Montag, 11. Mai 2026

Always Be Communicating

München. Ab dem 15. Mai zeigen Christine Sun Kim und Thomas Mader die neue Videoarbeit ABC (Always Be Communicating) für 231 Tage am Münchner Marienplatz.

Die gepixelte Silhouette eines Gesichts. Ein Mund formt einen Kuss, der als großes schwarzes Pixelherz davonfliegt. Zwei grinsende Smileys über gepixelten Fäusten. Die Bildsprache entstammt einem der ersten Emoji-Sets für Mobiltelefone aus dem Jahr 1997. Christine Sun Kim und Thomas Mader machen anhand von 26 Videoclips die Etymologie der Amerikanischen Gebärdensprache (ASL) sichtbar. Gezeigt wird die Arbeit auf elf Monitoren in den denkmalgeschützten Vitrinen der Passage am Marienplatz.

„Warum gibt es nicht eine universelle Gebärdensprache?" Diese Frage begegnet Christine Sun Kim so häufig, dass sie ihr in der Zeichnung Shit Hearing People Say To Me (2019), ein ganzes Stück eines Tortendiagramms gewidmet hat. ABC gibt eine unerwartete Antwort.

Monatliche Führungen in Deutscher Gebärdensprache von den Museum Signers (GMU München) sind nicht Begleitprogramm, sondern eigenständiger Teil des Werks.

Kim, deren Mid-Career Survey All Day All Night derzeit im Walker Art Center, Minneapolis, läuft, arbeitet seit 2013 mit Mader zusammen. ABC ist Teil des Public Art München Focus Year 2026.


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