsveranstaltung für Tumorpatienten in Niedersachsen sowie weit darüber hinaus angeboten.
90 Referenten: Onkologen, Psychoonkologen und andere Krebsexperten sowie zahlreiche erfahrene Vertreter von Selbsthilfeorganisationen stellen sich bei der Neuauflage des Krebsinformationstages in Hannover den Fragen der Besucher und bieten Informationen aus erster Hand. Das alles kostenlos.

Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.

Dienstag, 28. September 2010

Leben mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Crohn & Colitis-Tag: MHH bietet für Betroffene und Angehörige Arzt-Patienten-Seminar und Round-Table-Gespräch an

Rund 300.000 Menschen sind in Deutschland von einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) betroffen. Anhaltender Durchfall, Bauchschmerzen und Kraftlosigkeit sind die Symptome, wenn sich der menschliche Verdauungstrakt entzündet. Meistens treten Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr und somit in einer der aktivsten Lebensphasen auf.

Mit dem Crohn & Colitis-Tag haben das Kompetenznetz Darmerkrankungen und die Deutsche Morbus Crohn / Colitis Ulcerosa Vereinigung e. V. (DCCV) diesen Erkrankungen einen bundesweiten Aktionstag gewidmet. Zu diesem Anlass lädt die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) unter der Leitung von Professor Dr. Michael P. Manns in Kooperation mit der DCCV Betroffene und Angehörige zu einem Arzt-Patienten-Seminar mit anschließendem Round-Table-Gespräch ein.

Das Arzt-Patienten-Seminar sowie das anschließende Round-Table-Gespräch für Betroffene und Angehörige finden statt am

Mittwoch, 13. Oktober 2010
Von 17.15 bis 19.00 Uhr
Hörsaal R, Gebäude I6, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover.

Es gibt Vorträge zu den Themen neue diagnostische Methoden, klassische und komplementäre Therapien, Ernährung und Psychosomatik. Die nachfolgende Diskussionsrunde ist mit Vertretern der Patienten, der Krankenhausärzte, der niedergelassenen Ärzte, der Krankenkassen sowie des Kompetenznetzes und der DCCV hochkarätig besetzt, im Fokus wird eine Optimierung der Versorgung von CED-Patienten stehen. "Vor allem bei einem komplizierten Verlauf gehören CED-Patienten in spezialisierte Hände, die über die neuesten diagnostischen und therapeutischen Methoden verfügen", sagt Professor Manns.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Privatdozent Dr. Oliver Bachmann, Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, unter Telefon (0511) 532-3160, E-Mail bachmann.oliver@mh-hannover.de.
Das Programm finden Sie hier www.crohn-colitis-tag.de.


Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.

Freitag, 28. Mai 2010

Exkurs über die neuen Alten

Die chemische Industrie macht unser täglich Brot so haltbar, dass es auch noch einen Monat später verzehrfähig ist.
Sie scheint auch das Menschenleben enorm zu verlängern, denn künftigen Gengerationen wird bereits jetzt ein Lebensalter von 100 Jahren vorhergesagt.
Meine 80jährige Verwandte aus England, die über Pfingsten zu Besuch war, witzelte charmant, intelligent und selbstironisch: "They are recycling me" und meinte die moderne Medizin.
Und über ihren möglichen Status als medizinisches Versuchskaninchen: "They are using me like a guinea pig".
Hab' ich nicht gesagt, aber kann man so sagen.
Sie hatte einen umfangreichen Medikamentenkoffer dabei, den sie regelmäßig benutzte, beängstigend schnaufende Atemnot, konnte sehr sehr schlecht laufen, betonte aber stets ihre Unabhängigkeit.
Auf den Hinweis, ihr Koffer sei doch viel zu schwer, kam nur: "Ich muss ihn doch nicht tragen."
Auf "Du kannst nicht mehr allein reisen" die Antwort: "Wozu ist denn das Service-Personal da, die erhalten ihren Job durch mich".
Diese neuen Alten sehen sich selbstbewusst als potente Konsumenten, die Tourismusindustrie hat sie natürlich auch bereits als lukrative Zielgruppe entdeckt ("Best Agers") und mir scheint bei den Fällen, die ich in meinem direkten Umfeld erlebe, dass es ihnen an jeglicher (falscher?)Bescheidenheit mangelt.
Ich und weitere betroffene Gastgeber fielen jedenfalls erschöpft aufs Sofa, als sie endlich wieder abgereist war.
Wir sind erledigt, fertig, Ticktack-Oma und -Opa gehören der Vergangenheit an.
Der nicht mehr recycelbare Rest wird in den Altenheimen ruhiggestellt.

