Dienstag, 16. Februar 2021

Landgericht Hannover: „Mord durch Stalker“

Prozessauftakt:

Freitag, 03. Juli 2020, 09:00 Uhr, Saal 127

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen zur Last: Der Angeklagte soll die später getötete Sophie N. im Juli 2017 kennengelernt und mehrfach versucht haben, mit ihr eine Beziehung zu beginnen. Aus Sicht des Opfers soll der Kontakt allerdings rein freundschaftlich geblieben sein; der Angeklagte soll sich zurückgewiesen gefühlt haben. Ab Dezember 2017 soll er deshalb begonnen haben, in die persönliche Lebenssphäre der Getöteten einzudringen und diese in sozialen Netzwerken – aber auch telefonisch und persönlich – zu belästigen und ihr nachzustellen. Am Abend des 11.01.2020 soll der Angeklagte über die Balkontür in die Wohnung der Getöteten in der Meterstraße in Hannover eingedrungen sein; zu diesem Zeitpunkt soll sich das Opfer im Badezimmer aufgehalten haben. Der Angeklagte soll die gänzlich arglose Geschädigte überrascht und sofort körperlich auf Sie eingewirkt haben, um sie zu töten. Unter anderem soll ihr der Angeklagte mehrmals mit voller Kraft ins Gesicht geschlagen und sie mit einem mitgeführten Elektroschocker und mit Pfefferspray traktiert haben. Aufgrund der Massivität der körperlichen Einwirkung soll es dem Opfer nicht mehr gelungen sein, sich zu wehren. Schließlich soll der Angeklagte die Geschädigte, die nach einem Sturz gegen die Badezimmerwand wehrlos am Boden lag, mit einem Klappmesser mehrfach in den Hals gestochen haben. Durch die Stiche soll die Halsschlagader durchtrennt worden sein. An den Folgen dieser Verletzungen soll das Opfer sodann kurze Zeit später verstorben sein.

 

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