Sonntag, 31. Dezember 2023

Yes - Wünsche mir und euch ein Frohes Neues Ja!


Von Ingeburg Peters

Der letzte Tag im Jahre 2023, Silvester. Still. Sein. Be. Thy love, my love.

Abschied vom Ahorn? Noch hat er nicht aufgegeben. Die Milch und das Backpulver, mit der Spielzeug-PumpGun versprüht, haben vielleicht genützt, den Mehltau zurückzudrängen. Eine private Baumpatenschaft sozusagen. Frauen neigen ja zur Pflege, während Männer lieber Bäume pflanzen, das macht sich doch viel eindrucksvoller.

So wie Wim Wenders nach seinen stämmigen Engels-Kerlen jetzt wieder ein Oscar-reifes Macho-Ei gelegt hat, zumal Japan als Preisträger gut für die derzeitige politische Lage ist: der Protagonist lebt mönchisch, putzt Toiletten und zieht Bäumchensetzlinge auf. „Perfect days“ würde das bei einer Hausfrau nie genannt, wie sie als eine von Millionen ruhig ihre Arbeit tut. Jim Jarmusch ist ja in seinen Filmen nicht viel besser. Es fehlt die weibliche Sicht. Bei Karin sah ich oft noch nach Mitternacht Licht, wenn sie Zeitungen oder Bücher las, während die Familie schlief. Oder auch mal einen aufmunternden Film mit Louis de Funes sah. 

Abschied vom Hund. Abschied vom Salat. Abschied vom Fleisch. Abschied von Eltern, Teufeln und Beelzebuben.

Die Rauschgoldengel hat eine solch elegante Schönheit und passt in ihrer Leichtigkeit so wunderbar zu Karins genialer Papierskulptur, die jeden Tag anders wirkt; einmal sticht ein Erker hervor, den sie exakt in ihr Vieleck eingefaltet hat, ein anderes Mal viel Blaues. Jeden Tag, in jedem Licht überraschend wie, wie alle echte Kunst.

Abschied von Karin. Von ihrem Mann. „Ich habe Tote“, sagt Rilke, ich auch. Immer mehr Tote, R. I. P. Petra Kelly, Werner, Dr. S., Gerd J., Kurt, Enno, Claus, Sandor M, Renate; und was gibt es als Neuzugang? Einer in Fidschi/Ostfriesland, zwei bei den Zuwanderern östlicherseits, zwei norwegische Deutschtürkinnen, zwei Multikulti-Schwedinnen, zwei Professorenkinder, zwei Enkelchen für den Schwager, ein Lehrerinnenkind, eins im Kibbuz, Enkel bei den Nachbarn, bei R.‘s sogar vier, je zwei Jungen und Mädchen, dochdoch, es leppert sich; bei Freundinnen schon Schuljunge ein Mats-Arjen, ostfriesischer Name, und ein weiterer Brocken. In England Elia und Leni. Zwei Philharmoniker-Babys in Berlin. Es toddeln zudem schon ne ganze Menge Toddler als Nachfolgerinnen der Verstorbenen herum.

Die Kinderlosen lästern über die anderen mit ihrer Brut. Sitzen in ihrem Bungalow und sind krank. Andere spielen mit dem Gedanken der Inanspruchnahme von Leihmutterschaft.

 totototot, ototototo, und dann und dann fängt alles wieder von vorne an: Januar, Februar, März, April, die Jahresuhr steht niemals still. Mai, Juni, Juli, August, weckt in uns allen die Lebenslust.  September, Oktober, November, Dezember, und dann, und dann - fängt alles wieder von vorne an (Kinderlied von Detlev Jöcker). Tut es das? Nee, du steigst niemals zweimal in denselben Fluß. Panta Rhei. Alles fließt und teilt sich und macht Wellen, und ab und zu einen Quantensprung.

Tage habe ich damit verbracht, Quittengelee nach Nostradamus herzustellen. Diese mittelalterlichen Rezepte gehen mit der verwendeten Zeit verschwenderisch um. Dennoch gelang es mir nicht, ein festes Gelee zu erzeugen. Vermutlich hat er das auf offenem Herdfeuer brutzeln lassen, während bei mir die Stromkosten ausufern. Nun nehme ich es als Sirup, schmeckt auch.

Kann den Text als Neujahrsgedanken, die ja nicht nur Kanzlern und Bundespräsidenten vorbehalten sind, ins Netz stellen, also eine weitere Flaschenpost werfen, Inhalt Neujahrsgruß. Feliz ano nuevo. A shot in the dark sozusagen. Das ist die neue Form der Einsamkeit, diese Kommunikation ins Nichts. Manche haben zehntausende oder Millionen Follower. Andere bekommen nur ein paar Likes oder Verwarnungen. Das ist immer noch besser als die anstrengenden, weil oft missverständlichen Chats mit, oder Emails an, Angehörige(n). Es ist ein echter Monolog, während Molly’s Monolog ja von Joyce verfasst wurde: Yes, Yes, Yes. Künstlerin Yoko Ono ließ ihren John Lennon auf eine Leiter steigen, und ganz oben angekommen, bekam er das Wort zu lesen: Yes.
Trotz allem: Wünsche mir und euch ein Frohes Neues Ja! PEACE AND LOVE 

