Freitag, 21. Dezember 2012

Deutsche Bahn erneuert auch die Eisenbahnbrücken über die Aller und über die Wätern



Investitionen von fast 40 Millionen Euro

(Hannover) Die Deutsche Bahn AG erneuert an der Strecke Wunstorf—Bremen zwischen Verden (Aller) und Wahnebergen die Eisenbahnbrücken über die Aller und über die Wätern. Die aus dem Jahr 1867
stammende Aller-Brücke mit 2 Gleisen wird durch eine neue Stahlsegelkonstruktion ersetzt. Die neue Aller-Brücke wird insgesamt 380 Meter lang, allein die Spannweite über die Aller beträgt 80 Meter. Etwa 800 Meter südlich der Aller-Brücke in Richtung Wahnebergen wird gleichzeitig die 100 Meter lange Brücke über die Wätern erneuert. Die Baukosten für die Erneuerung der Eisenbahnbrücken betragen rund 40 Millionen Euro.
Um den Bahnbetrieb während der Bauzeiten aufrecht zu erhalten werden die Brückenneubauten auf der Ostseite neben den vorhandenen Brückengewölben errichtet. Dazu wird der Bahndamm auf einer Länge von rund zwei Kilometern verbreitert. Nach Fertigstellung des neuen Streckenabschnitts erfolgt der Abbruch der alten Gewölbebrücken.
Der Neubau der Eisenbahnbrücken erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Bereits Anfang des Jahres wurden die Baustellenstraßen und –flächen eingerichtet. Für die neuen Brückenwiderlager entlang des Bahndamms werden mit Schlagrammen Stahlspundbohlen in den Boden gerammt.
Für die mit den Bauarbeiten entstehenden Unannehmlichkeiten bittet die Deutsche Bahn um Verständnis.

Dies ist aus einer Presseinformation, die bei mir viele Fragen aufwirft zum Thema Jade-Weser-Port, Wasserstraßen, zu dem, worüber wir Bürger möglicherweise nicht informiert werden.

das lebensmüde eichhörnchen



über die lage in syrien und im iran wage ich nichts zu schreiben, denn die informationslage ist zu unübersichtlich.
aber über das von den leuten so genannte "lebensmüde eichhörnchen" in Hannover, das mehrmals täglich vor den zitternden zuschauern die humboldtstraße überquert, weil es wohl seinen bau an der ihme hat und seine nahrungsgrundlage im garten des friederikenstifts.
das eichhörnchen ist aber gar nicht lebensmüde, noch nicht mal tollkühn.
die stadt hannover hat letztes jahr über 200 bäume an der ihme weggesäbelt, da wird der grund für seinen riskanten lauf über zwei stark befahrene fahrspuren liegen.
ip

Donnerstag, 20. Dezember 2012

schein-identitäten



auch den männern scheint es schlecht zu gehen.
ihre identität als allwissende spezies, die ihren früher noch gebärenden ehefrauen mit rat und tat zu seite standen, notfalls mit gewalt, ist in gefahr.
besonders ist das an der kasse von baumärkten festzustellen.
letztes mal frage ich die frau an der kasse etwas. der mann neben mir greift ein: das müssen sie so und so machen. antwort: kann mich nicht erinnern, sie etwas gefragt zu haben (zumal seine empfehlung völlig unpraktikabel gewesen wäre). als er weg war, sagt die kassiererin: das haben sie gut gemacht, wir dürfen das ja nicht, mal so richtig kontra geben.
und gestern war wieder, wie so oft, der hund dran.
ein mann neben mir an der kasse sagt plötzlich: die sitte, hunde mit ins haus zu nehmen, stammt aus frankreich. oder gar ins bett.
antwort: woher stammen sie?
aus russland.
antwort: da sind die hunde draußen oder an der kette?
ja genau, das ist natürlicher.
antwort: und für die frau hat man ne knarre, falls die mal frech wird.
die äußerung war ziemlich heftig und auch gefährlich.
andererseits passiert es ständig, dass wildfremde männer meinem hund anweisungen geben:
mach hopp, oder sowas, auf offener straße.
dadurch wird mir die hund immer lieber, denn sie reagiert gar nicht drauf. ip




Mittwoch, 19. Dezember 2012

Wie gehen wir mit Schwächeren um?


