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Dienstag, 7. Februar 2012

die schule von athen - gräzistische gedanken in zeiten der finanz-mafia

von ip

wer sich für gebildet hält in der westlichen welt, verehrt kritiklos die griechische antike.
und das, obwohl aristoteles durchaus gelegentlich geistigen nonsens verbreitet hat (neben zweifelsohne genialem) und sokrates zuhause mit xantippe nicht fertig wurde, was (wie ich vermute) ihn hinaus auf den marktplatz und letztlich zur annahme des schierlingsbechers sowie zu dem ausspruch trieb: "stelle eine frau gleich, und sie wird überlegen sein". meinte er etwa psi-seherisch bereits merkel damit?
das gesamte altphilologische antiken-gedöns, um im neueren hannoverschen jargon zu formulieren, beruhte auf der sklavengesellschaft.
insbesondere frauen hatten nichts zu melden, schlichen sich aber dennoch, zum beispiel bei platon, in die berühmtesten klassischen texte ein.
mich betrübt der wirtschaftliche niedergang griechenlands zutiefst. denn wieder müssen das die kleinen leute, wie die sklaven der antike, aushalten.
dennoch bin ich nicht der meinung, griechenland ohne auflagen mit geld zu fluten, wäre die lösung.
die geldflutungs-orgie ist und bleibt pervers.
helfen würde nur ein aufstechen aller finanzspekulations-luftballons durch die europäische gesetzgebung, um damit den schatten-banken dauerhaft die puste ausgehen zu lassen.
oder, um in der griechischen mythologie zu bleiben, herakles (lat. hercules) muss der hydra alle köpfe abschlagen.
und da fällt mir nun das gedicht von max ernst ein: herkules und fraukules, herr kules und frau, monsieur kules et madame kules, madame kules et monsieur... wie ging's nochmal weiter?
leider ist martin neuffer, ehemals oberstadtdirektor von hannover, durch den ich das gedicht kenne, nicht mehr abfragbar, da verstorben.
so könnte ich es einfach auf "Merkozy" endend in guter dadaistischer manier abwandeln: monsieur kules et madame kules: la famille merkozy...le point sur le i...
(hierbei: sur le "i grec", frz. für y,  der französische präsidentenname endet auf y...)
oder so ähnlich.

Dienstag, 8. Juni 2010

großbritannien steht das wasser bis zum hals, aber darüber redet seltsamerweise niemand

ein britischer investment-banker hat dem euro nur noch eine woche gegeben.
ausgerechnet ein brite, ausgerechnet bananen, denn großbritannien gehört auch zu den spielcasinos europas, 80 prozent aller hedgefonds und private equities befinden sich in großbritannien.
kurz - den briten steht das wasser bis zum hals.

dass das nicht thema nummer 1 ist, das kommt mir wirklich spanisch vor.

da stimmt doch was nicht.
die briten waren historisch gesehen schon immer auf der seite der eroberer.
sollten sie längst in den welt-wirtschaftskrieg eingetreten sein, und wir haben den schuss wieder nicht gehört?

die stadtteilbibliothek linden-nord haben wir nach athen durchgereicht.
muss so sein, denn merkel befindet sich auf steiler lernkurve angesichts dieser jahrhundertdimensionen in wirtschaftszusammenbrüchen, sie hatte im crashkursverfahren zu lernen, dass der marktpreis nicht der wahrheit entspricht, was bisher religiöses (armuts)zeugnis aller ökonomen war.
marktpreise können in die irre gehen.
angesichts dieser tatsache in schreckstarre zu verharren, geht gar nicht.
daher ist sie jetzt zum "mit-spielen" gezwungen, mit den finanzmärkten zu jonglieren.
einerseits darf sie griechenland aus der euro-zone nicht an den orient verlieren, der sich unsere rüstungsgüter kaum kauft, um besichtigungsflüge über den peloponnes zu machen.
andererseits werden 95 prozent des marktes von drei rating-agenturen aus den usa kontrolliert...

genial stehen bei diesen spielchen die banken da, denn die milliarden zu ihrer rettung muss der staat bei ihnen leihen.
aber nun ersticken sie selbst an den zusammenhängen, die brandopfer beschweren sich bei der feuerwehr.

ALL ANIMALS ARE EQUAL (George Orwell), BUT SOME ANIMALS ARE MORE EQUAL THAN OTHERS.
Soon the pigs take control.

die vernetzung der welt hat enorm zugenommen.

bisher lebten handelspartner eigentlich davon, dass beide seiten klarkommen...