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Montag, 21. Juli 2025

Fleisch für alle


Skulptur und Gemälde
"Schrein vom Heiligen Schwein"
von Ingeburg Peters 
Alle Rechte bei der Autorin

In Hannover gibt es einen Tönniesberg, benannt nach dem Heiligen Antonius. Hier ist der Großmarkt zu finden, die Metro AG, HarryBrot, aber nicht Deutschlands größter Fleischkonzern und Familienunternehmen Tönnies, durch den elegant neuen Firmennamen 'Premium Food Group"(PFG) euphemistisch verschleiert. PFG will nun die süddeutsche Genossenschaft Vion übernehmen, hinter Westfleisch die Nummer 3 am Markt. Das Bundeskartellamt stoppte den Deal. 

Jetzt drängt Maximilian Tönnies auf Ministerentscheid. Schließlich hatte Hannoveraner Sigmar Gabriel (SPD) 2016 die Übernahme von Tengelmann durch Edeka erlaubt...Tönnies, seit Januar 2025 PFG, beliefert laut Tageszeitung 'Die Welt' sämtliche Bedientheken Deutschlands mit SB-Fleisch und auch weite Teile der Supermärkte. Ip

ChatGTP: 1990: Übernahme eines Traditionsschlachthofs in Weißenfels/Sachsen-Anhalt von der Treuhand. 2003: Tönnies gilt als Europas modernster Schlachthof mit computergesteuerter Zerlegung. 2011 Übernahme des dänischen Unternehmens Tican – Internationalisierung mit rund 12.000 Mitarbeitenden, Exportanteil über 50 %. 2016/17: Unternehmensstruktur wird neu geordnet. Fünf Geschäftsbereiche entstehen: Meat, Convenience, Sausages, Ingredients, Logistics. 2017: Übernahme des britischen Schlachtbetriebs C & K Meats erweitert die Präsenz auf dem UK‑Markt. 2018: Integration der Zur Mühlen Gruppe; Neugründung der Sparte „Sausages“ (Wurst/Würstchen) im Konzern. 2020: Joint Venture in China mit Dekon Group zur Errichtung eines Schlachthofs mit Kapazität für 2 Mio. Schweine/Jahr. 2021: Veggie ­/ Fleischersatzprodukte bündeln sich in der Marke „Vevia 4 You“, inklusive neuem Produktionswerk in Böklund. 2021: Erstmals Qualitätsrückgang im Umsatz (~6,2 Mrd €), trotzdem Zuwachs bei Marktanteilen; laut PFG etwa 50 % aller Tiere aus höheren Haltungsformen. 

Mittwoch, 22. Juli 2009

gefolterte tomaten

die lebensmittel verbinden uns menschen ganz eng mit der natur.
vor einigen jahren habe ich selbst mal in einem imbiss gammelfleisch verzehrt und mir war gehörig schlecht davon. und was über die supermärkte inzwischen auf den tisch kommt, appelliert mit bunten bildern und ausstattung an die fantasie statt an nase und zunge. denn das kapitalistische system basiert auf der ausbeutung von mensch und natur.
was mir beim besuch einer gemüse-produktionsfirma schmerzlich bewusst wurde: dieses ausbeutungsprinzip gilt auch längst für die pflanzen, bei den tieren ist es hinlänglich bekannt (wiesenhof-hähnchen).
dort also wurden tomaten gezüchtet, man könnte auch sagen, gezüchtigt. ihre endlos langen stränge kennen keine erde, nur "angereicherte" nährlösung und künstliche beleuchtung die ganze nacht. sie müssen tomaten tragen, soviel nur möglich ist. und das ganze bekommt dann noch das prädikat biologisch, weil die nährlösung viel schlimmer mit giftstoffen versetzt sein könnte, worauf hier verzichtet wird.
ich fragte den inhaber, ob das licht auch ausgestellt wird. ja, sagt er, zwei stunden pro nacht. ich frage warum. er: damit die tomaten mal ausruhen können.
was bei der fleischproduktion (schauen sie sich dazu ein paar videos von hagen rether unter you tube an) gang und gäbe ist, kühe mit riesigen eutern, mit denen sie das gleichgewicht verlieren, zuchtbullen, die mit pheromonen ausgestattete künstliche vaginas bespringen müssen, ist bei der gemüseproduktion auch das kapitalistische mittel der wahl: industrieproduktion tötet die natur und schließlich auch die menschen.