Ein sehr guter Artikel von Telepolis im Heise-Verlag:

Mädchen, pass auf, sonst wirst du gefickt!

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38218/1.html

Die offen stehende Bude der Bar Strandleben vom Spandau-Projekt ist oft in den Abendstunden dicht gedrängt besetzt.

Hier muss vonseiten der Betreiber, der Stadt und Anwohnern her mehr Aufsicht geschehen.
ip




Freitag, 14. Dezember 2012

Die Stadt als Rummelplatz?


Traf viermal hintereinander innerhalb kürzester Zeit eine Stadtführung in der Altstadt. "Dies ist die Knochenhauerstraße..." und dann begann die Herkunftserklärung des Wortes, wie man im Grunde halt fast für jeden Straßennamen in jedem Ort der Welt eine interessante Story hat.
Im Sommer feiern wir Hannoveraner groß Schützenfest, wochenlang Maschseefest und mehrtägig das Fest der Musik, Feuerwerkswettbewerb, Kunstfest Herrenhausen, Fährmannsfest, Bootboohook.
Hinzu kommt das Steintorfest, ein Schlagerfestival, im Herbst und Frühjahr (Scillablütenfest) neben den üblichen Frühlings- und Oktoberrummeln der Marktschreierwettbewerb, im Winter Karnevalsumzug, dann die Inflation der Weihnachtsmärkte, außerdem rund um die Jahres-Uhr Straßen- und Stadtteilfeste. Und da fehlen bestimmt noch eine Menge Feste, die eigentlich zu nennen wären.
Ist nur noch mit Feiern ohne Ende Geld zu verdienen?
Auf der Limmerstraße wird gelimmert, und wenn die Terrassen am Ihme-Ufer nächstes Frühjahr eröffnet werden, findet dort garantiert Highlife rund um die Uhr statt.
Amüsieren wir uns zu Tode, nur weil das den Tourismus belebt?
Zwar ist persönliche Kommunikation besser als mit dem Joy-Stick vorm Computerspiel zu hängen, aber sinnvolle Aktionen sind doch eigentlich nur solche wie Transition Town (www.tthannover.de) oder die unermüdliche Arbeit von Silvia Hesse in der Lokalen Agenda 21 Hannover oder bei Ökoprofit (www.oekoprofit-hannover.de).
Die Arbeit Silvia Hesses ist ein Lichtblick für Hannover

Die großen alten Fabriken wie Conti oder Hanomag sind verschwunden, und keiner hat das Patentrezept in der Tasche, wie es in Zukunft weitergehen soll.
Aber deshalb nun Rüstungsexporte zu forcieren oder Tourismus sowie Immobilienspekulation, das kann doch keine nachhaltige Antwort sein auf die drängenden Fragen kommunaler Finanzierung.
Ingeburg Peters

 

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Kunstwechsel bei der Nord LB Hannover


Die Szenerie des Gebäudes der Norddeutschen Landesbank, Tochter-Unternehmen der Sparkasse, wurde in der Quoten scheffelnden Serie Tatort ausgiebig genutzt.
Es ging um Wegwerfmädchen und Verbrecher aus gehobenen Kreisen.
Bereits in dem bedrückenden Private-Equity-Film "Yella" von Christian Petzold aus dem Jahre 1977 wurden Räume der spektakulär über dem Nichts hängenden Nord-LB-Architektur genutzt. Die Hauptdarstellerin (Nina Hoss) sucht darin ehrliche Arbeit in Hannover, lässt sich aber auf Erpressungsgeschäfte ein.


