Sonntag, 21. November 2010

sprüche

sprüche von Lisa Politt bei ihrer 25-jahre-herrchensfrauchen-vorstellung im hannoverschen pavillon:

wir müssen die grünen aufhängen, ehe der letzte baum verschwunden ist...

chinesisches sprichwort: wer die wahrheit sagt, braucht ein schnelles pferd...

manche gesprächspartner sind so langweilig, in der zeit hätte ich das klo putzen können...

mitleid ist die form der verachtung im christentum...

und ihr mitspieler gunter schmidt:
die verantwortung war mir zuviel, da habe ich mich runtergeschlafen...

beim hinausgehen aus der ausverkauften vorstellung bedauerten einige männer der gewerkschaft den armen gunter: "Muss schwer sein, mit dieser frau auszukommen, ob der dabei wirklich glücklich ist?..." ip

Lisa-Politt-Video: Putzfrau:
http://www.youtube.com/watch?v=fsH5lUdW_f0

Samstag, 20. November 2010

Euroblech - Eurotier - Euromensch

die gedanken sind frei, wer kann sie erraten?

das alte widerstandslied hat im zeitalter von neurowissenschaftlern wie Gerhard Roth und der datenkrake google keine gültigkeit mehr.

während der hannoverschen Messe Eurotier sprach ich mit einem journalistenkollegen darüber, der sich auch nach jobs als herdenmanager dort umsehen wollte.

genau damit gab er mir das stichwort: herdenmanager ist der beruf der zukunft.
man braucht sie ja nicht nur bei den immer umfangreicher werdenden los-größen des viehs.
nein, stuttgart 21, gorleben, hannover 96, grönemeyer, hannover ground zero am ihme-zentrum, überall werden schlagstöcke, taser, drohnen und pistolen benötigt, und natürlich herdenmanager mit kreide in der stimme.
beim baum-massaker an der ihme übernahm "hausherr" stadtbaurat uwe bodemann diese rolle.

40 euro eintritt kostete kürzlich die opernaufführung "intolleranza" des linken komponisten luigi nono im opernhaus.
dafür durfte das publikum aber auch die bühne betreten.
die feuerfeste bühnensperre ging plötzlich runter, kein ausgang mehr, manchem mitglied der feineren gesellschaft lief speichel aus den mundwinkeln, angst wurde fühlbar, und das war auch zweck dieser inszenierung.
der linke statist harry meyer stellte sich mit entblößtem oberkörper in das einschießende wasser, auch der lindener dichter hennecke mimte mit, als wir dort das gruseln lernen sollten.
danke ans opernhaus, aber wir hier von der glocksee in hannover können uns die 40 euro eintritt sparen.
wir haben das gratis.

doch zurück zum gespräch auf der eurotier.
ich fragte den kollegen: wann kommt die messe Euromensch?

bald, sagte er, da werden bestimmte gene aussortiert, nur noch ausgewählte gen-pools dürfen sich vermehren. wer pech hat, spann ich den faden weiter, bei dem ist schluss mit stammbaum?

Brandneue Lungen gefällig? Here you are! Babys aus der Leihmutterproduktion? Bitte sehr! Auf zur Euromensch!

ich schreibe dies nun alles auf der google-plattform.
mir ist bewusst, dass es selbstbespiegelung ist und ich nur als sinnproduzentin für die anzeigenschaltungsgrundlage bei google diene, in spätest-pubertät sozusagen.

dennoch: wenn junge leute heute, die nicht mehr in worten, sondern in bildern denken, über nacht wieder alle absperrungen von hannovers ground zero eingerissen haben, dann ist auch dies eine antwort aufs zynische bild struktureller gewalt, das sich dort anschaulich darbietet.
Ausgerechnet zum Eingang des alternativen UJZ Glocksee hin wurde zum Beispiel wiederholt eine Spundwand mit Werbung für die Galerie Ernst-August ins Auge springend aufgestellt. Was soll das?ip

