2018 verstarb nach tiefem Eintauchen ins organisierte politische Verbrechen der ehemalige Chefreporter des Bayrischen Fernsehens, Dagobert Lindlau, mit 88 Jahren seltsamerweise eines natürlichen Todes.*
40 Jahre sind vergangen, und allein aus meiner Heimatstadt Hannover könnte man Dutzende neue Beispiele dazu bringen (VW, Hanomag, Ihme-Zentrum, Neue Heimat, Verfehlungen des Regionspräsidenten, Juwelier Düe und verdeckter Fahnder Mauss, und was an Kosten für Demonstrationen und Fußballspiele auf den kleinen Mann angewälzst wird), als Lindlau in seinem Bestseller 'Der Mob' (bei Hoffmann und Campe 1987) auf Seite 1997 schrieb:
"Die kriminelle Privatisierung von Verlusten ist auch in der Bundesrepublik zu einem lukrativen Racket des Wirtschaftsmobs geworden... Investitionen degenerieren zu volkswirtschaftlich sinnlosen Schenkungen an Privatleute und zu Etats zur Korruption von Wählern. Das alles ist nicht organisiertes Verbrechen, sondern alltägliche Wirtschaftskriminalität und eine verkommene Politik. Sie frisst sich in fast alle Bereiche des Geschäfts und der Politik hinein und macht legale Institutionen zu kriminellen Vereinigungen."
Auf S. 295: "Die Opfer deutscher Waffen in fast allen Konfliktgebieten der Welt sind genauso unerträglich wie die Opfer des Rauschgifts, das über Mexiko umgeschlagen wird."
S. 311: "Es muss unser unveräußerliches Recht bleiben, privat zu sagen, was wir nicht meinen, weil wir sonst auch nicht mehr sagen dürften, was wir meinen...Elektronische Beweisbeschaffung bedroht dieses Recht."
S. 334: "Anwälte spielen bei der Verschleierung krimineller Profite eine immer größere Rolle. Es sieht nicht so aus, als würden die berufsständischen Vertretungen der Rechtsanwälte dagegen ernsthaft etwas unternehmen." *Wikipedia: Am 6. Juni 1972 besuchte ihn der Redakteur der Süddeutschen Zeitung Dieter Wagner in seinem Haus in Vaterstetten. Beim Abschied trank Wagner ein ihm von Lindlau angebotenes Fläschchen Silverstone-Boonekamp, das mit einer tödlichen Dosis E 605 vergiftet war. Drei der vergifteten Fläschchen waren von einer unbekannten Person an die Dienstadresse der als Ärztin praktizierenden Lebensgefährtin von Lindlau Ursula Schmidt-Tintemann in einem Münchener Krankenhaus versandt worden. Schmidt-Tintemann leitete vergebens Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Dieter Wagner starb noch am selben Tag.

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