Dienstag, 9. April 2019

Fastenzeit - alles schmachtet? Eine Satire



Karfreitag rückt näher. Wir alle fasten bis dahin die Speckwülste weg, wie es sich gehört, denn der Herr ist für uns am Kreuz gestorben?
Biete als meditativen Fokus dazu hier den Magdalenen-Schnitzaltar der Maria-Magdalenen-Gemeinde Salzgitter-Salder an, dem Edel-Stadtteil gehobenen Bürgertums, in dem sich unser  inzwischen verkauftes Elternhaus befand. Der rote Punkt in der Abbildung des Dörfchens mit Schlosskirche markiert seinen Standort.
Schon 1293 stand in Salder eine Kirche. Herzog August Wilhelm von Braunschweig und Lüneburg ließ sie abreißen und die jetzige Schlosskirche in lupenreinem Barock erbauen, in die Familie Peters einkehrte (ich war schon weggezogen, aber die drei übrigen Schwestern und das erste Enkelkind waren dabei). Nur der mit dem Stahlwerk verbundene, wegen Emissionen berüchtigte, Ortsname Salzgitter verunziert den ehemaligen Adelssitz, der inzwischen rund ums Schloss zum Kunstmuseum umgestaltet ist. Ein harter Kern derer Von Saldern sitzt heute am Elbstrand auf Gut Oevelgönne, die eingeheiratete Adelheid ist "linkslastige" Professorin in Hannover).
Zum Altarbild: Maria Magdalena klammert sich am Pfahl fest, darunter der brünstig zu ihr schauende Judas. Rechts und links vom elegant  gehängten Jesus zwei Widerstandskämpfer gegen die Römer in verrenkter Haltung? Okay, der Altar ist kein Meisterwerk. ip


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