Freitag, 21. November 2008

Mythos
Cholesterin

Cholesterin gilt als gefährlich für die Arterien. Zu viel davon in der Nahrung oder im Blut soll zum Herzinfarkt oder zum Schlaganfall führen. Aber die Cholesterin-Theorie ist aufgrund einer Fülle von Befunden so nicht mehr zu halten.
Funktion
des Cholesterin
Cholesterin ist für Menschen und Tiere ein lebenswichtiger Stoff. 1 bis 2 Gramm werden jeden Tag hergestellt, nur 0,1 bis max. 0,5 Gramm täglich mit der Nahrung aufgenommen. Je mehr wir mit der Nahrung aufnehmen, desto weniger produziert unser Körper davon.
Arterienverkalkung
Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Entzündung in der Mittelschicht der Arterien. Diese Schicht quillt auf und es lagern sich Fettsäuren und Cholesterin ein. Zunächst kann sich diese Veränderung wieder zurückbilden, später wird sie durch Kalkbildung irreversibel.
Durch Einrisse oder Rauigkeiten an der inneren Oberfläche der betroffenen Arterie können sich Blutgerinnsel bilden, die dieses Gefäß verstopfen und so einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.
Geburt der Cholesterin-Theorie
Sie stützte sich auf folgende Beobachtungen:
• In den Arterienverkalkungen finden sich reichlich Cholesterin-Einlagerungen.
• Bei einer angeborenen Krankheit mit sehr hohen Cholesterin-Werten im Blut, treten schon ab dem 30. Lebensjahr Arterienverkalkungen und Herzinfarkte auf.
Erste Zweifel
an der Theorie
• Bei der angeborenen Erkrankung mit den sehr hohen Cholesterinwerten treten Herzinfarkte zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr sehr häufig auf. Wer jedoch das Alter von 60 erreicht, hat danach ein viel niedrigeres Herzinfarktrisiko, obwohl die Cholesterinwerte weiterhin unverändert hoch bleiben.
• 1936 untersuchten 2 New Yorker Gerichtsmediziner jeden Leichnam, der ihnen wegen eines unnatürlichen Todes zur Untersuchung geschickt wurde, sehr genau auf das Ausmaß der Arterienverkalkung. Es ergab sich dabei kein Zusammenhang zwischen dem Cholesterin im Blut und dem Grad der Arterienverkalkung.
Cholesterin und
Herzinfarktrisiko
Hierzu sind viele Studien ausgewertet worden:
• Cholesterin in der Nahrung:
Es findet sich statistisch nur ein schwacher Zusammenhang: Wenn mehr Cholesterin verzehrt wird, steigt die Herzinfarktrate im Durchschnitt leicht an. Allerdings sind die Befunde sehr widersprüchlich: In Ost-Finnland ist die Herzinfarktrate deutlich höher als in West-Finnland oder auf Korfu höher als auf Kreta, obwohl sich der Lebensstil und die Ernährungsgewohnheiten jeweils nicht unterscheiden. Oder in der Schweiz ist der Fettverzehr nach dem Kriege gesteigen, die Zahl der Herzinfarkte jedoch gesunken.
• Cholesterin im Blut
Aus einer Vielzahl von Untersuchungen ergibt sich: Nur für Männer unter 45 Jahren ist das Cholesterin im Blut ein sehr schwacher Risikofaktor für einen Herzinfarkt. Dies gilt nicht für ältere Männer und überhaupt nicht für Frauen.
Risikofaktor = Ursache?
Wenn sich statistisch eine Eigenschaft als Risikofaktor herausstellt, bedeutet das nicht, dass damit die Ursache gefunden worden wäre. Die Statistik kann einen Zusammenhang nur rechnerisch beschreiben.
Ein Beispiel hierzu: Der Schaden, der bei einem Feuer entsteht, ist in der Regel umso höher, je mehr Feuerwehrleute an der Löschung beteiligt waren. Die Zahl der Feuerwehrleute ist - rein statistisch gesehen - ein Risikofaktor, aber nicht die Ursache für die Schadenshöhe.
Weniger Cholesterin = weniger Herzinfarkte?
Wenn das Cholesterin tatsächlich eine Ursache der Arterienverkalkung wäre, müsste eine Verringerung dieser Substanz - in der Nahrung oder im Blut - eine messbare Reduktion der Zahl der Herzinfarkte oder Schlaganfälle bewirken.
• Cholesterinsenkung durch Diät:
Weltweit gab es rund 60 Studien dazu: Eine cholesterinarme Diät senkt weder das Cholesterin im Blut noch die Rate der Herzinfarkte.
• Cholesterinsenkung durch Medikamente:
