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Montag, 26. September 2011

Museum für Energiegeschichte(n) verlängert Schau „Elektrisierend“

120 Jahre Werbung für Strom noch bis zum 22. Dezember zu sehen

Das Museum für Energiegeschichte(n) verlängert die Laufzeit der Sonderausstellung „Elektrisierend – Werbung für Strom 1890 - 2010“ um zwei Monate: Noch bis zum 22. Dezember 2011 bietet die Schau den Besuchern einen umfassenden Überblick über die Werbung für Strom in Deutschland - von den Kindertagen der Elektrizität bis in die vollelektrische Gegenwart. Zu sehen sind über 200 Exponate – darunter wertvolle Leihgaben namhafter Künstler wie Peter Behrens oder Louis Oppenheim. Großformatige Plakate, bunte Postkarten und schillernde Werbefiguren in kuriosen Filmen zeigen, womit in den vergangenen 120 Jahren das Interesse der Kunden für die Elektrizität geweckt werden sollte.

„Mutter hat jetzt Zeit für uns, denn sie kocht elektrisch“. Das Werbeversprechen der Stromanbieter in den 1930er Jahren klingt verheißungsvoll. Noch in den 1960er Jahren lockt ein Plakat für die elektrische Waschmaschine mit der Botschaft: „Mit diesem Schalter wählen Sie Freizeit“!

Zu allen Zeiten wurde für Strom geworben, aber mit deutlich unterschiedlichen Botschaften, Medien und Zielgruppen. Heute eine Selbstverständlichkeit, war die Elektrizität gegen Ende des 19. Jahrhunderts purer Luxus. Seit die ersten Glühlampen brannten oder elektrische Motoren liefen, wurde für die neue Energie die Werbetrommel gerührt. Anzeigen und Plakate, auf denen Götterfiguren aus der griechischen Mythologie die elektrische Kraft bändigen, lockten die Besucher in Elektro-Technische Ausstellungen. Sie dienten einerseits als Plattform wirtschaftlicher und politischer Interessen. Andererseits sollten sie das Publikum belehren und unterhalten. Die erste internationale Ausstellung dieser Art im Jahr 1891 in Frankfurt am Main zog bereits für die damalige Zeit sensationelle 1,2 Millionen Besucher an.
Elektrizität war zwar begehrt, in den frühen Jahren aber nahezu unerschwinglich. Erst allmählich wurden der Strom und die elektrischen Geräte billiger und damit zum Alltagsgut. Bis dahin musste die Werbung die Menschen auch zum Kauf elektrischer Geräte für den Haushalt ermuntern. „Elektrizität in jedem Gerät“ oder „Hier wirkt Elektrizität“ waren etwa die Schlagworte, mit denen die Stromwerber in den 1920er Jahren antraten. Die Plakate zeigten nun glücklich lächelnde Hausfrauen, die fast spielerisch und in eleganter Pose den elektrischen Kesselstaubsauger bedienten. Es waren zunächst die modernen Frauen der vermögenden Schichten, die überzeugt werden sollten. Elektrische Geräte zu besitzen war teuer, zeigte somit die gehobene soziale Stellung an und galt damit als erstrebenswert.