Donnerstag, 18. November 2010

Hannovers Ground Zero

Das Calenberger Loch klafft. Die vielen Bürger-Heroes konnten sich wiedermal nicht gegen die Zeros durchsetzen.
Bei der Trauerfeier für die gefällten Bäume zählte Cordula Lüttke-Eichhorn aus der Glockseestraße die gefällten Baumsorten auf, Thomas Ganskow aus dem Ihme-Zentrum äußerte sich erschreckt über das schwer bewaffnete Polizeiaufgebot gegenüber Baumbesetzern, die als friedliebende Bürger bekannt sind.
Sozusagen als Teil Zwei der generalstabsmäßig (Zitat HAZ) geplanten städtischen Massaker-Aktion legten die Mitarbeiterinnen des Zwangsverwalters im Ihme-Zentrum den Eigentümern neue Teilungsverträge vor.
Wer nicht unterschreiben will, dem wird vermutlich ein Blick aus dem Fenster auf das klaffende Loch des hannoverschen Ground Zero nahegelegt.
ip

Im Dunkel des 16. Novembers 2010 war der hannoversche Stadtbaurat Uwe Bodemann ausgewählt freundlich und höflich zu Demonstranten gegen die Fällung der Bäume am Ihme-Ufer, wie hier mit einem Mitglied der Band Wohnraumhelden.
Im Rücken hatte er dabei massenhaft Verstärkung, mein Foto sagt mehr als tausend Worte(frappante Ähnlichkeit der Körperhaltung des Spezialeinsatzkommandos mit den Schichtarbeitern in Thea von Harbous berühmtem Film "Metropolis" übrigens).
ip

Mittwoch, 17. November 2010

eindrücke

am abend noch lag das calenberger loch in hannover voller riesiger stämme, am nächsten morgen war alles verschwunden, die dunkle aktion sollte wohl kein eindrucksvolles foto mehr ermöglichen und muss schwerstarbeit gewesen sein.
mahnwache auf der hannoverschen spinnereibrücke?
was gibts denn noch anzumahnen nach dem baum-massaker?

ich und die anderen anrainer, mit ai, stehen unter schock.

am entlegeneren ende des geschehens wartende baumfäller der stadt rissen witze, als ich dort am ersten tag im dunkel der nacht eintraf.
als dann eine gut aussehende, junge baumbesetzerin abgeführt wurde, sah ich in den gesichtern der grünflächenamtskollegen am ausgang etwas, das ich, als nach dem zweiten weltkrieg geborene, nicht mehr für möglich gehalten hätte: viele starrten die verzweifelte demonstrantin mit einem sensations-lüsternen lynch-blick an, der mir schauer über den rücken jagte...

mich drängte es deshalb verschreckt zum polizisten sperling rüber; er wich minimal zur seite aus, denn ich kam der knarre nahe.
auf der anderen seite seiner frisch gebügelten uniform schlagstock, und taser vielleicht, konnte ich nicht genau identifizieren.

außerdem fiel mir beim hinausgehen aus dem hermetisch abgeriegelten gelände wiedermal auf, dass die polizei so viele strohblonde polizistinnen beschäftigt.
sarrazin hätte seine freude dran.
das wort arisch will ich hier nicht einfließen lassen.

die niedlichen kleinen thermosflaschen im rotkäppchen-korb der initiatorin des widerstands, Lüttke-Eichhorn, veranlassten wohl einen polizisten, sie zu fragen, ob der mann da neben ihr der ihre sei.
es war aber mitstreiter thomas ganskow.
wäre er aber ihr ehemann, hätte man ihn möglicherweise aufgefordert, seine frau zur ordnung zu rufen.
so wie dies schließlich in den letzten dreitausend jahren üblich war.

während der gespräche mit den baumbesetzern begann mein hund zu frieren, ich ließ ihn eine runde frei laufen.
sofort rief ein "amtsschimmel", auf dieser seite der ihme sei leinen-pflicht (sic). recht muss schließlich vor ordnung gehen, oder wie heißt der sinnspruch nochmal? Gemeinnutz geht vor Eigennutz?


wenigstens hatte ich leinenpflichtdissidentin ein kot-tütchen dabei, für den fall des falles, damit der grund und boden des hausherrn stadtbaurat uwe bodemann nicht durch organisch abbaubares beschmutzt würde.

presseamts-mitarbeiter möser raunte mir zu, ich sei unangemessen engagiert für eine journalistin, die doch neutral sein müsse.
das war einmal, herr möser, entgegnete ich, heutzutage kann eine journalist nur noch engagiert sein, oder sie ist pr-mann (das "so wie Sie und die meisten journalisten der tagespresse" verschluckte ich mehr oder weniger).

hoffentlich ist kleinschreibung in texten wie diesem nicht strafbar, sowie zu häufiges erweitern und spezifizieren online zur erhöhung der klick-rate, oder auch das mitführen eines hundes bei journalistinnen (besonders ohne zugang zu reptilienfonds*, anzeigenaufträgen usw.?), zumal mich herr möser nämlich auch noch fragte, warum ich denn keine notizen mache.