Bei Studien mit der neusten Substanzgruppe, der Statine ergab sich:
o Behandelt man Menschen, die bis auf einen erhöhten Cholesterinspiegel gesund sind, sinkt die Herzinfarktrate tatsächlich leicht ab. Aber die Gesamtsterblichkeit bleibt gleich, d.h. die Lebenserwartung wird nicht verlängert! Die Behandlung lässt die Menschen zwar weniger am Herzinfarkt erkranken, dafür sterben sie an anderen Erkrankungen und leben auch nicht länger.
o Behandelt man Menschen, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, dann zeigt sich eine sinnvolle Wirkung: Es sinken die Zahl der Herzinfarkte, die Sterblichkeit durch die Herzerkrankung und auch die Gesamtsterblichkeit. Die Behandlung wirkt sich für etwa 3 bis 5 % der Behandelten positiv aus.
Jedoch: Der positive Effekt der Medikamente ist völlig unabhängig sowohl von der Höhe des Cholesterinspiegels im Blut als auch von der erreichten Cholesterinsenkung. Das spricht dafür, dass diese Medikamente gar nicht durch die Cholesterin-Senkung wirken, sondern über andere Eigenschaften wirken, nämlich ihre antientzündlichen und blutdrucksenkenden Effekte.
Die Medikamente verringern als Nebenwirkung die Produktion von Coenzym Q10, das für die Herzleistung wichtig ist.
Warum hält sich
die Cholesterin-Theorie so beharrlich?
Die erste große Studie zu diesem Thema wurde in den USA 1948 aufgelegt. Die veröffentlichten Statistiken waren beeindruckend: Je höher das Cholesterin, desto mehr Herzinfarkte.
Leider stellte sich erst 20 Jahre später nach Abschluss der Studie heraus, dass sie gefälscht waren. Tatsächlich war auch hier nur für Männer bis 45 Jahre das Cholesterin ein schwacher Risikofaktor für Herzinfarkte. Da diese Studie aber bis dahin ein hohes Ansehen genoss, beeinflusste sie nachhaltig die Fachwelt.
Die Nahrungsmittelindustrie stellte sich mit fett- und cholesterinarmen Produkten darauf ein. Und die Pharmaindustrie entwickelte cholesterinsenkende Medikamente. Beide Gruppen haben ein lebhaftes wirtschaftliches Interesse daran, dass Cholesterin weiterhin als schädlich gilt.
Nach Untersuchungen aus den USA haben Hochschullehrer der Medizin zu 80 % wirtschaftliche Interessenkonflikte, weil sie von Pharma- oder Nahrungsmittelfirmen Gutachten- und Forschungsaufträge oder Beratungs- und Vortragshonorare erhalten. Die Zahlen kann man ohne Weiteres auf Deutschland übertragen. Transparency International spricht hier sehr drastisch
Zusammenfassung:
1. Cholesterin ist nicht die Ursache der Arterienverkalkung und auch nicht von Herzinfarkt und Schlaganfall.
2. Eine cholesterinarme Diät ist ohne Nutzen.
3. Die Gabe von Medikamenten zur Cholesterinsenkung ist nur sinnvoll,
a. wenn Beschwerden durch Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße bestehen,
b. wenn sich ein Herzinfarkt oder Schlaganfall ereignet haben - zur Vorbeugung eines weiteren.
4. Wer cholesterinsenkende Medikamente einnimmt, sollte seinen Coenzym Q10-Spiegel überprüfen lassen.
Weitere Informationen:
• Im Internet: de.wikipedia.org/wiki/Cholesterin
• U. Ravnskov: Mythos Cholesterin, Hirzel Verlag Stuttgart
• U. Pollmer, S. Warmuth: Lexikon der populären Ernährungsirrtümer, Piper Verlag München
© 2008
Dr. med. Klaus Borcherding, Hannover, alle Rechte vorbehalten.
Wichtiger Hinweis: Die Informationen geben die Erfahrungen des Autors und den medizinischen Wissensstand am Ausgabedatum wieder. Durch die Weiterentwicklung der medizinischen Erkenntnisse kann ein Teil der Informationen mit der Zeit überholt sein. Daher können sie eine aktuelle ärztliche Beratung und Behandlung nicht ersetzten.
Gemeinschaftspraxis Dres. Borcherding, GbR
Dr. med. Klaus Borcherding
Facharzt für Innere Medizin
Homöopathie, Umweltmedizin
Orthomolekulare Medizin
Dr. med. Ingrid Borcherding
Ärztin – Homöopathie, Naturheilverfahren
Bödekerstraße 90,
30161 Hannover
Telefon: (0511) 62 70 25
Telefax: (0511) 66 55 67
E-Mail:
kontakt@praxis-borcherding.de
Internet:
www.praxis-borcherding.de