Das Desaster mit dem gleichzeitig entstandenen Brutalismusbau Ihme-Zentrum in Linden wurde später zu Unrecht dem damaligen Stadtbaurat Adrian angelastet. Auch hier lebten und leben Kunstsammler neben Gymnasiallehrern, Geschäftsleuten, Politikern, Tierärztin, Apothekerin, Kunstmalerin - nachdem Stadtverwaltung und verschiedene Landesbanken den fatalen Fehler begingen, den gesamten Bauch des Koloss an private Investoren zu verkaufen. Danach traten von Schätzle über Engel bis Carlyle und Windhorst immer dubiosere Strohmänner auf. Und die Nebenkosten stiegen ins Astronomische.
Bewohnerin Architektin Marianne Adrian kämpfte dagegen an und fragte mich: "Wollen Sie in einem Kaufhaus leben?" Andere beklagten, dass sie "die besten Jahre ihres Lebens" an ihre Eigentumswohnung in dem Skandalhaus verschwendet hätten. Dennoch auch fühlen sich einige Wohnungseigentümerinnen und Mieterinnen immer noch mit dem Zugang sowohl nach Linden als auch in die City wohl, während in der Nachbarschaft in einigen Gebäuden sich Junkies und andere Verwahrloste ausbreiten.
Ein im Terrassenhaus wohnendes Ökounternehmerpaar macht sich dort mit Photovoltaik- und Solarangeboten zur Kostendeckung des energieintensiven hausgemeinschaftseigenen Schwimmbads anheischig, aber das Kernproblem des Niedergangs vom Ihme-Zentrum ist hingegen auf demselben Weg zu beheben, wie wir da hineingeraten sind, lieber Oberbürgermeister. ip

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