youtu.be/wvym4rS1oBk?si wir werden den Herrn Dr. Müller einfach nicht los


Freitag, 29. Dezember 2023

Donnerstag, 28. Dezember 2023

KUBUS CONCERT „melaTONin. Ein Schlafzyklus in Musik und Raum“


Hannover. Zu einer interdisziplinären Konzertperformance zum Thema Schlaf „melaTONin. Ein Schlafzyklus in Musik und Raum“ am Freitag, 12. Januar, und Sonntag, 14. Januar, jeweils um 20 Uhr, lädt das trio.s ensemble in die Städtische Galerie KUBUS, Theodor-Lessinig-Platz 2, ein. Die Performance dauert etwa 70 Minuten. Einlass ist 20 Minuten vor Beginn. Den Ticketpreis bestimmt das Publikum selbst, nach dem partizipativen Preisprinzip. Um Anmeldung unter info@trios-music.de wird gebeten.
In melaTONin durchlebt das Publikum einen Schlafzyklus mit all seinen Phasen. Einschlaf-, Leichtschlaf-, Tiefschlaf- und REM-Phase werden übersetzt in eine außergewöhnliche Konzeption aus Raum, Klang, Text und Videoinstallation. Dabei verbinden sich Volks- und Kunstlieder – passend zur jeweiligen Schlafphase und speziell für die außergewöhnliche Besetzung arrangiert – mit zeitgenössischen Akkordeonwerken, Lyrik und Texten aus der Schlafforschung zu einem ganzheitlichen Aufführungskonzept. Raumfüllende bis raumauflösende Videoinstallationen, mal schemenhaft gezeichnet oder verstörend real schaffen dabei die Verschmelzung zwischen Klang und Raum und eröffnen neue Möglichkeiten des Hörens und Wahrnehmens.
Um jedoch überhaupt in diese Schlafphasen eintauchen zu können, benötigt der Mensch die Produktion eines bestimmten Hormons, das den menschlichen Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Das Schlafhormon. Melatonin.
Die Ausstellung Giso Westing ist zu den Konzerttagen im OG nur eingeschränkt zugänglich.
Zum trio.s ensemble:
Ungewöhnlich ist auf den ersten Blick die Besetzung des trio.s. Denn anders als zumeist üblich treffen hier nicht eine hohe und eine tiefe Stimme auf das Instrument Klavier. Sondern zwei warme, tiefe Frauenstimmen, s.usan jebrini, Mezzosopran und s.onja catalano, Alt, verschmelzen mit dem Instrument Akkordeon, dem goran s.tevanovic die unterschiedlichsten Gefühlsebenen entlockt.
BESETZUNG trio.s
s.usan jebrini Mezzosopran, s.onja catalano Alt, goran s.tevanovic Akkordeon, Manuela Hartel Live-Videokunst, Grazyna Przybylska-Angermann Bewegung, Christian Nolte Arrangements
s.usan jebrini und s.onja catalano Idee/Konzept/Raum-Entwicklung

Kreisjägermeister ruft „Notzeit“ aus: Appell auch an die Bevölkerung

Region Hannover. Aufgrund der derzeitigen Hochwasserlage ruft der Kreisjägermeister der Region Hannover die so genannte „Notzeit“ aus. Damit ist das Ausüben der Jagd in den betroffenen Bereichen in dieser Zeit unzulässig. Mit dem Ausrufen der „Notzeit“ geht die Bitte an die Jägermeister*innen einher, die Revierinhaber*innen in den Bezirken kurzfristig über die Maßnahme zu informieren. Die Notzeit ist auf die Dauer der Hochwassersituation begrenzt und wird kurzfristig auch wieder aufgehoben. An die Bevölkerung wird appelliert, die Hochwassergebiete sowie die zur Verfügung stehenden Rückzugsgebiete des Wildes zur Sicherheit der freilebenden Tiere und der eigenen Sicherheit zu meiden – insbesondere mit Hunden. Eine „Notzeit“ wird ausgerufen, wenn das Wild während der Vegetationsruhe insbesondere aufgrund besonderer Wetterlagen (hohe Schneelage, Vereisungen und längere Starkfrostperioden, größere Waldbrände oder Überschwemmungen) über einen längeren Zeitraum keine natürliche Nahrung finden kann. Das Wild wird in dieser Zeit vor dem Abschuss geschützt und mit einer geringen, notwendigen Menge artgerechtes Futter unterstützt.


Shalom Chaverim. Salem Aleikum. Friede sei mit Dir. Фріден. Felicidade. мир. Paz!


 IP-Ideenfoto 


Montag, 25. Dezember 2023

Marias Töchter? Fehlanzeige


Meine Lichtskulptur #Weihnachten2023: #Jesus, Abkürzung von Jehoshua ("Gottes Hilfe") als reflektierende Discokugel, davor seine vier Brüder Jakobus, Joses, JudasundSimon. Oben zwei seiner "kleinen Schwestern" ,deren Namen auch heutzutage nicht bekannt werden würden(nach Helmuth von Glasenapp: der historische Jesus habe nicht länger als ein Jahr gepredigt, dann hing er am Kreuz, wie viele der damaligen Missionare)
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