sozusagen als krönung bezeichnete mich polizeibeamter sperling mit der dressman-figur (er hatte aber im abitur mathe-leistungskurs) als "verbittert".


möglicherweise wird er oder einer seiner darauf spezialisierten kollegen mittels algorithmen, statistik und anderweitiger mathematik meine vielen digital erfassten lebensäußerungen nun auf zusammenhänge überprüfen, daten individueller persönlichkeit aus einzelaspekten konsolidieren lassen und schließlich werden diese vielleicht bei den kleinsten übertretungen von regeln beispielsweise mit einem ausrufungszeichen versehen, das nur den behörden sichtbar ist, kurz, meine daten könnten gegen mich verwendet werden...

abgesägt, wie die bäume...solche befürchtungen gingen mir durch den kopf beim baum-massaker an der ihme, von 1984 bis in die schöne neue welt.

Scheiße! Da soll eine nicht verbittert sein....

nach der mit hannover verbandelten philosophin hannah ahrendt sind totalitäre bewegungen überall dort möglich, wo massen existieren, die aus gleich welchen gründen nach politischer organisation verlangen.

wenn oberbürgermeister weil heute in einem haz-interview (Titel: „Die Regierten werden kritischer“) mit conrad von meding postuliert, er habe achtung vor der informiertheit des bürgers, gleichzeitig aber beim fall boehringer nicht sagt, dass die aufgeklärten bürger dort forschung in sachen biologischer kampfstoffe vermuten, dann kann ich das nur als irreführung sehen.
was wissen wir denn beispielsweise über die geheimen NATO-Beschlüsse zur sogenannten raketenabwehr in europa, in hannover gar?
was wissen wir denn wirklich über die hintergründe des ausbaus von bahnstrecken, vom jade-weser-port beginnend, vertiefung von fluss-betten, häfen, einschließlich investoren im lindener hafen, für milliardenbeträge? ip


*Wikipedia zu Reptilienfonds: Im engeren Sinn leitet sich der Begriff von Otto von Bismarck her, der nach dem Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866 Gelder aus dem beschlagnahmten Privatvermögen des Königs Georg V. von Hannover (dem Welfenfonds) und Mitteln des hessischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. nutzte, um sich eine positive Presse zu erkaufen und die Zustimmung des bayerischen „Märchenkönigs“ Ludwig II. zum Krieg gegen Frankreich und zur Gründung des neuen Deutschen Reichs unter preußischer Hegemonie zu erhalten.

Montag, 15. November 2010

Thema Korruption

Vortragsveranstaltung der Transparency Regionalgruppe Ostwestfale-Lippe und der Fachhochschule Bielefeld zum Thema Korruption in Deutschland am 7.12.2010.
Dr. Matthias Braasch, Lehrstuhl für Kriminologie Universität Gießen, wird das Thema Korruption in Deutschland unter den Aspekten Fakten, Fälle und Folgen praxisnah darstellen.
Laut aktueller Studien wird z.B. jährlich in deutschen Behörden durch Straftaten mindestens ein finanzieller Schaden von 2 Milliarden Euro verursacht.
Die Kommunalverwaltungen weisen im öffentlichen Bereich die höchste Kriminalitätsbelastung auf.
Jede dritte wurde in den letzten Jahren geschädigt. Ähnlich alarmierende Ergebnisse lassen sich für die Privatwirtschaft feststellen.
Die Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, sich für die Prävention der Korruption im öffentlichen und privaten Sektor einzusetzen.
Die Informations-Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, sowie Unternehmen aus der Region OWL.

Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.

Dienstag, 9. November 2010

Alkohol spült 3,3 Milliarden Euro in die Steuerkasse

Auf das Gemeinwohl...!

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, flossen im Jahr 2009 über den Absatz alkoholischer Getränke Steuereinnahmen von insgesamt 3,3 Milliarden Euro in die öffentlichen Kassen Deutschlands.

Die Branntweinsteuer war im Jahr 2009 mit 2,1 Milliarden Euro am ertragreichsten. Aus der Biersteuer wurden 730 Millionen Euro eingenommen. Über die Steuer auf Schaumwein beziehungsweise auf Zwischenerzeugnisse wie etwa Sherry wurden 472 Millionen Euro vereinnahmt. Lediglich 2 Millionen Euro erbrachte dagegen die Steuer auf Alkopops (Mischungen aus Softdrinks und Alkohol).

