Vortrag von Dr. Tim Schanetzky am 21. Mai im Haus der Region Hannover
Hannover. Mit dem Aufstieg des Rechtspopulismus rückte politische Bildung wieder in den Blickpunkt der Politik. Im aktuellen Streit gerät aber leicht in Vergessenheit, dass seit 1945 um die Demokratisierung der Deutschen gerungen wird. Diese Auseinandersetzungen begannen mit der alliierten Reeducation, erlebten im Kalten Krieg einen ersten Höhepunkt, gehörten zu den Schauplätzen von „Achtundsechzig“ wie der politischen Tendenzwende und setzen sich fort bis in die Gegenwart. Tim Schanetzky zeigt in seinem Vortrag, wie ihre Rekonstruktion Einblicke in die sich verändernden zeitgenössischen Vorstellungen von der Demokratie ermöglicht. Welche Gefahren jeweils wahrgenommen und worin die Antworten gesehen wurden, bildete sich ebenso in der Politik der politischen Bildung ab.
Tim Schanetzky ist seit 2022 Inhaber einer Heisenberg-Stelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Zuvor lehrte er Neuere und Neueste Geschichte in Jena, Marburg, Wien, Bayreuth und New York. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören neben der Demokratiegeschichte die Geschichte des Kapitalismus sowie die politische Ideengeschichte. Wann: Donnerstag, 21. Mai, 19 Uhr. Wo: Haus der Region, Raum 602, Hildesheimer Str. 20. Eintritt: frei.

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