Erst in den 1960er Jahren wurde in Deutschland der weitgehend elektrifizierte Haushalt mit Kühlschrank, Wasch-Automat oder Radio- und Fernsehgerät Wirklichkeit. Auch die Ziele der Werbung veränderten sich mit der Zeit: Ging es anfangs schlicht darum, überhaupt elektrische Energie zu nutzen, traten in den 1970er Jahren Aspekte des Umweltschutzes in den Vordergrund. Seit der Liberalisierung des Strommarktes Ende des 20. Jahrhunderts liefern sich alte und neue Anbieter wahre Werbeschlachten um den begehrten Stromkunden.
Für Schulklassen und Gruppen ab 15 Teilnehmern bietet das Museum für Energiegeschichte(n) kostenlose Führungen an. Termine sollten rechtzeitig telefonisch unter (05 11) 12 31 16-3 49 41 vereinbart werden. Öffentlichen Führungen ohne Voranmeldung finden jeden ersten Freitag im Monat von 14.30 bis 16.00 Uhr statt. Die Ausstellung in der Humboldtstraße 32 in Hannover ist geöffnet von Dienstag bis Freitag von 9.00 bis 16.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos im Internet unter www.energiegeschichte.de
Die Ausstellung „Elektrisierend – Werbung für Strom 1890 - 2010“ wurde 2010 vom Umspannwerk Recklinghausen als Beitrag für das Programm der Kulturhauptstadt RUHR.2010 konzipiert und dort erstmalig im „Museum Strom und Leben“ gezeigt.
Zur Ausstellung ist ein Begleitband erschienen: „Hier wirkt Elektrizität - Werbung für Strom 1890 bis 2010“, herausgegeben von Theo Horstmann und Regina Weber, Klartext-Verlag, 29,90 Euro.

Dies ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt 

Modernisierung des Heizkraftwerks Linden

Reinigung der Kesselanlage vor der Inbetriebnahme

Der über 1.000 Tonnen schweren Dampfkessel im Heizkraftwerk-Linden ist fertig und damit sind alle wesentlichen Komponenten der neuen Gas- und Dampfturbinenanlage errichtet. Vor der ersten Inbetriebsetzung muss die Anlage gründlich gesäubert werden. 

Seit Mitte August hat enercity deshalb Kessel und Dampfleitungen einer aufwändigen Reinigungsprozedur (dem „Beizen“) unterzogen. Hierbei werden Fettrückstände und Rost mittels einer Reinigungsflüssigkeit aufgelöst und ausgespült. Zum Sammeln der Flüssigkeit dienen temporäre Becken im Hof des Kraftwerks. 

Von Ende September bis Anfang November 2011 wird an einzelnen Tagen das „Ausblasen“ der neuen Kesselanlage erfolgen. Dazu wird der Kessel mit Hilfe der Gasturbine erwärmt und produziert erstmals Dampf. Dieser Dampf muss zunächst durch provisorische Leitungen an der Turbine vorbei in die Atmosphäre ausgeblasen werden, da sich nach dem Beizen immer noch kleine Fremdpartikel in den Rohrleitungen befinden können. Das Ausblasen sorgt dafür, dass bei der zukünftigen Stromproduktion keine Fremdpartikel vom Dampf mitgerissen werden und die mit 7.700 Umdrehungen pro Minute rotierenden Turbinenschaufeln schädigen oder gar zerstören.

Der mit dem Ausblasen verbundenen, ausnahmsweise höheren Geräuschentwicklung wirkt enercity entgegen. Der ausgeblasene Dampf wird durch Eindüsung großer Wassermengen heruntergekühlt. Die daraus resultierende Volumenverringerung senkt die Geschwindigkeit des Dampfes und der Lärmpegel ist deutlich geringer. Unvermeidbare Dampfaustrittsgeräusche werden allerdings während dieser Zeit an einzelnen Tagen für mehrere Stunden hörbar sein. 

Je nach Wetterlage ist diese Maßnahme durch das Aufsteigen einer weißen Wolke sichtbar. Es handelt sich hierbei lediglich um harmlosen Wasserdampf. Leider wird es nicht vollständig zu vermeiden sein, dass im Zuge der oben beschriebenen Maßnahmen, je nach Windrichtung akustische Beeinträchtigungen entstehen können. 

Bereits heute bedankt sich enercity für das Verständnis der Anwohner. Zum nächsten Jahr wird das modernisierte Wahrzeichen Lindens neu präsentiert, das zukünftig noch stärker mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung zur Versorgungssicherheit in Hannover beitragen wird.

