Donnerstag, 11. Juni 2026

Elektronische Musik, HipHop und Trap mit Alter Musik in der Krypta, der Unterkirche der Basilika St. Clemens

Hannover. #clemenseinst: Drei Tage Alte Musik in der Basilika – neu interpretiert

Zum dritten Mal nach 2024 wird die im 18. Jahrhundert geweihte Basilika St. Clemens zur Brücke zur vermeintlich „Alten Musik“ – und bietet den Raum für ihre Neuinterpretation. Die Reihe „#clemenseinst“ verbindet drei Konzerte am 12., 13. und 20. Juni unter dem Leitgedanken „Verwandelt“ – das betrifft auch die Basilika selbst.

Den Auftakt am Freitag, 12. Juni, macht ein ungewöhnliches Konzert an einem nicht minder ungewöhnlichen Ort: „Verwandelt: Remix“ ist der Titel. Das Konzert von WokeUpOnEarth (Robin Abresch und Felix Tatge) verbindet elektronische Musik, HipHop und Trap mit Alter Musik in der Krypta, der Unterkirche der Basilika St. Clemens. Die Krypta ist als ein Ort mitten in Hannover gestaltet, an dem Menschen sowohl ihre Sorgen als auch ihre Nöte vor Gott bringen können. Neueste Musik als Kontrast zur Alten Musik, Hoffnung als Kontrast zur Trauer – damit fließen Musik und Krypta ineinander. Die beiden Musiker, Produzenten und Tonkünstler werden eine Stunde lang ausschließlich unveröffentlichte Stücke spielen. „Trotzdem ist eine enge Verbindung zu unserer Reihe gegeben“, sagt Regionalkantor Francesco Bernasconi, der Organisator und musikalische Leiter der Reihe: „Einige Remixe sind Verarbeitungen der Werke, die in den nächsten zwei Konzerten gespielt werden.“ Beginn ist um 20 Uhr.

Das zweite Konzert der Reihe, „Verwandelt: Erlösung“ am Samstag, 13. Juni, lässt durch Musik und Wort die Basilika anders erleben. So erklingen vor allem Chorstücke an unterschiedlichen Orten in der Basilika – auf der Empore, im Kirchenschiff und hinter dem Altar. „Wir möchten dabei die Raumakustik ausreizen“, beschreibt Bernasconi die Idee für ein eher ungewöhnliches Klangerlebnis. Passend für eine Kirche, deren Bauherr vor drei Jahrhunderten, Bischof Agostino Steffani, auch Kirchenmusiker war – und gemeinsam mit dem Architekten Tommaso Giusti, in den Proportionen der Kirche musikalische Harmonien abbilden ließ. Auf dem Programm am 13. Juni stehen Werke von Johann Sebastian Bach, György Deák Bárdos, Heinrich Schütz und Jacobus Gallus. Ausführende sind: Nadine Schäfer (Sopran), Diana Kantner (Alt), Tobias Meyer (Tenor), Yannick Spanier (Bass), das Orchester Concerto Ispirato (Konzertmeisterin Iris Maron) und der Propsteichor St. Clemens unter Leitung von Francesco Bernasconi. Bewusst unterbrochen wird das Konzertprogramm durch das Wort: Der Theologe und Autor Dr. Stephan Lüttich entwickelt in vier Etappen Gedanken über die Erlösung in der heutigen Zeit. Beginn ist um 18:30 Uhr.

Die Tage der Alten Musik in der Basilika St. Clemens schließen am Samstag, 20. Juni, mit „Verwandelt: Variationen“, einem Konzert für Violine und Orgel. Inhaltlich widmet es sich dem Tanz: Passacaglia und Ciaccona sind Tanzformen der Barockmusik, in der eine immer gleichbleibende, kurze Basslinie etliche Male wiederholt wird und die Basis für immer neue Variationen ist. Auf dem Programm stehen Werke von Dietrich Buxtehude und Johann Sebastian Bach. Ausführende sind Volker Mühlberg (Violine) und Francesco Bernasconi (Orgel), der den erkrankten Jürgen Sonnentheil vertritt. Beginn ist um 18:30 Uhr.

Für alle Konzerte gilt: Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Basilika St. Clemens, Platz an der Basilika 1, 30169 Hannover.

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