Montag, 14. September 2015
Hannover bekommt einen der größten Coworking- und Maker Spaces Deutschlands
Sonntag, 13. September 2015
Babylon. Fotografie+Zeichnung. Jürgen Adorf
Babylon als Sinnbild der Zivilisation
und ihrer Zerstörung ist ein Motiv, das Künstler vom Mittelalter
an
immer wieder fasziniert. In der europäischen Kunst und Kultur ist
die mythische Geschichte vom Aufstieg und Fall Babylons als Stadt
der
Sünde und der Tyrannei und als Metropole der ewigen Apokalypse
tief
eingebrannt als eine Urangst der Menschheit. Jürgen Adorf richtet
mit Arbeiten aus zwei Werkgruppen den Blick in eine abgeschlossene
Zukunft städtischer Entwicklung. Die Schwarz Weiß Zeichnungen
zeigen horizont- und grenzenlose, isometrische Stadtlandschaften
im
Überblick. Grün- und Freiflächen fehlen hier. Scheinbar endlos
wuchernd fügt sich Gebäude an Gebäude, Block an Block.Dystopisch sind auch die
fotografischen Arbeiten und Fotomontagen von Jürgen Adorf. Sie
repräsentieren die lebensfeindliche Innenansicht von Stadträumen.
Durch künstliches Licht erhellte Szenarien zeigen ordnungslose
Trümmerfelder und Brachflächen im Wechsel mit zügellosen,
monumentalen und charakterlosen Bebauungen. Die klimatischen
Bedingungen sind unwirtlich. Vegetation ist nicht vorhanden.Helikopter als Repräsentanten eines
Herrschaftssystem suchen den Stadtraum mit Suchscheinwerfern ab,
Lichtspuren unbekannten Ursprungs durchschneiden die Finsternis. Dieser wenig optimistische aber
dennoch
spielerische Zukunftsblick ist inspiriert durch die eigenen
Betrachtungen und Bereisungen chinesischer Städte, verfallender
belgischer Industrielandschaften und des Rückbaus von
Plattensiedlungen in ostdeutschen Städten.Inspiration für seine
künstlerische Arbeit erhält Adorf auch aus den Ergebnissen
wissenschaftlicher Untersuchungen über Bevölkerungsprognosen,
aus aktuellen Armuts- und Reichtumsberichten unserer Gesellschaft,
der Geschichte Babylons sowie aus literarischen oder filmischen
Werken wie „Fahrenheit 451“, „Clockwork Orange“, „Die
Klapperschlange“, „Sin City“ und vielen mehr. Jürgen Adorf ist Jahrgang 1962 und als
Fotograf Autodidakt. Er lebt und arbeitet in Barsinghausen. Babylon.
Fotografie+Zeichnung. Jürgen Adorf Ausstellung vom 18.09.2015
bis
11.10.2015Galerie j3fm, Kollenrodtstraße 58b,
30163 Hannover Eröffnung der Ausstellung am Freitag,
18.09.2015
um 19.00 Uhr. Öffnungszeiten: freitags 19.00 bis
20.30 Uhr, sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr.
Donnerstag, 10. September 2015
Unkonventionelle Bühnenpräsenz
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| Patricia Kopatchinskaja © Marco Borggreve |
Sie wird die „junge Wilde“ unter den Geigerinnen genannt und besticht durch ihre unkonventionelle Bühnenpräsenz. Patricia Kopatchinskaja möchte das Standardrepertoire aktualisieren, indem sie sich gegen Trägheit stemmt und „die zärtlichen, die erregten, die schockierenden, die riskanten Momente“ so pointiert, als ob in jedem Konzert eine Uraufführung stattfände.
Neue Selbsthilfegruppe „Verlassene Eltern“
Mehr Eltern als vermutet verbindet ein gemeinsames Leid. Die erwachsenen Kinder haben sich abgewandt und den Kontakt zu den Eltern teilweise abrupt und ohne jegliche Erklärung abgebrochen. Wie reagieren betroffene Eltern darauf, mit wem können sie über diese Situation sprechen? Sehr schnell wird im persönlichen Umfeld die „Schuldfrage“ gestellt. In der neuen Selbsthilfegruppe haben die Eltern die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen über ihre schwierige Lebenslage zu sprechen. Neben Verständnis finden sie gegenseitige Hilfe, die dazu beitragen kann, mit der Situation umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern. Weitere Informationen und Auskünfte erhalten Sie bei der KIBIS - Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle im Selbsthilfebereich, Tel. 0511 - 66 65 67.
Reform des Vergewaltigungsparagrafen:
Statement der Niedersächsischen Justizministerin:
Zu der Meldung, das Kanzleramt stoppe die Reform des Vergewaltigungsparagrafen, erklärt die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz: „Das ist ein schlechter Tag für die Frauen, die aus Angst vor weiteren Gewalttätigkeiten die sexuellen Übergriffe ihrer Partner über sich ergehen lassen. Wir brauchen ein Gesetz, bei dem es nicht mehr darauf ankommt, ob der Mann konkrete Gewalt ausübt oder androht. Für eine Strafbarkeit muss ausreichen, dass die Frau ihren entgegenstehenden Willen erkennbar zum Ausdruck bringt. Diese Schutzlücke muss schleunigst geschlossen werden. Ein Nein ist ein Nein - auch wenn die Angst Gegenwehr verhindert.“

