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Samstag, 9. Januar 2010

verursacherprinzip

angesichts der möglichen schneeschmelze drängt sich wieder der hannoversche flaschenhals ihme-zentrum ins bewusstsein.
wie kann man denn direkt an einem fluss parkgaragen bauen?
die calenberger neustadt soll nun einen riesigen krater gegraben bekommen, bestraft für generationen, um das wasser vom flaschenhals fern zu halten.
und diese fernhaltungsmaßnahme betrifft meiner meinung nach auch die dahinter richtung linden liegenden bauten der wohnungsbaugenossenschaft ostland, denn dort war vor deren baubeginn auch ständig ein überschwemmungssee zu sehen.
sogar in der oeltzenstraße, auf der anderen seite richtung city also, mussten bauherren, die einen kleinen neubau errichten wollten, unvorhergesehenermaßen eine wanne für die fundamente errichten, wegen der nahegelegenen leine.
unwissen schützt vor strafe nicht, wer wissen wollte, wie einst die "insel calenberger neustadt" von wassergräben durchzogen war, brauchte eigentlich bloß die städtischen modelle im foyer des rathauses zu besichtigen.
es ist nicht allein der wetterkrieg daran schuld, es ist auch die ignoranz natürlicher verhältnisse, die hier natur zerstört, um miserable beton-bausubstanz zu schützen.
aber wer wird denn nun bestraft? doch wieder nur diejenigen, die eigentlich völlig unschuldig an der situation sind, die umliegenden bewohner, und die steuerzahler.

mein vorschlag: die tiefgaragen des ihme-Zentrums, deren benutzung ohnehin eine mutprobe ist, in überschwemmungsbecken umzuwandeln.
vielleicht ließe sich damit sogar noch ein ökologischer nutzen verbinden.
aber dieser vorschlag ist natürlich in den ohren der auto-männer nichts als skandalös. aber es gibt doch ein verursacher-prinzip, und die landesbank berlin, einst als nord lb und west lb ihme-zentrums-investor, sollte diesbezüglich belangt werden.

Sonntag, 11. Oktober 2009

der flaschenhals

die hannoversche bausünde ihme-zentrum ist der flaschenhals, an dem es bei hochwasser im daran vorbeifließenden flüsschen ihme, verstärkt durch den schnellen graben, der zu einem solchen zeitpunkt bereits alle durchflussmöglichkeiten auf 100 prozent gestellt bekommt (ebenso wie die schleuse am landtag), zu kritischen situationen kommt.
nun gäbe es da zwei möglichkeiten: man macht das ihme-zentrum schön durchlässig nach linden, dies ermöglicht vermutlich die statik und die kostensituation nicht.
oder das ufer zur calenberger neustadt hin wird verändert, was nun geschehen soll.
nachdem wir anwohner mit unseren kindern 20 jahre und länger der kontamination durch das ehemalige gaswerk dieser uferseite ohne jegliche warnung überlassen waren, soll nun der baumbestand entfernt werden, was harmlos klingt, aber zu einem sich der sonnenglut darbietenden wüstenkrater führen wird.
wo jetzt eichhörnchen, eine vielfältige vogelwelt mit nächtlichen käuzchen, und im sommer der bitter nötige schatten da ist, dort roden die technokraten, die für solch romantische attitüden keinen sinn haben, nun hannovers bronx herbei.
Letzten freitag machte ein geologe grundwasserproben von dem vermutlich vergifteten grundwasser.
auf die idee eines sees für hannover bei den kiesteichen als hochwassermaßnahme angesprochen, war er bedenklich, dass durch zum beispiel die einfließende innerste, die durch bergwerkshalden im harz mit schwermetallen belastet ist, das wasser nicht stehen dürfe.
Wie ist es denn dann um den maschsee bestellt? das wäre zu recherchieren.
es sollen wohl bereits neue bäume herangezüchtet werden, aber deren klimatische auswirkung dürfte eher minimal sein. kommunikation ist alles. jeder tag zählt.

Dienstag, 15. September 2009

ratten im arbeitsamt und anderes

einfach mal ein wenig plaudern heute bei all dieser gesamtwirtschaftlichen scheiße, dem desaster, wollte ich sagen.
gestern sah ich beim gassi-gehen eine fette ratte im hauptportal des arbeitsamtes alias arbeitsagentur verschwinden und empfand dies als starkes symbol.
und vorgestern tippte eine wienerin auf ihren hannover-stadtplan und zeigte sich erstaunt, wieviel moscheen wir hier hätten. ich sagte "Wie bitte" und war verdutzt, als ich die vielen viertelmonde mit stern direkt in der innenstadt verzeichnet fand.
"ja, klar," prüfte ich, "in der stiftstraße auf dem hinterhof kenne ich schon eine moschee, aber da kommen ja frauen nicht hin und überhaupt kaum ein nicht-moslem."
jedenfalls sieht so ein hannover-stadtplan für moslems, dass er speziell für die gedacht ist, nehme ich an, echt exotisch für eine hannoveranerin aus.
es ist ja jetzt gerade ramadan, am steintor wird öffentlich gefeiert und ich erinnere mich auf angenehmste weise ans zuckerfest, wenn ebru, die freundin meiner tochter, uns mit köstlichsten, von der oma frisch zubereiteten, spezialitäten versorgte.
so, nun nächstes thema: in ricklingen liegen jetzt damm-baupläne aus gegen hochwasser, da wird die abgrabung der ihme gegenüber dem ihme-zentrum erwähnt, 40 zentimeter wasserentlastung soll die dort bringen, in ricklingen nur noch 20 zentimeter und weiter draußen gar nichts mehr. also graben sie ab, bauen hohe dämme zum schutz der rund um den edelhof in ricklingen in wahnwitziger weise dicht an dicht gebauten luxuseigenheime.
ich sag dazu erstmal nichts mehr für heute. heute ist nur plaudern angesagt.

Dienstag, 10. März 2009

no comment

vor 20 jahren gab mir jemand einen hinweis, dass der boden an der ihme gegenüber dem ihme-zentrum am ehemaligen gaswerk schwer kontaminiert ist.
ich wendete mich mit der information ans bürgerbüro stadtentwicklung in der braunstraße, das ja angeblich für solche hinweise dankbar ist und bekam nach einer weile nur die rückmeldung, an dem hinweis sei nichts dran.
jetzt muss das gelände für 20 millionen euro saniert werden...