Ziel der Modernisierung ist eine Leistungssteigerung der Anlage um rund 130 MWel auf 230 MWel bei der Stromproduktion. Die Fernwärmeleistung wird ebenfalls von 90 auf 180 MWth erhöht. Damit bekennt enercity sich klar zur Kraft-Wärme-Kopplung und Fernwärmeversorgung für Hannover. Durch höchste Wirkungsgrade und durch Verwendung von Erdgas als Brennstoff werden CO2-Einsparungen von über 200.000 Tonnen pro Jahr erreicht. Der Umbau im Heizkraftwerk Linden ist die derzeit wirksamste Maßnahme im Rahmen des Klimaschutzaktionsprogramms mit der Landeshauptstadt Hannover (Klima-Allianz 2020).
 
Dies ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt 

Sonntag, 8. Mai 2011

Nur gemeinsam können wir Probleme lösen!


2010 hatte Tokyo 37 Millionen Einwohner, Mumbai 24 Millionen, Delhi 22 Millionen, Sao Paulo 20 Millionen, New York 17 Millionen, Mexiko-City 17 Millionen.

Die Mega-Städte der Welt verbrauchten laut International Energy Agency (www.iea.org) 2006 an Kohle 2,330 Mtoe (= Megatonnen Öleinheit, Umrechnung 1 kg ÖE=10.000kcal=41,868 MJ=11,63 kWh), Nuklearer Energie 551 Mtoe, erneuerbaren Energien 12,026 Mtoe, Elektrizität 1,019 Mtoe.

Bis 2015 soll es fast 2 Millionen Elektrofahrzeuge weltweit geben.

CO2-Ausstoß in Deutschland 2002:

Energieerzeugung: 372 Mio. t
Industrie: 109 Mio. t
Verkehr: 172 Mio. t
Haushalte: 120 Mio. t
Gewerbe: 59 Mio. t
Gesamt:833 Mio. t (laut BASF-Aktiengesellschaft)

ip

Dazu Bianca Bartels von den Stadtwerken Hannover: "
Natürlich haben Sie recht, wenn Sie diese Thematik global betrachten, denn die Energiefrage, die Endlichkeit der Rohstoffe und die Gefahr von AKWs, sind letztendlich Fragen, die die ganze Menschheit betreffen.
Dennoch müssen wir erst einmal "im Kleinen", also in Deutschland damit beginnen, etwas zu ändern.
Weltweit kann ein Energieumstieg überhaupt nur dann gelingen, wenn die Technologie weiter Fortschritte macht(z.B. hinsichtlich Speicherung von Energie oder Leistungsfähigkeit von regenerativen Erzeugungsanlagen)
und wenn alle Länder langfristig an einem Strang ziehen(was aber sehr fraglich ist, wenn man sich die Verläufe auf den Weltklimagipfeln anschaut, auf denen man sich ja noch nicht einmal auf CO2-Reduktionsziele einigen kann)."

Sonntag, 13. Juli 2008

konfliktmanagement

das politische koordinatensystem kehrt zurück zu alten verhältnissen bzw. zu der frage, welche mächte miteinander bündnisse eingehen. denn die lage in allen rohstoffgürteln ist instabil. das prinzipiell friedliche indien zum beispiel (friedfertigkeit ist hier ähnlich in der verfassung garantiert wie in japan, dort artikel 9), in dessen parlament die wachen keine waffen tragen, steht seinem erbfeind pakistan gegenüber, bei dem hohe konfliktbereitschaft besteht. so gibt es zum beispiel eine riesige muslimen-diaspora in indien, dort leben 140 millionen moslems. der atombombenbesitz auf beiden seiten, und in vielen weiteren ländern, soll die möglichkeit zum erstschlag demonstrieren.
deutschland allein kann wenig ausrichten. auf globaler ebene ist deshalb derzeit nichts nötiger und dringender als konfliktmanagment. zum beispiel in der frage, ob energieverbrauch und wirtschaft entkoppelt werden können.