Montag, 15. Juni 2026

P‑Konto und Schwierigkeiten bei Banken


Bundesweite Aktionswoche der Schuldnerberatung 2026 „Wie komme ich an mein Geld?“ 

Hannover. Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche der Schuldnerberatung 2026 laden die hannoverschen Schuldnerberatungsstellen am Mittwoch, 17. Juni 2026, von 12.00 bis 15.00 Uhr zu einer öffentlichen Informationsaktion auf dem Platz der Weltausstellung in Hannovers Innenstadt ein. Unter dem Motto „Wenn das P‑Konto zum Problemkonto wird“ informieren Fachkräfte über den Umgang mit dem Pfändungsschutzkonto (P‑Konto), typische Schwierigkeiten und Wege zur Lösung.

 Das P‑Konto soll Menschen in finanziellen Notlagen eigentlich schützen – doch in der Praxis kommt es immer wieder zu Problemen: verzögerte Freigaben, unklare Bescheinigungen, gesperrte Konten oder Schwierigkeiten bei Banken. Die Aktion möchte Betroffene und Interessierte über ihre Rechte aufklären und konkrete Unterstützung anbieten.
In Deutschland kommt es monatlich zu mehreren hunderttausend Kontopfändungen. Viele der betroffenen Menschen sind auf ein Pfändungsschutzkonto angewiesen, um ihr Existenzminimum zu sichern. Das P‑Konto soll gewährleisten, dass trotz Pfändung Geld für Miete, Energieversorgung, Lebensmittel oder Medikamente verfügbar bleibt. Doch in der Praxis erleben Ratsuchende immer wieder etwas anderes: Konten werden verspätet umgewandelt, Freibeträge nicht rechtzeitig berücksichtigt, Guthaben blockiert oder zusätzliche Hürden aufgebaut. 
Wenn Pfändungsschutz erst durch verschiedene Instanzen durchgesetzt werden muss, vergehen nicht selten Wochen oder Monate – mit gravierenden Folgen für die Existenzsicherung der Betroffenen. 
Mit der Aktionswoche 2026 machen wir auf diese Probleme aufmerksam und fordern einen wirksamen Schutz des P‑Kontos als soziales Sicherungsinstrument, klare und verbindliche Standards für Banken, barrierefreie und geschulte Ansprechstellen sowie konsequente Sanktionen bei Verstößen
Zugleich muss der Zugang zum Basiskonto tatsächlich gewährleistet und bestehende Hürden abgebaut werden. 
Ein Girokonto ist ein elementarer Bestandteil gesellschaftlicher Teilhabe. Nicht zuletzt braucht es einen bedarfsgerechten Ausbau der Schuldnerberatung, eine verlässliche Finanzierung sowie einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung für alle Menschen, die in finanzielle Not geraten. Auf der Seite www.aktionswoche-schuldnerberatung.de sind das Forderungspapier sowie weitere Informationen zur Aktionswoche zu finden. 
Die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände: "Lassen Sie uns gemeinsam ein starkes Zeichen setzen für den Zugang zum eigenen Geld, für effektiven Pfändungsschutz und für eine Schuldnerberatung, die ihrem Auftrag gerecht werden kann."

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