Das Biersteueraufkommen steht den Bundesländern zu, alle anderen Steuereinnahmen aus Genussmitteln fließen in die Bundeskasse.

Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.

Montag, 1. November 2010

Investitionen von rund 2,6 Milliarden Euro bis 2014 • Verträge unterzeichnet

Bahngipfel Niedersachsen: Land Niedersachsen und Deutsche Bahn AG vereinbaren Planungen für die Y-Trasse und den vollständigen Ausbau der Heidebahn

(Hannover, 1. November 2010) Die Erhaltung und der Ausbau einer leistungsfähigen Eisenbahninfrastruktur im gesamten nordwestdeutschen Raum standen im Mittelpunkt des heutigen Bahngipfels im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung. Ministerpräsident David McAllister und der Vorstands-vorsitzende der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, waren sich dabei einig, dass die derzeit laufenden Ausbaumaßnahmen wie geplant zu Ende geführt werden müssen.

Dabei mahnte das Land insbesondere den zügigen Baustart für den Ausbau der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven an. Für den landseitigen Umschlag im JadeWeserPort in Wilhelmshaven werde eine leistungsfähige Eisenbahn-verbindung dringend benötigt. Der zweigleisige Ausbau der Strecke Oldenburg–Wilhelmshaven rechtzeitig zur Inbetriebnahme des JadeWeserPorts habe höchste Priorität.
„Niedersachen ist einer der führenden Logistikstandorte in Europa. Es ist daher zwingend, die zentralen Verkehrs- und Infrastrukturprojekte ständig voranzutreiben. Bei der Bewertung der Bedeutung der Hafenhinterlandanbindungen gibt es einen großen Konsens zwischen der DB AG und dem Land. Die besten Häfen nützen nichts, wenn Güter nicht effizient an – und abtransportiert werden können“, sagte David McAllister.
Dr. Rüdiger Grube betonte: „Der Norden braucht starke Verkehrsachsen. Wir wollen bis 2014 rund 2,6 Milliarden Euro investieren, um die Schieneninfrastruktur in Niedersachsen weiter zu verbessern. Ich freue mich, dass wir uns mit dem Land über die Investitionsschwerpunkte einig sind. Eine weitere wichtige Maßnahme ist unsere kürzlich vorgestellte Kunden- und Qualitätsinitiative.“
Von den 2,6 Milliarden Euro entfallen 2,4 Milliarden Euro auf das Schienennetz, rund 175 Millionen Euro auf die Bahnhöfe und rund 41 Millionen Euro auf Anlagen zur Energieversorgung.
Konkret wurden zwei Punkte vereinbart:
1. Für die „Y-Trasse“, die geplante Neubaustrecke zwischen Hannover und Hamburg, die auch Bremen einbindet, wurde eine Finanzierungsvereinbarung getroffen. Mit dieser Vereinbarung finanziert Niedersachsen die Weiterführung der Planungen für dieses wichtige Neubauvorhaben mit zehn Millionen Euro vor.

2. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister und Dr. Rüdiger Grube unterschrieben den Planungsvertrag für den noch fehlenden mittleren Bauabschnitt auf der Heidebahn zwischen Walsrode und Soltau. Nach der Planungsphase soll 2013 der Bau starten, die Fertigstellung wird für 2015 angestrebt. Veranschlagt werden derzeit Baukosten in Höhe von 27,5 Millionen Euro. Mit Inbetriebnahme dieses Abschnittes ist die Heidebahn auf der gesamten Länge grundsaniert. David McAllister zeigte sich erfreut: „Damit verkürzt sich die Reisezeit zwischen Hannover und Soltau um 20 Minuten, gleichzeitig verbessern sich die Umsteigemöglichkeiten.“
Neben Verbesserungen der Leistungsfähigkeit der Infrastruktur sprachen sich beide Seiten auch für mehr Qualität und Service in den Zügen der DB aus. Die DB AG kündigte zusätzliche Zugbegleiter, einen verstärkten Einsatz von Sicherheitspersonal und eine Verbesserung der Reinigung in den Zügen an. Außerdem soll der Kundendialog einfacher und kundenfreundlicher werden.
Land und DB AG bewerten die Ergebnisse des Bahngipfels als Richtung weisend und verabredeten, den begonnenen Dialog in regelmäßigen Abständen fortzuführen.

Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.