Diese bisherige Skulptur (Foto) einer sich verbiegenden Frau im Eingangsbereich der Nord LB wurde übrigens zwischenzeitlich gegen eine völlig abstrakte, aber anmutig rundere ausgetauscht.
Das kann sich die NordLB leisten, denn der Verkauf von Pop-Künstler Jeff Koons' (der zeitweilig mit einer Porno-Darstellerin verheiratet war) Tulpenstrauß brachte ihr 26,3 Millionen Euro durch eine Versteigerung bei Christie's ein (aus Edelstahlguss-Ballons,  jeder Ballonverkäufer in der City beeindruckt preiswerter, andererseits passt die Stahl-Ballon-Metapher zum Geschäftskonzept...)
Koons soll sich übrigens ein Rockefeller-Stadthaus in Manhattan gekauft haben.


 text/foto: ip

Photonik-Inkubator startet am Laserlaboratorium Göttingen




David McAllister: „Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts schafft Arbeitsplätze in Niedersachen“
HANNOVER/GÖTTINGEN. Der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister, die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka, und der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Professor Dr. Peter Gruss, haben heute gemeinsam das Projekt neuer Photonik-Inkubator in Hannover vorgestellt.
2013 errichtet das Land Niedersachsen gemeinsam mit dem Bund und der Max-Planck-Gesellschaft einen Inkubator für Lichttechnologie am Laserlaboratorium in Göttingen. Ziel dieser neuen Einrichtung ist es, eine Brücke zwischen Forschung und Industrie zu bauen. Wissenschaftlich und wirtschaftlich erfahrene Teams entwickeln dazu Prototypen, die die Ergebnisse aus der optischen Forschung marktfähig machen sollen. Photonische Technologie findet bereits heute Anwendung in der Lasertechnik, der Beleuchtung, der Mikroskopie und der Bildgebung.
Das Land stellt 5,4 Millionen Euro für den Inkubator bereit, vom Bund kommen weitere 3,3 Millionen Euro sowie 5 Millionen Euro für einzelne Gründungsprojekte hinzu. Der Inkubator wird in dem neuen Anbau des Göttinger Laserlaboratoriums angesiedelt.
„Photonik ist innovativ und gehört zu Niedersachsen. Der Inkubator wird die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts noch besser zur Anwendung bringen. Das schafft Arbeitsplätze und erleichtert unseren Alltag“, sagt der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister. So sei die „Karriere“ des Lasers im realen Leben spürbar angekommen, ob in der Kommunikation, der Unterhaltungselektronik oder der Medizintechnik. „Wir reden nicht mehr von Science-Fiction, sondern von einer aufstrebenden photonischen Wirtschaft“, betont der Ministerpräsident.
Allein 2008 konnten in Deutschland 23 Milliarden Euro mit dem „Photon“ umgesetzt werden.
Das sind rund 10 Prozent des Weltmarktes.
Wissenschaftsministerin Professor Dr. Johanna Wanka sieht die optische Forschung in Niedersachsen gut aufgestellt: „In über 25 Jahren haben sich das Laserlaboratorium Göttingen und das Laserzentrum Hannover einen Spitzenplatz in der Laserforschung erarbeitet. Jetzt wollen wir den Wissenstransfer weiter verbessern und die Forschungsergebnisse noch schneller an den Markt bringen.“ Insbesondere von der Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft verspreche sich die Ministerin neue Impulse zwischen Grundlagenforschung und Technologietransfer.
„In Deutschland gibt es eine Innovationslücke zwischen der Grundlagenforschung und der technologischen Anwendung“, sagt Professor Dr. Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. „Die Max-Planck-Innovation folgt als Transfertochter der Max-Planck-Gesellschaft der Mission, diese Lücke zu schließen. Mit dem Inkubator-Konzept, das sich beim Life-Science Inkubator am Bonner Forschungszentrum Caesar bereits bewährt hat, hat sie eine hervorragende Möglichkeit geschaffen, Erkenntnisse der Grundlagenforschung in Ausgründungsunternehmen zur Anwendung zu bringen.“
Das Konzept des Photonik-Inkubators teilt sich in mehrere Abschnitte. In einer ersten Phase werden Forschungsergebnisse aus dem gesamten Spektrum der optischen Technologien hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit geprüft. Die als potenziell marktfähig identifizierten Bereiche werden in einer zweiten sogenannten Inkubator-Phase von Entwicklerteams insbesondere über Prototypen weiterentwickelt. Nach dieser rund 18-monatigen Phase folgt die Firmengründung, die von externen Geldgebern finanziert wird.
Dies ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.