Hannover. Ukrainerin: "Mein Sohn war 17. Er sollte nicht für diesen sinnlosen Krieg sterben. Jetzt ist er 21. Wir sind als gesamte Familie nach Deutschland geflüchtet. Mein Mann hat dafür seine Selbstständigkeit mit einem Elektrogeschäft in der Ukraine aufgeben müssen.
Er arbeitet hier als Kraftfahrer. Ich habe die zweijährige Pflegefachkraftausbildung absolviert. Meine ältere Tochter will Zahnärztin werden, lernt aber als Arzthelferin in einer Zahnarztpraxis noch ein Jahr lang besser Deutsch, ehe sie studiert. Unsere Kleine ist in der zweiten Klasse."
Dazu meine Anmerkung: Wenn mir dann noch ein ukrainisch-hannoverscher Hausmeister anvertraut, er sei studierter Mathematiker, oder eine Putzfrau aus Polen, sie habe dort in einer Kunstschule Keramikskulpturen gefertigt, schäme ich mich unsäglich für all das Flüchtlingsleid, das Menschen angetan wird, auch weil es die meisten weltweit noch viel viel härter getroffen hat. ip

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