In einem Kaufhaus suchte ich, nachdem ich einen Schlafanzug ausgewählt hatte, die Umkleide.
Dabei stieß ich lediglich auf einen Tresen mit Sektkühler, schaute um die Ecke, da fand ein Foto-Shooting in Unterwäsche auf einem romantischen Bett statt.
Heute sei letzter Tag dieser Aktionswoche, es seien täglich mehr als 30 Damen dagewesen, von 20 bis 60 Jahren.
Hmmm, wofür Unterwäschefotos? fragte ich hoffnungslose Hinterwäldlerin.
Für den Freund, fürs Internet, für sich selbst, antwortete die Verkäuferin.
Ich erblickte im Hintergrund ein Ehepaar mit Tochter, das sich die Unterwäschefotos der Tochter anschaut...
Bin befremdet, offenbar weiß ich nicht mehr, was läuft. Muss mich mal bei meiner eigenen Tochter erkundigen, wie die das sieht. Die bildet aber heute die Berliner Menschenkette gegen die Atomkonzerne mit.
Ging noch gegen 20 Uhr in einen Baumarkt und sagte zur Kassiererin tröstend: Bald ist ja Feierabend.
Von wegen, antwortete die. Wir müssen bleiben, bis der letzte Kunde gegangen ist.
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Samstag, 18. September 2010
Montag, 6. Juli 2009
unbeugsam gegenüber hyperenteignung
acht wundervolle denim-hosen mit braunem blumendruck und gummizug, stabil gearbeitet, mit taschen, werden mich über diesen sommer bringen.
die wirtschaftskrise macht's möglich, das stück hat nur einen einzigen euro gekostet.
die inhaberin persönlich suchte mir die passende größe beim schein der taschenlampe heraus. offenbar hatte man ihr den strom abgedreht.
ich wollte sie zum dank noch zu einer tasse kaffee einladen, aber sie war schon zu sehr in ihrer hyper-depression aufgrund hyper-deflation gefangen.
wie sie mir dennoch unterm lichtkegel etwas raussuchte, obwohl ich beteuerte, es sei wirklich unter diesen umständen nicht nötig, das hatte was von unbeugsamem widerstand des mittelstandes gegen seine hyperenteignung.
ich war beeindruckt und danke ihr dafür.
die wirtschaftskrise macht's möglich, das stück hat nur einen einzigen euro gekostet.
die inhaberin persönlich suchte mir die passende größe beim schein der taschenlampe heraus. offenbar hatte man ihr den strom abgedreht.
ich wollte sie zum dank noch zu einer tasse kaffee einladen, aber sie war schon zu sehr in ihrer hyper-depression aufgrund hyper-deflation gefangen.
wie sie mir dennoch unterm lichtkegel etwas raussuchte, obwohl ich beteuerte, es sei wirklich unter diesen umständen nicht nötig, das hatte was von unbeugsamem widerstand des mittelstandes gegen seine hyperenteignung.
ich war beeindruckt und danke ihr dafür.
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